Watier, Emil, Maler, Radirer und Lithograph , wurde um 1803 in Paris geboren, und von Baron Gros unterrichtet. Er machte ernste historische Studien, welche ihm 1827 mit der akademischen Medaille belohnt wurden. Im folgenden Jahre concurrirte er um den grossen Preis der Malerei, ohne den Sieg davon zu tragen, obgleich Watier zu den namhaftesten Künstlern der französischen Schule gehört. Er malt Darstellungen aus der neueren Geschichte, Genrebilder und Landschaften, welche immer mit entsprechenden Scenen ausgestattet sind. Er ahmte in vielen Gemälden den F.- Buchet und A. Watteau nach, ist aber etwas geschminkt, was indessen andere schön finden. Im Jahre 1847 erhielt dieser mo- derne Watier vom Fürsten Basil Galitzin den Auftrag, das Bou- doir seiner Gemahlin in St. Petersburg mit Gemälden zu verzieren. Sie stellen die vier Jahreszeiten, die vier Elemente, die vier Tages- zeiten etc. im Style der Zeit Ludwigs XIV. dar. Diese Bilder be- schäftigten ihn in der letzteren Zeit. Auch viele Zeichnungen in Aquarell finden sich von ihm. Mehrere solcher Zeichnungen sind für ein Bibelwerk in Holz geschnitten, welches 1846 mit Abklat-
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A 178 | Watt, A. — Watts, John. Ebenso auch mit deutschem Text bei Baumgärtner in Leipzig erschienen. Andere Zeichnungen lieferte er für E. Piot's Cabinet de l'amateur et de l'antiquaire etc. Paris 1842. Für La Nouvelle Heloise par J. J. Housseau, Paris 1846, für die Fables, Anecdotes et Contes par Ch. Desains. Paris 1850, gr. 8. etc. In der Zeitschrift »l'Artiste« findet man eigenhändige Blätter von ihm.
- La confidence amoureuse. Im Artiste, fol.
- St. Preux et Julie. Im Artiste, qu. 8.
- Junge Dame in einer Landschaft, in Kreidemanier auf Kupfer ausgeführt, fol.
- Reverie, junge Dame in einer Landschaft, radirt und von H. Berthaud in Aquatinta vollendet, Tondruck. Im Artiste, qu. fol.
- Le Livre de Figures, Zwei Damen in einer Landschaft, Im Artiste, qu. fol. | Watts, A. Kupferstecher zu London, war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts tätig. Wir verdanken ihm folgendes Werk: Cabinet of modern art, by A. Watts. 3 Bände von 1835 — 37. Mit Kupfern nach Stothard, Westall etc. Watts, George, Formschneider von London, war Schüler von Branston, welcher nach dem Vorgange von Thomas Bewick den Formschnitt zu grosser Ausbildung gebracht hatte. Branston zog viele Schüler heran, so dass an Künstlern dieser Art kein Mangel war, und desswegen ging Watts nach Deutschland, wo die Blätter, welche er lieferte, grosses Aufsehen erregten. Er lebte einige Jahre in Leipzig, wo er die Stöcke zu den 1826 bei Max in Breslau erschienenen Irish Tales nach Zeichnungen von Cruikshank schnitt. In einer Ausgabe von Göthe's Hermann und Dorothea sind 7 Blätter von ihm, und überdiess schnitt er in Leipzig noch mehrere andere Vignetten. Unter den Titelblättern nennen wir jene zur zweiten Ausgabe von Tausend und einer Nacht (Breslau 1827), nach Schwind's Zeichnungen. Watts, G. F., Maler zu London, widmete sich der historischen Darstellung, doch ohne das Genre auszuschliessen. Im Jahre 1845 war er unter den Künstlern, welche zur Ausschmückung der neuen Parlamentshäuser (Palast von Westminster) concurrirten. Es mussten Scenen aus der vaterländischen Geschichte gewählt werden, und Watts Carton war einer derjenigen, welche den Preis von 300 Pf. St. erhielten. Die Preis- Cartons sind durch lithographische Nachbildungen bekannt: The Prize Cartons, 11 Lithographien, London 1844, gr. fol. Watts, John, Zeichner und Landschaftsmaler zu London, wurde um 1770 geboren. Er zeichnete Ansichten aus Schottland und Wales, und malte auch mehrere in Oel. Diese Bilder fanden grossen Beifall. Watts, John, Kupferstecher zu London, war um 1760 — 80 tätig. Er arbeitete in schwarzer Manier, und lieferte einige vorzügliche Blätter.
- Giuseppe Baretti, Sekretär der Akademie in Florenz, lebend am Tische. Nach J. Reynolds für Boydell's Verlag, roy. fol.
- Nathanael Lee, the Mad-Poet, nach Dobson, fol.
- A. van Dyck, als Icarus, wie ihm Dädalus die Flügel an-.
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