Wauters, Charles Augustin, Maler, wurde 1811 zu Boom bei Antwerpen geboren, und begann seine Studien an der Akademie in Mecheln. Von 1829 — 35 erhielt er in Antwerpen einige akademische Preise, und dann begab er sich zur weiteren Ausbildung nach Paris . Im Jahre 1836 in die Heimath zurückgekehrt, liess sich der Künstler in Mecheln nieder, wo er seinen Beruf gründete. In dem genannten Jahre brachte er zwei Bilder zur Ausstellung in Brüssel , welche beide mit silbernen Ehrenmedaillen belohnt wurden. Das eine stellt eine unglückliche Familie, das andere den Tod der Maria von Brabant dar. Hierauf malte er die letzte Zusammenkunft des Rudolph von Warth mit seiner Gemahlin Adélaïde de Sargans, da dieser als einer der Mörder des Kaisers Albert V. zum Tode verurtheilt wurde. Dieses Bild ist seit 1838 im Besitz des Peter Wauters in Mecheln. Einige Gemälde dieses Künstlers sind von colossaler Grösse; so eine Episode aus der Geschichte der Maria von Burgund 1839, die Marter des heil. Lorenz, vollendet. Von kleinerem Umfange ist eine Scene aus dem Leben des Caravaggio von 1843. Im bischöflichen Palaste zu Mecheln ist ebenfalls ein Gemälde von kleinerem Umfang, die Verherrlichung des heiligen Romuald, und in der bischöflichen Kirche sieht man das Abendmahl des Herrn. Für die Kirche in Beverloo malte er 1843 den Peter von Hermiet, wie er zum Kreuzzug predigt. Auf der Kunstausstellung in Brüssel erregten 1845 zwei kleinere Gemälde Beifall. Das eine stellt Cimabue dar, wie er den Giotto als Hirten bei der Heerde zeichnend findet, und das zweite ist ein Genrebild, der mütterliche Zorn betitelt. Aus derselben Zeit stammt auch eine Episode aus dem Leben Petrarca's, Laura windet mit ihren Gefährtinnen einen Kranz, um des Dichters Haupt zu schmücken. Uebrigens finden sich von Wauters auch mehrere Genrebilder, welche in den Privatbesitz übergingen.
Unter seinen Schülern gehören E. le Noir, L. Tuerlinckx, J. de Croninck, J. Gregoire u. s. w.
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