Wehle, Heinrich Theodor, Landschaftsmaler , geboren zu Försten in der Oberlausitz 1778, gest. 1805. Dieser treffliche Künstler erhielt den ersten Unterricht im Zeichnen von dem genialen Naeth, und bezog 1793 auch die k. Akademie in Dresden , wo er unter Casanova die Historien- und unter Klengel's Aufsicht die Landschaftsmalerei studirte. Hier wurde sein Talent bald bekannt, daher er denn schon 1799 einen Ruf nach Dessau erhielt, wo die chalkographische Gesellschaft unter Mitwirkung Brabeck's sich durch Mittheilung trefflicher Kunstwerke für das In- und Ausland gemeinnützig machte. Von hier aus wurde Wehle's Kunst weiter bekannt, und nach anderthalb Jahren machte ihm der Kaiser von Russland den ehrenvollen Vorschlag, mit dem Grafen Wuzin Puschyn die russischen Länder Asiens zu bereisen, und die merkwürdigsten Gegenden dort zu zeichnen. Die Reise begann unter hinlänglicher militärischer Bedeckung in jene entfernten Weltgegenden, und im langte die Gesellschaft in Georgien an. Von wo aus der Zug weiter nach Persien ging. Hier fand sein Genius an den großen und merkwürdigen Naturerscheinungen, den tosenden Wassertällen, den wilden Felsenmassen, und an den mehr genug zu preisenden Reizen jenes Wunderlandes unerschöpflichen Stoff. Leider erschöpfte die lange und mühsame Reise seine Gesundheit, und nöthigte ihn zur Rückreise in sein Vaterland, wo er Genesung hoffte. Allein sein Körper unterlag den langwierigen Leiden, und der Künstler starb zu Bautzen in der Blüthe der Jahre.
&. Stiche nach diesem Meister.
Die Klosterruinen bei Mondbeleuchtung, idyllische Landschaft. In Aquatinta von Friedrich, qu. roy. fol. Le matin des bergers, sehr schöne Landschaft mit grossen Baumgruppen in C. Lorrain's Charakter, Petersen (in Copenhagen) 8C., S. gr. roy. qu. fol. Eine baumreiche Landschaft, von F. C. Geyser gestochen, fol. Der Silitzerberg am Ufer der Elbe, Gartenansicht. Gest. von C. Haldenwang, qu. fol. Das Schloss zu Dessau, Luisium, geätzt von Haldenwang, wie das obige Blatt, für die Folge der Ansichten von Dessau und Wörlitz, qu. fol. Die Ruinenbrücke im Georgen-Garten zu Dessau, geätzt von — Schlotterbeck, für das obige Werk, qu. fol. Das chinesische Haus zu Oranienbaum, geätzt von Halden- wang, für dasselbe Werk, qu. fol. Diese vier schönen Blätter erschienen in der chalcographischen Anstalt zu Dessau. Reiche Landschaften im historischen Style, Folge von 6 Blät- tern mit Dedication an den Fürsten Ludwig Friedrich von Schwarz- burg-Rudolstadt, Gest. von C. Haldenwang, qu. 8. Ideen aus dem Gebiete der schönen Künste, Vom Verfasser des Tempels der Natur (C., Lange). Mit 6 Aquatintablättern von ' Haldenwang und Wehle. Leipzig (1804) 8. Uebungsblätter im Landschaftszeichnen, mit Darstellungen von Haldenwang, Dietrich, Wehle, Schweyer, nebst kurzen praktischen Anmerkungen über die leichteste Art, sich in Landschaften zu üben, gr. fol. Zu dieser Folge gehört ein Theil der obigen Blätter. Eigenhändige Radirungen.
Die Blätter dieses Meisters sind schön und geistreich behan- delt. In ersten Drücken fehlt der Name.
- Grosse schöne Baumgruppen. Wehle fec., fol.
- Schöne Baumgruppen auf einer Wiese bei Neustadt-Dresden Wehle fec., fol.
- Landschaft mit hohen Bäumen. Wehle fec., fol.
- Die Gartenansichten, Capitalfolge von 4 Blättern, wovon das vierte sehr selten ist, fol. Die Abdrücke vor der Schrift gehören zu den ersten.
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