Weigel, Erhard

Weigel, Erhard, Mathematiker und Architekt, wurde 1625 zu Weida an der Naab geboren, und machte sich durch seine Ge- lehrsamkeit und seinen Erfindungsgeist fast weltberühmt. Er war Professor der Mathematik an der Universität in Jena, und beklei- dete auch die Stelle eines Sachsen-Weimarschen Ober-Baudirek- tor. Der Kaiser ertheilte ihm den Titel eines k. Rathes. W. E. (Die Angabe des Collegii Artis Consultorum, d. i. Ver- zeichnis verschiedener Muster nützlicher Kunst-Erfindungen Er- hardi Weigelii. Regensburg 1643, 4.) zählt in 38 Nummern die Mechanischen Vorrichtungen auf, welche Weigel erfunden hatte, und andere Erfindungen dieses Tausendkünstlers nennt er in sei- nem Nagler's Künstler-Lex. Bd. XXI. 15

Einem weiteren Büchelchen: E. Weigel's Neu erfundener Hausrath, Jena, 1678, 4. Seine zahlreichen Schriften verzeichnet Zeumer (Vitae Professorum Jen. Jenae 1711). Wir machen nur auf ein Werk aufmerksam, welches einen »Schock Fantasten« in 606 Blättern ent- hält. In Jena baute sich Weigel ein Haus, welches wegen der eigenen Bauart und der angebrachten Maschinerien unter die sie- ben Wunder der (Jenaer) Welt gezählt wurde. B. Georgi hat die- ses Miraculum Artis in einem radirten Blatt dargestellt. Dann baute er 1650 den vorderen Theil des Jenaischen Collegiums, und das Observatorium.

E. Weigel starb 1690.

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