Weichmann, Georg

Weichmann, Georg, Maler und Bürger zu München , musste bei der Aufnahme in die Zunft den Revers ausstellen, dass er nur Kupferstiche illuminierte, nur mit Saftfarben male, keine Oel- oder Leimfarben anwende, damit er ja dem Handwerke keinen Eintrag thue. Selbst des Reissens und Entwerfens musste er sich enthalten, und um das Maass des Zunftzwanges voll zu machen, wurde ihm auch verboten, Gesellen zu halten. Dieser Künstler , welcher noch um 1560 tätig war, konnte sich daher nur auf Andachtsblätter beschränken, und kommt vermuthlich mit dem oben erwähnten Martin Weichmann in Berührung, welcher nur Andachtsblätter gestochen hat. Es ist indessen nicht unmöglich, dass er mit demselben Eine Person sei, da das Monogramm auf den Stichen aus J. W. M. zu bestehen scheint. Der Buchstabe J. bedeutet dann Jörg, was in der früheren Zeit häufig für Georg steht. Die Münchner Zunftherren könnten ihm später die Anwen- dung des Grabstichels erlaubt haben. Die obige Notiz haben wir den alten Zunftpapieren entnommen, fanden aber keine Erwäh- nung von einem Martin Weichmann. Malpce, welcher diesen Mei- ster zuerst nennt, könnte das M. auf Martin gedeutet haben, während es zu dem Beinamen Weichmann zu gehören scheint. Lipowsky erwähnt eines Georg Weckmann, welcher um die Appianische Karte für den Herzog von Bayern illuminiert hat. Diess ist unser G. Weichmann.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_bly19Wlc3NgC