Ward, Edward Matthew

Ward, Edward Matthew, Maler, wurde 1816 in London ge- boren, und an der Akademie daselbst herangebildet, bis er zur weiteren Ausbildung nach Italien sich begab. Er verweilte einige Zeit in Rom, und fand da schon mit seinen frühen Werken solchen Beifall, dass er 1830 eine Preismedaille der Akademie von S. Luca erlangte. Von Rom aus unternahm er eine Reise nach Deutsch- land, und verlebte einige Monate des Jahres in München . Auf der Rückreise ins Vaterland wurde ihm auch das Kunstleben in Paris bekannt, welches nicht ohne Einfluss auf seine Kunst- richtung blieb. Die Werke dieses Meisters sind von grossem Gehalte, und finden in England vollen Beifall. Er malt Genrebilder und Darstellungen aus der Geschichte seines Vaterlandes, welche aber strenge zum historischen Genre gehören. Zu seinen vorzüglich- sten Bildern ( ) gehört die Abreise Lafleur's nach Montreuil, so wie sie Sterne in seiner sentimentalen Reise schildert. Der Künst- ler gab eine zärtliche Abschiedsscene, ein heiteres, charaktervolles, und durchdachtes Bild. Die Anordnung ist ungesucht, aber ge- fällig; und die Charakterzeichnung individuell. Ein anderes Gemälde stellt den Oliver Goldsmith dar, wie er den Bauern des Dorfes auf der Flöte vorspielt. Auch diese Darstellung ist lebendig, gut und reich motivirt, und in der Anordnung äusserst natürlich. In einem Gemälde stellt den O. Goldsmith dar, wie ihn Dr. Johnson von seiner geldfordernden Hausfrau befreit. Diese Scene ist eben- falls zu einem charaktervollen und heiteren Bilde geordnet. Im

Jahre 1845 reiste Ward mit Stanfield und Stump nach Amerika, um in Washington den Congresssaal mit Frescobildern zu verzie- ren. Nach seiner Rückkehr fuhr er in London fort, seinen Ruhm zu vermehren. Im Jahre 1846 brachte er ein schön componirtes und mit französischer Eleganz ausgeführtes historisches Genrehild zur Ausstellung, welches Lord Clarendon's Entlassung vom Kanz- leramt vorstellt. Diese erfolgte 1667 nach seiner Unterredung mit Carl II. in White- hall.

Das Bild der Abreise La Fleur's wurde 1845 von Templeton für die Mitglieder des Londoner Kunstvereines lithographirt, 4t. qu. fol. Das Gemälde mit Dr. Johnson und O. Goldsmith ist durch einen Stich von Sam. Bellin bekannt, qu. fol.

In S. G. Hall's Book of British Ballads, London 1844, sind Zeichnungen seiner Hand durch den Holzschnitt vervielfältiget.

Wardigh, s. Waerdigh.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_bly19Wlc3NgC