Wallhammer, Joseph

Wallhammer, Joseph, Maler zu Wien, ein jetzt lebender Künst- ler. Er malt Bildnisse in Oel und Aquarell, sowie Genrebilder.

— Wallis, John William, Maler, wurde um 1765 in Schottland ge- boren, und kam bereits als tüchtiger Maler nach Rom , wo um 1802 kein anderer britischer Künstler lebte. Nach wenigen Jahren kam der Nordamerikaner W. Alston an, welcher durch seine An- wendung des Asphaltes Aufsehen erregte, und mehrere andere Künst- ler verleitete, diese schädliche Methode zu adoptiren. Wallis hatte aber der Asphalt-Malerei Glück zu verdanken, indem er früher nur einen mittelmässigen Ruf genoss. Man fand seine Bilder sehr leidend in der Färbung, sie dunkelten aber alle nach. Er hielt sich dem sogenannten grossen Styl der Landschaftsmalerei , ohne streng auf Naturwahrheit zu halten, und das Detail zu berücksichti- gen. Poussin war sein Vorbild, doch entbehren seine Werke der Charakters und der Wärme. Anfangs wählte er seine Scenen meist aus Ossian's Gedichten, und brachte Nebelschilde, und un- wirthsame Gegenden zur Schau. In Italien hielt er sich aber an die südliche Natur und ihre Heiterkeit. Bilder dieser Art_stafft er unt Scenen aus der römischen Geschichte. Um 1812 bereiste de Künstler auch Deutschland . In diesem Jahre bewunderte man ein:

‚ Phantasie' erschaffen, und mit zauberischer Kunst der Täuschung auf die Leinwand ausgegossen. Eine solche Begeisterung erregte der Künstler zur Zeit der Corinna, J. Wallis' Muse rührt aber jetzt nicht mehr. In der letzten Periode scheint der Künstler wenig mehr gemalt zu haben. Er ging auf Kunstüberungen aus, Der Kunsthändler Buchanan liess durch ihn in Italien, Spanien, Hol- land und Belgien Kunstwerke ankaufen, und dadurch kamen Bil- der ersten Ranges nach England, da Wallis Kenntniss mit Entschlos- senheit und Beharrlichkeit verband. Aus dem Palaste S. Jago in Madrid wanderten die berühmten Murillos, aus dem Kloster Loe- ches die colossalen Rubens nach England. Auch aus den Samm- lungen Alba, Altamira, des Friedensfürsten, und aus Sevilla mach- ten Bilder mit Wallis die Reise. In Madrid kaufte er Correggio's berühmte Vierge au panier, welche eine Zier der k. Gallerie war. Im Jahre 1813 bot er das Bild zu London vergebens für 1200 Pf. St. aus, in der Versteigerung der Sammlung Laperiere zu Paris bezahlte aber Nieuwenhuys 80000 Fr. Bald darauf kam das Bild um die Summe von 38500 Pf. St. in die National-Gallerie zu Lon- don. Der berühmte Landschafter Wallis war in der letzteren Zeit zum Kunsthändler geworden.

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