Wansell, A.

Wansell, A., Kupferstecher , war um 1740 thätig. Er arbeitete in schwärzer Manier.

Im Jahre rang er zum erstenmale um den grossen Preis, allein dieser wurde ihm erst nach zwei Jahren zu Theil, mit dem Bilde, welches den Abschied des Coriolan von seiner Familie vor- stellt. Wappers wollte jetzt nach Italien reisen, fand es aber ge- rathen, vorher noch die Werke von Rubens, van Dyck, und an- derer grossen Meister der alten vaterländischen Schule zu stu- diren, deren er in Amsterdam und im Haag vorfand. Hierauf begab er sich nach Paris , um die Kunstschätze der Gallerie des Louvre zu schauen, wo er sich besonders von den Werken der venetia- nischen Schule angezogen fand, da sein angeborner Sinn für Schön- heit die Farbe bereits im Vaterlande die reichste Nahrung gefun- den hatte. Schon seine früheren Bilder sind in der Art der bess- ten Meister seines Landes, voll Leben und Wärme, ausgezeich- net in Colorit und Ton, nur in technischer Hinsicht noch nicht vollendet. Die Intensität seiner Färbung steigerte sich aber in der Folge noch mehr, und somit zeichnen sich jetzt seine Werke bei der grössten Naturwahrheit durch ein so glänzendes und warmes Colorit aus, wie wir es bei wenigen belgischen Meistern wieder- finden. Dazu gesellt sich auch eine enorme Praxis, welche das frische Leben seiner Bilder noch erhöht. Seine Figuren blicken so lebendig aus den Gemälden, dass wir glauben, sie wollen Theil nehmen an dem Getriebe des Lebens. Eigentliche Scenen des all- täglichen Verkehrs finden sich aber von ihm nicht, denn er hat sich auf den Flügeln der natürlichen Anlagen durch seinen fein gebildeten Geist und scharfen Verstand aus dem Schlamme der All- täglichkeit erhoben, und führt als Genremaler immer in eine hö- here, edlere Sphäre. Wahre Glanzpunkte der modernen Kunst sind aber seine Darstellungen aus der vaterländischen Geschichte, wel- che den Beschauer mit unwiderstehlicher Kraft in die Periode ver- setzen, in welcher das Drama spielt. Wappers ist aber auch der erste Portraitmaler seines Landes, und hat ausserdem nur an F. Winterhalter in Paris einen gefährlichen Nebenbuhler, welcher

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