Wechter, Hans

Wechter, Hans, Radirer, arbeitete um in Nürnberg , und dürfte, wie Einige glauben, auch Goldschmied gewesen seyn. Dass ein Goldschmied J. Wechter gelebt habe, ist ausser Zweifel; denn

  • durchgeführt, wobei sich aber zugleich eine eigene malerische Kraft

Wechter, Hans. In der Kunstkammer zu Copenhagen ist ein Stahlspiegel mit einer bildlichen Darstellung, und mit J. Wechter 1646 bezeichnet. Er enthält die Darstellung des Loth mit den beiden Töchtern. Eine ähnliche meisterhafte Arbeit befindet sich auch in der Kunstkam- mer zu Berlin , mit dem Monogramm H. W. 1653. Der Name Johann und Hans wechselt bei den älteren Meistern, und so könnte der Monogrammist H. W. mit dem J. Wechter eine Person seyn. Es fragt sich aber, ob er mit dem Nürnberger Hans Wechter, wel- cher bereits 1509 zwei grosse Prospekte ausgearbeitet hatte, der selbe seyn kann. Der Monogrammist H. W. von 1655 zeigt in der Behandlung hohe Meisterschaft, wie es dem Nürnberger Wechter als Greis nicht mehr möglich gewesen wäre. Im Bilde mit Loth und den Töchtern ist nach Kugler (Beschreibung der Kunstkammer in Berlin, S. 278) die Lichtwirkung in allen Abstufungen, in einer aufs Zarteste durchgebildeten Modellirung der Gestalten sogar eine gewisse, freie Derbheit; des Vortrages auf keine Weise verläugnet. Auch ist die Composition im Style der Brabanter Kunst jener Zeit. Der Nürnberger Wechter bleibt also vorläufig noch für sich, und als Radirer,

Die Blätter dieses Meisters sind selten.

  1. Wahrhafte Contrafactur mit vleis, der löblichen Kais. Reich Statt Nurnberg gegen den Sonnen Aufgang etc. Laurenb/ Strauch Nor. pinxit et excu. Hans Wechter fe. 1500. In drei Blattern mit Staffage, auf dem letzten der Maler Strauch zeichnend. Unten: Wo der Herr nicht das Haus ——. Psalm 127. Schmal imp. qu. fol.

Im zweiten Drucke sieht man unter den Häusern die drei Thürmchen des Rathhaus emporragen, und unterhalb der Erklärungstafel steht nach 20: Lauterthor. * Rathhaus.' Das Rathhaus ist nämlich mit einem + bezeichnet.

Warhaffte Contrafactur mit vleis, der löblichen Kais. Reicht! Statt Nurmberg, gegen den Sonnen Niedergang —. Laurent. Strauch Noren. pinxit et Excu. Hans Wechter fecit 1500. In drei Blattern mit Staffage. Unten: Wol dem der den Herrn fürchtet ——. Psalm 128. Schmal imp. qu. fol. Im späteren Drucke ist das Rathhaus hinzugefügt, und nach 27 Begnitzfluss, beigesetzt: + Rathhaus.

  1. Die Ansicht von Prag, nach P. van de Bosche, 4 Blätter im die Höhe zum Zusammenfügen. J. Wechter fec., gr. imp. 40 L.

  2. Die Ansicht von Frankfurt am Main und der Umgebung. In den vier Ecken sind allegorische Figuren angebracht, und die ganze Gegend erscheint in einer Bordure, in wel- cher 45 Wappenschilde angebracht sind. In zwei Blattern, mit H. W. bezeichnet. Brulliot II. 1277 erwähnt dieses Blat- tes, schreibt es aber dem H. Wechter nicht zu. Gr. qu. fol.

Ecclesia Christi militans. Links steht ein Engel mit einer grossen Fahne, auf welcher Büsten der Propheten etc. dar- gestellt sind, und rechts ein Mann mit einer anderen Fahne zum Zeichen der Priesterschaft, Unten sieht man mehrere halbe Figuren, und rechts ist die Hölle offen, mit der Schrift: Aber der Weg zum Himmel ist schmal, — Die Strass zur Hellen ist breit etc. Mit den Buchstaben H. W. 1600. Brulliot II. 1276 erwähnt dieses Blatt, schreibt es aber nicht entschieden dem H. Wechter zu. Gr. qu. fol.

  1. Eine Versammlung von Geistlichen. Colloquium [Rotisco.

  2. Eine Folge von verschiedenen zart radirten und gestochenen Wappen, 12 nummerirte Blätter. Hans Wechter fecit, Hie- ronymus Bang excud. 1604, qu. 12. |

  3. Allegorie auf den Tod. In einem Schilde sieht man eine Schaufel mit zwei Knochen, und drei kleinere Schaufeln. Darüber ist eine Sanduhr und ein Todtenkopf. Links hält ein Genius den Blumentopf, und gegenüber ist ein anderer mit der Gluthpfanne. Links unten am Steine stehen die Buch- staben H. W. Dieses Blatt nennt Brulliot H. 1270, ohne es dem Wechter zuzuschreiben. H. 3 2., Br. 4 Z.

Dieses Blatt könnte zur obigen Folge gehören.

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