Waldpartie, verkleinerte Copie der Gräfin Isabella Chotek

Waldpartie, verkleinerte Copie der Gräfin Isabella Chotek, 4.

8/Drei. Blätter mit Dorfansichten, radirt von H. von Maltzahn 1784, qu. 4.

Ueber eine Folge von 6 Landschaften, angeblich von J. Errard, s, Nr. 33 — 38 des Verzeichnisses.

Eigenhändige Radirungen,

A. Bartsch beschreibt 136 Blätter von Waterloo, zuerst in ei- nem eigenen Werke: Auton Waterloo's Kupferstiche, Wien 1705,

und dann im Peintre-graveur II. Vienne 1803. Im Jahre 1843

gab R. Weigel Zusätze zum Peintre - graveur (Supplements au Peintre-graveur), und bald darauf kam J. Heller mit weiteren Nachträgen (Zusätze zu A. Bartsch's le Peintre graveur, Bamberg 1841). In diesen beiden Werken ist Waterloo sehr bedacht, be- sonders bezüglich der Abdrücke, worauf Weigel als Kenner und Kunstforscher sorgfältige Rücksicht nahm. Unter den Catalogen ist besonders jener des Cabinet Rigal (Paris 1817), und der Ca- talog of the select collection of engravings of an amateur, by M. ilson, London 1828, zu nennen. In dem folgenden Verzeich- nisse haben wir in möglichster Kürze vereinigt, was auf der Grund- lage des Peintre graveur zu wissen von Interesse ist. Die mit * he- zeichneten Abdrücke sind Probeblätter, welche äusserst selten vor- kommen und daher nicht als erste Drücke bezeichnet werden können.

  1. Die zwei Bauern in der Allee, Waldgegend, rechts vorn. zwei Tannen, die bis zum obern Rand hinauf reichen. Links oben: A. W. ex., H. 3 Z., Br. 3 Z. 7 L.
  • Ein Probedruck,

I. Wie oben mit A. W. ex. (Arndt 5 Thl. Sternberg 1 Thl.)

M. Mit der Nr. 8 rechts oben am Rande. Diese Abdrücke sind schwach und schlecht.

  1. Das alte Gebäude mit den zerstörten Mauern, und der Durchsicht auf einen Aquaduct. Links vorn Gebüsch, und rechts eine Pfütze. Links oben: A. W. ex. H. 3 Z. 3 L.

I. Wie oben mit A. W. ex. (Arndt 13 Thl).

II. Rechts oben in der Ecke Nr. 7. Schwach und schlecht.

Diese beiden Blätter haben etwas Fremdartiges für Waterloo's Nadel, selbst im ersten Druck.

3 — Folge von 4 Landschaften. H. 3 Z. 90 — 10 L. Br. 4 L. Links oben: A. W. f. (einmal F.), und ohne Nummern. Mit den Nummern 1 — 4, und der Adresse von R. und J. Hentz. Mit den Nummern, aber ohne Adresse. Die Platten wurden auf- geätzt, und bei dieser Gelegenheit die Adresse ausgeschliffen.

Nagler's Künstler - Lex. Bd. XXII., 10

Waterloo , Anton.

Ferne sieht. Rechts am Felsen ein Wanderer. [

gen den Vorgrund im Hohlwege ein Mann mit dem Bündel| am Stocke über der Achsel. . ]

    1. Der kleine Wasserfall, welcher im Vorgrunde sich bil- / det. Zwischen den Felsen und dem Hügel sicht man einen Damm, und am Fusse des hohen Berges Gesträuch, f
    1. Die kleine hölzerne Brücke, Auf dem Hügel treibt ein! Mann die Heerde gegen dieselbe zu. |

7 —- 18) Die Dorfansichten, oder Folge von 12 Landschaften! mit Hütten, Mühlen, Brunnen, Thürmen etc., und Figu-| ren. H.3 Z. 3--5L., Br. 5 Z. — 52Z. 2 . i

Bezüglich der Abdrücke können wir im Allgemeinen nur| sagen, dass ausser den einzelnen höchst seltenen Aetzdrü- cken erste Abdrücke vorkommen, welche durchaus zart er- scheinen, besonders im Machwerk am Himmel. Diese feinen, Linieamente sind in den spätern Abdrücken ausgedruckt, und nur einzelne stärkere Partien stehen geblieben, Auch wur- den die Platten retouchirt (aufgeätzt), und auf mehreren links oben in der Ecke die Nummern verändert. Auf solche Spe-, cialitäten gehen wir unten ein. Ob Ottens, oder ein ande- rer Kunsthändler die Platten erworben habe, ist unbekannt.. Die beigefügten Nr. 1 — 12 beziehen sich auf die ersten Abdrücke, ; '

  1. ı. Die Rückkehr des Fischers, Landschaft mit Gebäuden: und einem nach der Breite durchgehenden Fluss. Längt; der Mauer und vor dem Hause ist der Fischer im Hahn.e.j

Links unten am Rande: Antoni Waterloo fecit et excudit.

  • Probedruck von der geätzten Platte.
  1. Vor der Retouche, 1I. Die retouchirten Abdrücke.
    1. Die Reisenden. Sie kommen zu Wagen vor der Thüre der Herberge am Wege an. Links am Wagen steht ein Bettler, welcher die Rechte auf die Achsel des Knaben legt.

Die Abdrücke wie Nr. 7. - .

“ 9) 3. Der Brunnen mit dem grossen Hebbaume, gegenüber |

der Thüre des Hauses, welches bei dem rechts vorn sich er- hebenden runden Thurme steht. Ausserdem sicht man Fi:| guren, und links vorn Enten am Wasser, Die Abdrücke wie Nr. 7. |

fliegen. An der Mühle steht ein Weib mit dem Bündel| auf dem Rücken, und spricht mit einem Manne und einen | Weibe, die da zusammenkommen. Vor der Herberge nach| dem Grunde sieht man Reisende im Wagen, |

  • Probedruck von der rein geätzten Platte, vor den Kreuz- strichen an den drei genannten Figuren, und an einige| Stellen der Hütten. Auch mit den Bäumen gingen später! Veränderungen vor. " ' I. Die Abdrücke mit den Veränderungen und ohne Retouche, Sehr selten, } /
  1. Jene von der retouchirten Platte.
    1. Die Dorfkirche mit dem Friedhofe, dessen Mauer sich nach dem Grunde zu zieht, Links ist ein Fluss mit zwei

Männern im Kahne, und rechts vorn sitzt ein Weib beim Korbe, . . .

. . Probedruck. Vor den Kreuzstrichen an einem der Män- ner im Kahne. Nach der Bestimmung im Catalog Rigal,

I. Von der vollendeten Platte, und ohne Retouche,

II. Die retouchirten Abdrücke,

    1. Der viereckige Thurm am Flusse, welcher den Vorgrund einnimmt. Auf dem Wasser am Fusse des Thurmes ist ein Fahrzeug mit zwei Männern, und weiter hin sieht man zwei andere Kähne, . . .

. . Probedruck. Vor den Kreuzstrichen oben an den Mauern

des Thurmes und an den Männern im Kahne. Nach der Be-

stimmung im Catalog Rival.

  1. Von der vollendeten Platte, ohne Retouche., Il. Die retouchirten Abdrücke,
    1. Die drei Angler auf der Brücke über den Canal, an dessen Ufern Hütten unter Bäumen stehen, . Probedruck, .
  1. Mit der Nr. 7, . . . Mit der Nr. 11., und retouchirt.
    1. Die vier Bauern auf dem mit Flechtwerk umgebenen Hü- gel, zu welchem ein breiter Weg führt. Im Grunde ein Vieher unter Bäumen, N

. Probedruck. Vor den Kreuzstrichen am Flechtwerk und am Hügel. Nach der Angabe im Catalog Rival. 11. Die vollendeten Abdrücke, ohne Retouche . Die retouchirten Abdrücke.,

    1. Das Fuhrwerk auf dem Wege nach Schevelingen, Es si- tzen mehrere Personen auf demselben, und voraus reiten zwei Männer. Im Grunde zeigt sich Schevelingen mit dem spitzigen Thurm, Links Fahrzeuge auf dem Meere, . .

. Probedruck:

  1. Mit der Nr. 3, und retouchirt;
    1. Die Leiter an der Mauer, welche in den Fluss führt, der die ganze Breite einnimmt. Ein Fischer wirft das Netz aus, und zwei Männer rollen Fässer, In Grunde zeigt sich die Stadt,
  1. Mit der Nr. 10.
  2. Mit der Nr. 3, und retouchirt:
    1. Der Widder, das Schaf und der Bock, im Vorgrunde gegen rechts. Der Kopf des Bockes reicht neben dem Baum- stamm aus der Vertiefung hervor, Links unten am Platten- rande ist der Buchstabe B über dem f, welches durch eine Fischgräte getrennt ist. Bartsch glaubte, dieses Blatt dem Marc de Bye zuschreiben zu müssen, und Rechberger hielt es für eine Arbeit des A. van Boresom. Das Monogramm . bezieht sich aber sicher auf Barent Graat, . . .

Das Blatt trägt die Nr. 11 . . Die Platte ist in Wien noch vorhanden, die spätern schlechten Abdrücke werden aber nicht mehr den Blättern

Waterloo's beigefügt, . .

    1. Die beiden spitzigen Thürme, welche sich im Vorgrunde auf einem Hügel erheben. Am Ufer des breiten Flusses steht ein kleines Fort, und andere Baulichkeiten schliessen sich

an die Thürme an. In der Ferne sieht man vier Fahrzeuge mit Segeln, eine Windmühle und die Thürme der Stadt. I. Mit der Nr. 12. Il. Mit der Nr. 2 an der Stelle der früheren Ziffer.

  1. Der Eingang in das Gehölz links auf der Anhöhe. Recht im Thale steht ein Dorf unter Bäumen, und die Ferne ist schwach angedeutet, da das Scheidwasser nicht durchgrif. Dieses Blatt ist überhaupt für Waterloo zu gering, und kaum für Jugendarbeit zu nehmen. H. 3 Z. 2 L., Br. 5 Z. 3 L.

I. Alte Abdrücke vor der Nr. 12 rechts oben in der Luft, II. Die neueren Abdrücke auf dickes Papier, und mit der Nr. 12. Man legte das Blatt der obigen Folge bei, da die ur sprüngliche Nr. 12. in Nr. 2. geändert wurde. I. Ohne Nr. 12. Die Ziffer wurde bei der Retouche wegge- nommen;

  1. Die Schleuse, Landschaft im Schatten mit hellem Horizont, Links sieht man ein hohes hölzernes Haus, und rechts die Schleuse der Mühle am Wasser. Links oben: A. W. L. H. 3 Z. 5 L., Br. 5 Z. 3 L.

21—32) Folge von 12 Landschaften, links oben von a—m bezeichnet. H. 52 Z. 2—5 L., Br. 32 Z. 5—7 L. Bartsch macht nur auf die späten Abdrücke aufmerksam, R. Weigel bestimmt folgende Varietäten,

I. Auf dem ersten Blatte mit a): Antoni Waterlo fe. et ex.

II. Auf dem ersten Blatte mit a): Antoni Waterlo fe. R. et J. Ottens ex.

III. Auf demselben mit A): Antoni Waterlo fe. et ex.

IV. Auf dem ersten Blatte mit A): Antoni Waterlo fe.

V. Die Abdrücke aus Basan's Verlag. Links steht statt des Buchstabens A: Tom. II., und rechts: Antoni Waterlo fe pag. 250. Diese Bezeichnung bezieht sich auf das Dict. des graveurs de M. Basan. Paris 1780. Diesem Werke wurde das Blatt beigegeben. Die Platten waren bereits stark aus Eckn. erklatt, so dass die feine Nadelarbeit theilweise verschwun- den ist, Auf dem ersten Blatt mit A, wie Ziffer IV: Antoni Waterlo fe, Auf dem Blatte i (Nr. 20) fehlt im ersten Drucke der Name Waterlo's, im zweiten Drucke steht R. und Ottens Adresse darauf, und später wurde statt dieser der Name: A. Waterlo fe., aufgestochen. Die Platten sind alle aufgeätzt, die feine Arbeit in der Luft ist aber nur stellenweise noch sichtbar.

  1. a. Die vier Planken zwischen den vier grossen Bäumen links vorn, erstere einen Zaun bildend. Weiter hin führt eine kleine Brücke über den Canal, und neben dem Orts- anzeiger geht ein Mann mit dem Bündel auf der Schulter, etc. Rechts oben: A. Waterlo fe. et ex.
  • Es existirt ein unvollendeter Probedruck,
  1. b. Die Kirche mit dem Friedhof am Wasser. Am Eingange stehen zwei hohe Bäume, in weniger Entfernung sind zu sehen zwei Figuren. Im Canal ist eine Barke mit fünf Figuren, welche ein Reiter am Stränge fortzieht.

  2. c. Die Hütte auf dem Hügel rechts, mit einem grosser Baume vor dem Zaun. Links am Eingange eines anderer Zaunes gehen zwei Männer, und im Grunde ist ein Haus

150 „ Probedruck, Vor den Kreuzstrichen links am Baum- stamme, und am Hunde rechts. 24) d. Das Dorf mit dem spitzigen Thurme an der See, welche nach rechts gegen den Grund sich ausbreitet. Neben der Kirchhofmauer sieht man zwei Mönche, und im Vorgrunde führt eine Treppe den Damm herab. Der Wind treibt den Regen. 25) e. Die Abfahrt der beiden Schiffer. Sie befinden sich links mit ihren Netzen im Kahne an der Stadtmauer, wo von einem grossen Hause herab die Treppe führt. Rechts vorn steckt eine Stange im Rosengebüsch, ı * Probedruck von der geätzten Platte. 26) f. Die zwei Hühe auf der Fähre, darin drei Männer und der Schiffer. Rechts dem Flusse gegenüber erhebt sich ein Schloss mit Thürmen, und in der Ferne erscheint das Dorf mit der Kirche. Am Rand rechts ist eine Scheune mit spitzigem Dach. ® Es findet sich ein Probedruck vor mehreren Ueberar- beitungen. a 27) g. Der Wanderer am Hügel bei zwei grossen Bäumen. Von der vorderen Terasse aus führt ein Weg nach der Fischer- hütte auf der Hühe, vor deren Thüre vier Figuren zu sehen sind. Links kommt ein Wagen mit einem Reiter heran, und rechts im Grunde zeigt sich die Stadt mit Thürmen und Windmühlen.

  • Probedruck. Das linke Knie des wandernden Bauern ist nicht beschattet.
  1. h. Die Heerde und der Mann zu Pferd auf der Brücke, welche über den Damm führt. Unter Bäumen stehen zwei Hütten, und in der Ferne sieht man das Dorf.
  2. i. Das kleine Dorf, welches sich von rechts nach links dem Grunde zu ausbreitet, im Mittelgrunde unter Bäumen. Neben einer ärmlichen Hütte rechts vorn sitzt ein Mann mit dem Stocke, und links erscheint ein Reiter.
  3. k. Die drei Bauern in Unterhaltung am Hügel ausser- halb des Dorfes. In Mitte des Blattes erhebt sich ein grosser Baum, an welchem sich der Weg hinzieht, an dessen Ende links die Bauern sich niedergelassen haben. In der Ferne breitet sich die Stadt aus.
  • Probedruck. Vor den Kreuzstrichen auf dem Terrain rechts und in der Mitte vorn.
    1. Der kleine Altan auf der Mauer. Dieses Blatt hat viel Aehnlichkeit mit Nr. 25. Links am Wasser ist ein vier- eckiges Haus mit zwei Giebeln. Auf dem hohen Ufer steht ein Weib, und am Fusse der angelehnten Leiter sieht man auf der einen Seite ein Netz, auf der anderen einen Mann im Kahne. In Mitte des Blattes fahren zwei Männer im Kahne. Die Mauer mit dem Altan zieht sich gegen rechts nach dem Grunde zu, wo Hütten und grosse Bäume sich erheben. In der Ferne sieht man vier Fahrzeuge mit Segeln.
  1. m. Die vier Männer auf der steinernen Brücke. Der eine, mit dem Bündel auf dem Rücken, und dem vorauslaufen- den Hunde, richtet seine Schritte nach dem Damm, wo

— 33 — 38.) Eine Folge von 6 nummerirten Landschaften, welche man früher einem unbekannten Jean Errar oder Errard zu- schreiben wollte. Auf dem Blatt Nr. 35 stehen nämlich die Buchstaben J. E. f. und A. W. ex. Allein nur dieses ein- zige Blatt könnte der Zeichnung nach dem Monogrammisti- sten J. E. beigelegt werden, die anderen haben Waterloo's Zeichen und Namen. H. 4 Z. 3 L., Br. 5 Z. 1—5 L.

  • Weigel kennt folgende Abdrücke, welche vor der Re- touche aus dem ersten Blatte zu erkennen sind. Bartsch kennt nur die retouchirten Abdrücke.

I. Mit der Schrift: Antoni Waterloo in et fe. et ex. Es schei- nen auch Abdrücke ohne Nummern vorzukommen.

II. Anstatt der Adresse des Meisters: et ex., jene der späteren Verleger R. et J. Ottens. An mehreren Stellen in der Land- schaft bemerkt man Retouchen.

  1. Ohne Ottens' Adresse, welche weggenommen wurde. Die zwei- ten Abdrücke sind bereits retouchirt; dann aber wurden die Platten ganz aufgeätzt. Da das letzte Blatt der Folge, Nr. 38 äußerst selten ist, wurde das zweifelhafte Blatt bei Bartsch pag. 150 hinzugefügt und mit Nr. 60 versehen. Vgl. Nr. 5.
    1. Die beiden Reisenden im Gehölz mit einem Fluss. Rechts auf dem erhöhten Vorgrunde stehen zwei grosse belaubte Bäume neben einander, und gegen den Mittelpunkt zu steht ein Mann mit dem Stocke vom Rücken gesehen, wie er e- inem andern, der vom Hohlweg herauf auf ihn zukommt, mit der Linken den Weg zeigt. Links sind kleinere Baum- gruppen.

Bartsch kennt nur einen retouchirten Abdruck mit der Schrift links oben: Antoni Waterloo in et f., ohne Ottens Adresse. Im Rigal'schen Catalog wird ein Abdruck ohne Nr. 1 rechts oben angezeigt.

    1. Die Frau auf der kleinen hölzernen Brücke bei einem der links stehenden beiden Häuser. Gegen rechts sind meh- rere Hügel mit Bäumen, und in der Nähe von zweien der grössten steht ein Mann mit dem Bündel neben einem stehenden Weibe. Rechts oben A. W. f., links Nr. 2.
    1. Der Hirt, welcher die Schafherde durch den Fluss treibt. Den Vorgrund bildet ein Hügel, oben mit fünf Bäumen, und der Weg führt zum Flusse herab. In der Ecke oben: J. E. f., links A. W. ex., rechts Nr. 3. S. oben über den Meister J. E.
  • Von diesem schönen Blatte kennt Delalande (Catalogus Rigal) einen ersten Abdruck, wo das Terrain unten rechts und das vordere Schaf nur einfache Strichlagen zeigt. Viel- leicht hat Waterloo die letzte Hand angelegt, und der un- vollendete Abdruck ist einer der seltenen Probedrücke.
    1. Die beiden Knaben mit dem Hunde am Wasser links. waldige Gegend mit drei Plänen. Im Vorgrunde rechts er- heben sich am Wasser zwei grosse Bäume, und links sind die Knaben. Links oben: A. W. f., und Nr. 4.
    1. Die beiden Hirten unter dem Baume. Links vorn sind zwei grosse, und hohle Bäume. Der eine der Hirten sitzt.
  • Im Rigalschen Cataloge ist ein Probedruck erwähnt, wo unten links an der Terasse das Terrain nicht mit Kreuz- strichen bedeckt ist.
    1. Der grosse Baum in Mitte des Vorgrundes. Rechts vorn am Wege sitzt ein Mann mit dem Stocke, und spricht mit einem Weibe. Neben diesem spielen zwei Hunde. Links zieht sich ein Wald hin, und durch die Bäume bemerkt man eine Hütte. Links oben: A. W. f., und rechts Nr. 6.

Dieses Blatt ist äusserst selten, und um die Folge zu er- gänzen, wurde Nr. 30, oder das zweifelhafte Blatt bei Bartsch Pag. 130, eingereiht. Auch zwei neuere Copien findet man von diesem Blatte, die bessere in London, die andere in Wien gefertigt. Die eine ist bezeichnet: A. W. in. — Nr. 6.

  1. Die Hütte beim Scheine des Mondes. Sie steht links am Ufer des Canals, und neben der Thüre erhebt sich ein gros- ser Baum. Gegenüber durchdringt über dem spitzigen Thur- me der Mond die Wolken. Links oben: A. W. f., und rechts Nr. 5.
  • Mit der Nr. 6 rechts oben.
  1. Vor der Nr. 6 rechts oben.
  2. Mit der Nr. 6 rechts oben. Man hatte diese Abdrücke dem seltenen Blatte Nr. 38 substituirt.
  1. Die Nachthelle mit der kleinen Stadt, das Gegenstück zu Nr. 30. Dieses Blatt stellt eine weite Landschaft dar. Im Mittelgrund breitet sich die Stadt unter Bäumen aus, und die Kirche mit ihrem Thurme ragt empor. Weiter hin lie- gen zwei Dörfer, und den Horizont begrenzt eine Berg- kette. Links oben: A. W. ex. H. 4 Z., Br. 5 Z.

I. Ohne Nr. rechts oben. * 11. Mit der Nr. 5 rechts oben.

41 — 46) Folge von 6 links oben nummerirten Landschaften, welche sehr zart radirt sind, so dass selten gute Abdrücke vorkommen, da die feine Nadelarbeit bald ausgedruckt war. Sie sind meistens grau, besonders in den Schatten der Vor- gründe, wo die Lagen etwas verwirrt sind. H. 4 Z., Br.

Die späteren Abdrücke sind retouchirt.

    1. Der Mann und die Frau am Fusse der Eiche, welche sich rechts vorn erhebt. Links vorn steht ebenfalls ein gros- ser Baum, und zwischen beiden führt der Weg hin. Links oben: A. W. f.
    1. Der Mann mit dem Hunde, welcher rechts vorn bei der Eiche am Hügel sitzt. Auf dem Wege führt ein Weib das Kind. Weiterhin Aussicht auf Häuser und einen Thurm.
  • Links oben das Monogramm A. W.
    1. Der Mann im Mantel mit dem Hunde, welcher im Vor- grunde seinen Weg nach links richtet. Rechts vorn ist eine Schenke an der Mauer, und vor der Thüre steht der Wirth bei einem Manne auf der Bank. Weiter hin breitet sich ein Marktflecken aus. Links oben: Antoni Waterloo f.
    1. Die Thüre am Zaune links unter Bäumen. Links vorn erhebt sich ein grosser Baum, hinter welchem das Haus mit dem Zaune sichtbar wird. Rechts sieht man eine alte Bastei. Links oben: A. W. ex., H. 4 Z., Br. 5 Z.
    1. Die kleine hölzerne Brücke von einem Felsen zum an- deren, zwischen welchen der Fluss durchdringt, und einen Wasserfall bildet. Der Hirt treibt die Schafheerde, Der Bauer mit seinem Knaben kommt mit ihm zusammen. Links oben: Antoni Waterloo fe. et in. et ex.
    1. Die beiden Reisenden am Hügel links. Der eine sitzt, und der andere steht neben ihm vom Rücken gesehen. Im Mittelgrunde erheben sich zwei grosse Bäume, und im Hin-

tergrunde zeigt sich die Stadt mit baumreicher Umgebung. Links oben das Monogramm A, W. Eigel kennt einen alten rothen Abdruck, welcher als Curiosum zu betrachten ist. Die späteren Machwerke dieser Art sind schlecht.

47 — 52) Folge von 6 schönen Landschaften, welche nicht häu- fig vorkommen, besonders im guten alten Drucke. Später wurden die Platten aufgeätzt, wobei aber die Lüfte nur noch stellenweise kamen, H.42.7—8L., Br. 5 Z. 5—4L.

    1. Die beiden Eremiten. Auf dem mit Bäumen bewachsenen Felsen steht eine Capelle, und links bei einer grossen Baum- gruppe führt eine kleine Brücke über den Fluss nach dem Festlande. Am Hügel links gehen die Eremiten, Links oben: Antoni Waterloo fe. et in. Probdruck, vor mehreren Ueberarbeitungen mit dem Stichel.
    1. Der Eseltreiber. Er treibt das beladene Thier rechts von der felsigen mit Bäumen besetzten Anhöhe herab, und links am Felsen breitet sich der Fluss aus. Auf dem steilen Ufer links gegen den Grund zu steht quer hin eine Häuserreihe. Rechts oben: Antoni Waterloo fe. et in.
  • Probdruck vor einigen Ueberarbeitungen.
    1. Der schlafende Wanderer am Wege rechts, der sich zu Felsen hinzieht. Den Vorgrund bildet ein grosser mit Bäus- chen und Gesträuch besetzter Felsen, Rechts oben: Antonio Waterloo fe. et in. et ex.
    1. Der breite Fluss mit felsigen Ufern, welcher rechts ei- nen Wasserfall bildet. Links vorn erhebt sich ein hoher Baum und dem Fluss entlang führt der Weg. Fast in Mitte des Blattes sitzt ein Bauer mit zwei Hunden am Felsen. Recht oben: Antonio Waterloo in et ex.
    1. Die Capelle mit der Treppe links auf der Erhöhung. Ge- gen die Halle führt eine hölzerne Brücke über den Fluss, auf welcher eine Figur steht. In Mitte des Hintergrunds sieht man am Berge mehrere Häuser. Links oben: Anton! Waterloo in et ex.
  • Probdruck. Die Felsenmassen, auf welchen die Brücke ruht, zeigen keine Kreuzstriche.
    1. Die Brücke von Planken rechts am Bergwege. Der Fluss theilt sich vorn in zwei Arme, rechts am Ufer erheben sich zwei grosse Bäume aus dem Gebüsche, und auf der Höhe zwischen den Armen stehen vier andere Bäume.
  • Probedruck vor der Grabstichelarbeit.
  1. — 58) Folge von 6 Landschaften, welche Bartsch ohne Nummern vorgefunden haben könnte, da er sie nicht zur Folge vereinigt hat.

Die späteren Abdrücke sind retouchirt, Näheres folgt aber unter der Beschreibung der Blätter.

    1. Der Reisende im Mantel mit dem Hunde an der Waldspitze links. Der Weg führt vom Wäldchen des Mittelgrundes her, und im Grunde rechts theilt ein breiter Fluss das Gehölz von dem Wäldchen. Rechts nach unten: A. W. F. H. 4 Z. 2 L., Br. 5 Z.
  1. Vor den doppelten Strichlagen im Schattentheile links vorn. II. Die retouchirten Abdrücke. Vorn von links nach rechts hin zieht sich eine gleichförmige Schraffirung.
    1. Das von Bäumen umgebene Haus am Rande rechts, und in der Nähe des Flusses. Links am Rande erhebt sich ein grosser Baum, und gegenüber in der Mitte stehen zwei andere Bäume am Wasser. Links unten ausserhalb des Randes: A. W. F. H. 4 Z. 7 L., Br. 5 Z. 3 L.

I. Vor den zweiten Strichlagen, welche vorn gegen rechts und links am Boden, an den Aesten und an den Blättern der Bäume angebracht wurden. II. Das Schilf rechts zeigt sich nicht mehr so deutlich. Es erscheint das vordere von dem hinteren nicht mehr getrennt, wie in den alten Abdrücken.

    1. Der Eingang in den Wald, rechts mit einem Zaun. In der Mitte vorn erheben sich zwei grosse Bäume, und links vorn ist ein Sümpf. Rechts steht ein Bauer an der Oeffnung des Zaunes. Links vorn im Wasser: A. W. F. H. 4 Z. 8 L.,
  • Probedruck. Reine Aetzarbeit, vor der Ueberarbeitung mit der kalten Nadel. Im Vorgrunde ist nur Ein Baum.

I. Mit der kalten Nadel vollendet, mit leichter Anwendung des Stichels. Von klarem, duftigem Ansehen. II. Von der aufgeätzten Platte. Die Arbeit mit der kalten Nadel erscheint rauh, und der Stichel musste viel nachhelfen.

    1. Die beiden Männer am Waldzaun, wo sich die zwei Wege vereinigen. Links am Rande ist eine Hütte, und vorn sieht man eine Gruppe von drei verschlungenen hohen Bäumen. Links unten ausserhalb der Linie A. W. F. H. 4 Z. 6 L., Br. 5 Z. 1 L.
  • Probedruck von der geätzten Platte, nur mit leichter Anwendung der Schneidnadel. I. Vor der Ueberarbeitung der Schattenpartie an der Terrasse im Vorgrunde. II. Diese Stelle mit dem Stichel überarbeitet, und mit Retouchen an anderen Stellen. Die späteren Abdrücke kommen von der aufgeätzten Platte.
    1. Das Gehölz am Wasser, welches fast die ganze Breite des Vorgrundes einnimmt. Die Waldpartie besteht aus drei Massen, und die mittlere Baumgruppe ist die höchste. Rechts vorn in der Ecke erhebt sich ein fast blätterleerer Baum.

In der Ferne rechts reicht der spitzige Thurm aus dem Dorfe empor, Links am Rande: Antoni Waterloo in, et fe. H. 4Z. 5 L., Br. 5 Z.

  • Probedruck von der geätzten Platte, welche nicht mit dem Stichel übergangen ist. Der Baum ohne Blätter rechts vorn hat um zwei Zweige weniger, wie Bartsch II. pag. 142 B. beschreibt. Der eine erhebt sich später aus dem Aste in der Mitte unten am Stamme, der andere, geneigte Zweig, kommt dann unter dem Aste aus dem Stamme. Bei Weigel auf 20 Thl. gewerthet.

I. Mit den genannten Zweigen, und mit der Schneidnadel vollendet.

II. Die retouchirten Abdrücke. Der Stamm rechts mit horizon- talen Schraffirungen bedeckt.

    1. Der schräg gewachsene Baum links vorn, wo sich ein Sumpf ausbreitet. Hinter dem zweiten Hügel steht eine Gruppe von zwei Bäumen. Im Wasser sind die Buchstaben A. W., F. H. 4. Z. 7 L., Br. 5 Z.
  • Aetzdruck im Silberton. Hinter dem Hügel des Mittel-

standes steht am Wasser nur ein Baum, während im vollen- deten Drucke ein zweiter daneben steht. Bei Weigel auf 20 Thl. gewerthet.

50 — 64) Folge von 6 Landschaften, mit a — f. bezeichnet. H. 42Z. 4—7L., Br. 5Z. 2—3L.

I. Die alten Abdrücke, ohne Adresse auf dem Blatte a), und ohne Retouche,

II. Mit der Adresse von R. et J. Ottens auf dem ersten Blatte, mit einigen Retouche,

III. Die Abdrücke von den aufgeätzten Platten, ohne Adresse.

  1. a, Der Mann und die Frau an der hölzernen Brücke, wel- che über den Bach führt, Rechts vorn ist ein Wald mit einer Umzäunung von Planken. Links oben: Antoni Wa- terloo fe.
  • Probedruck mit reiner Aetzarbeit.
  1. b. Der Reisende mit seinem Hunde rechts auf dem mit Bäu- men besetzten Hügel. Vom Mittelgrunde her kommt ein Fluss, und links zieht sich der Wald nach dem Grunde hin. Links oben: Antoni Waterloo fe.
  • Probedruck von der geätzten Platte, ohne Nachhülfe mit dem Stichel.
  1. c. Die drei Knaben rechts am Hügel mit zwei Hunden, wel- che auf dem Wege laufen. Im Grunde unter Bäumen ein Haus. Unten rechts in der Ecke A. W. verschlungen.

  2. d. Die Allee am Walde, welche je vier grosse Bäume bil- den. Auf dem Wege, welcher durchführt, gehen zwei Män- ner nach dem Grunde zu. Am Abhange vorn ist ein Was- serfall. Links oben: Antoni Waterloo fe.

  3. e. Die beiden Reiter, Herr und Dame, rechts vorn. Der Hund läuft voraus, und ein Knabe hintendrein. Links vorn steht ein grosser Baum auf dem Hügel. Links oben: A. Waterloo fe.

  4. f. Die zwei Knaben mit dem bellenden Hunde links vorn am Wege. Auf dem Hügel gegen die Mitte des Blattes stehen vier grosse Bäume, und weiter hin ragt die Krone eines an- deren empor. Links oben: A. Waterloo fe.

65 — 70) Folge von 6 waldigen Landschaften, welche rechts oben numerirt sind. H, 4 Z. 11 L., Br. 5 Z. 5 L. I. Mit der Schneidnadel vollendet, ohne Ueberarbeitung mit dem Stichel, II. Mit der Adresse von R. et J. Ottens auf dem ersten Blatte, und mit dem Stichel retouchirt. Die feine Arbeit hat bereits gelitten. III. Die Abdrücke von den aufgezogenen Platten. Die Adresse ist ausgeschliffen,

    1. Der Mann mit dem Felleisen auf dem Rücken auf dem Wege bei der Eiche. Links auf dem Felsen erheben sich zwei grosse Bäume, und auf dem Hügel sichtbar eine Capelle. Links oben: Antoni Waterloo fe. et in.
    1. Der Hohlweg bei der grossen Eiche, rechts vorn ein sitzender Bauer, vor welchem ein Mann mit dem Mantel über der Achsel steht. In Mitte der Anhöhe des Vorgrundes begegnen sich zwei andere Bauern. Links oben: A. W. f.

Im ersten Drucke ist die grosse Eiche rechts, und der Baumstamm links nicht mit dem Stichel überarbeitet,

    1. Die beiden Alleen. In jener rechts sieht man einen Mann im Mantel, und am Wege vorn sitzt ein Reisender mit dem Krug zu seinen Füssen. Links oben A. W.
    1. Der Mann und die Frau auf dem Hügel bei den drei Bäumen sitzend. Links in der Nähe sieht man die halbe Figur eines Mannes mit dem Stocke auf der Achsel. Links oben A. W. (verschlungen) ex.
    1. Der Bauer mit dem Stocke auf dem breiten Wege, wel- cher nach dem Dorfe führt, welches links unter Bäumen sich zeigt. Rechts auf dem Hügel stehen zwei grosse Bäume.
  • Probedruck. Rechts vorn ist ein Mann zu Pferd, und daneben links ein Bettler. Diese schlecht gezeichnete Gruppe wurde ausgeschliffen, doch bemerkt man in den besten äl- teren Abdrücken noch einige Spuren. Im k. Kupferstich- Cabinet zu München ist ein Probedruck mit der Gruppe.
    1. Das Milchmädchen mit dem Knaben auf dem Wege in einer Waldlandschaft. In Mitte des Vorgrundes ist eine Gruppe von drei großen Bäumen im Dreieck, und daneben führt der Weg vorbei. Die Stadt zeigt sich in der Ferne.
  • Probedruck. Ein solcher befindet sich in der Samm- lung des Arztes Dr. Sträter in Aachen, und gilt als Uni- cum. Auf diesem Blatte fehlt der mittlere Stamm der Baum- gruppe im Vorgrunde. In den schönsten alten Abdrücken ist die Gruppe vollständig, an dem Weibe und dem Kinde bemerkt man aber keine Kreuzstriche. Später wurden diese Schraffirungen angebracht, und dann auch der Stamm der grossen Eiche überarbeitet,

71 — 76) Folge von 6 Gebirgslandschaften, welche selbst in mit- telmässigen Abdrücken selten sind, da die Platten verloren gingen. Es finden sich von Nr. 74 — 76 auch ratte Ab- drücke, H. 4 Z. 2 L., Br. 6 Z. 2 L.

    1. Der doppelte Wasserfall, welchen links ein abfallender Fluss bildet. Das Wasser nimmt die ganze untere Breite ein, und in der Ferne zeigt sich die Stadt. Rechts oben A. W. s.

Waterloo, Antman.

    1. Der dreifache Wasserfall, welcher rechts von der Höhe kommt, wo Häuser am Bassin stehen. Links gegen den Grund zu steht ein Fort auf dem hohen Berge, und auf dem zwischen Felsen durchgehenden Weg sitzt ein Mann und ein Weib im Schatten. Rechts oben: A. W. f.
  1. Der hohe kahle Felsen, welcher sich in Mitte des Blattes erhebt. Vorn am Wege sind drei Figuren, wovon die eine mit der Butte sitzt. Rechts am Ufer des Flusses sieht man mehrere andere Figuren und ein Pferd, und in der Ferne erscheint die Stadt. Rechts oben: A. W. f.
    1. Das Thal mit Felsen und Abgründen, Auf den ersteren stehen Bäume, wovon gegen rechts die höchsten mit der Krone an die obere Linie reichen. In Mitte des Blattes ist die grösste Felsenmasse mit Bäumen auf dem Plateau, und vorn breitet sich ein Sumpf aus. Links oben das Mo- nogramm A. W.
    1. Der grosse Wasserfall zwischen den Felsen. Das Wasser geht nach rechts in den Vorgrund. Links oben: A. W.
    1. Die zwei Hütten links am Berge. Vor der Thür der ei- nen steht ein Mann, und vorn geht ein anderer mit dem Bündel auf dem Wege. Rechts erhebt sich ein grosser be- schatteter Felsen mit Bäumen, deren Krone von der Linie durchschnitten ist. Links oben: A. W. fe.

77 — 82) Folge von 6 schönen Landschaften, welche selten vor- kommen, da die Platten verloren gingen. Es gibt daher keine neuen Abdrücke; die ältesten sind sehr klar im Ton. Diese Blätter sind rechts in der Ecke mit A — F, bezeich- net. H. 5 Z. 6—10 L., Br. 4 Z. 6 —11 L.

  1. A. Das Gebäude mit einer Kuppel auf dem Felsen im Grunde, Vor den Gebäuden zieht sich ein Aquaduct hin, unter des- sen Arkaden ein Fluss abfällt, dessen Wasser bis rechts im den Vorgrund dringt, Auf dem Wege sieht man einen Bauer mit seinem Weibe und den beiden Kindern. In der Mitte oben: Antoni Waterlo fe. et in, ex.

  2. B. Die schiefe Brücke von Holz am Felsen, welche über den Fluss führt, der am Felsen im Mittelgrunde sich theilt und dabei Fälle bildet. Auf der Brücke treibt der Hirt die Schafe, und kommt mit einem Weibe zusammen, welches den Korb auf dem Kopf trägt. Links oben: A. Waterlo fe. et in.

  3. C. Die Mutter mit ihren drei Kindern auf dem Wege. Sie trägt das eine auf dem Rücken, das andere auf dem Arm, und der Bauer mit dem Hunde folgt nach, Der eine der vier grossen Bäume zur Linken setzt die Figuren in Schatten. Links oben: A. W.

  4. D. Die vier Wildtreiber links vorn im Gehölz, und der Ji- ger zu Pferd mit dem Hunde, In der Mitte des Blattes erhebt sich eine grosse Eiche zwischen drei anderen hohen Bäu- men, und im Grunde treibt der Hirt die Schafe. Links oben: A. W. F.

  5. E. Der Hirt mit den Schafen auf der steinernen Brücke. Diese führt über den Fluss, welcher im Grunde links ab- fällt, wo eine hölzerne Brücke über die Cascade führt. In der Nähe steht ein Mann mit dem Stocke auf der Achsel Links oben: Antoni Waterlo fe. et in,

  6. F. Der Hirt mit drei Kühen und vier Schafen. Im Vor-

853 — 858) Folge von 6 Waldlandschaften ohne Nummern. Sie gehören zu den Seltenheiten, da die Platten vernichtet wur- den. Man hat daher nur die guten alten, klaren Abdrücke

von den späteren zu unterscheiden, welche aber nicht mit dem Stichel retouchirt sind. Nur die Schneidnadel hat stel- lenweise nachgeholfen. H. 5 Z., Br. 6 Z. 1 — 5 L.

    1. Die Gruppe von vier grossen Bäumen auf dem Hügel im Mittelgrunde, an welchem der Weg nach dem Grunde führt. Auf diesem führt ein Mann im Mantel das Kind, und das Weib mit dem Hunde folgt nach. Links oben: Antoni Wa- terloo fe. et ex.
  • Probedruck. Der nach links stehende vierte Baum fehlt, durch die Hinzufügung ist aber die Perspektive unterbro- chen. Im k. Cabinet zu München ist ein solches Unicum.
  1. Der Entenjäger mit dem Hunde, links im Vorgrunde am Schilf knieend. Vom Grunde her kommt ein Fluss, dessen Ufer mit hohen Bäumen besetzt sind.
  • Es kommt ein Probedruck vor, wo die Halbtinten mit dem Stichel gekräftiget sind. Man kennt diese Seltenheit an den Kräutern links unten an der Gruppe der vier Bäume des Vorgrundes. Die linke Hälfte vor dem ersten Baume steht tiefer als die andere Hälfte, während in den gewöhn- lichen Abdrücken die Gewächse gleiche Höhe haben, und nach einer Seite sich neigen.
    1. Der Jäger mit drei Hunden, wie er mit dem Hasen auf dem Rücken den Hügel hinaufsteigt. Links auf dem Wege unter der Baumgruppe geht ein Weib mit dem Korb auf dem Kopfe.
    1. Der letzte Wald. Zwischen den beiden hohen Baum- gruppen kommt ein Reiter in den Wald, und am Fusse des Hügels zur Linken kauert ein Mann mit dem Bündel auf dem Rücken. Rechts vorn ist Wasser, und unten das Mo- gramm des Meisters.
  • Es findet sich ein Probedruck, welcher nur ganz leicht mit dem Stichel übergangen ist. Es fehlt der Ast am Baume, welcher links am Rande auf dem Hügel steht. Dieser Ast wurde dann in schiefer Linie über dem Bruche des Stam- mes eingestochen, rechts von den drei Aesten, welche vom Hauptast kommen.
    1. Die Badenden. Der eine schwimmt im Wasser, und an- dere Männer entkleiden sich am Ufer. Im Hintergrunde sieht man die Stadt.
    1. Die ruhende Familie am Waldwege links. Die Mutter sitzt am Hügel, und reicht dem Kinde die Brust. Der Mann sitzt neben ihr, und zu seiner Rechten steht ein Knabe. Im Grunde führt ein Weib auf dem Wege den Knaben an der

— Hand. Links oben: A. Waterloo fe.

86 — 89) Eine Folge von 6 Blättern mit Ansichten von Städten und Dörfern. H. 4 Z. 4 L., Br. 7 Z. 8 — 90 L.

Die alten Abdrücke sind nicht retouchirt, so dass die Grabstichelarbeit nicht störend wirkt. Die späteren Abdrü- cke sind indessen leicht zu kennen, da die Platten aufgeätzt

sind.

wurden, und die feine Schneidearbeit ein roheres Ansehen hat. Die Retouche mit dem Stichel blickt an vielen Stellen durch.

    1. Die beiden Feldwege, welche rechts vorn am Bache en- den. Auf dem Wege, welcher rechts vom Berge herabkommt, geht ein Mann mit dem Hunde. In der Ferne links breiten sich Felder aus, und den Horizont begrenzt eine leichte Bergreihe. Links oben: Antonio Waterloo,
    1. Ansicht einer Stadt (Reenen) mit grosser gothischer Kir- che, Sie breitet sich im Mittelgrund nach links aus. Auf dem Wege in der Mitte vorn geht ein Mann mit einem Bündel auf dem Kopfe, und über den Canal blickt man auf eine weite Ebene. Links oben: A. W. ex. — Dieses Blatt wird gewöhnlich als Titel der Folge ge- nommen.
    1. Das Dorf am Canal mit weiter Ferne. Rechts vorn ist ein Mann mit einem Weibe im Gespräch, und daneben sitzt ein Weib am Boden. Links oben: A. W. ex.
    1. Das Dorf auf dem Hügel mit den alten Mauern oben

rechts. Rechts am Wege, der vom Hügel herabkommt, geht ein Mann dem Flusse zu, und diesseits breitet sich eine weite Ebene aus. Links oben: Antonio Waterloo,

    1. Das Dorf im Thale mit weiterer Ferne, in welcher andere Dörfer erscheinen. Links oben: A. W. ex.
    1. Die Wassermühle, links am Fusse des Gebirges. Auf dem Wege geht ein Mann mit dem Stocke auf der Achsel, und im Grunde links sieht man ein Haus am Berge. Links oben: Antonio Waterloo,

205 — 106. Folge von 12 Landschaften ohne Nummern. Sie ge- hören in Hinsicht auf Composition und Feinheit der Nadel- arbeit zu den schönsten Blättern des Meisters. Auch findet man sie nur selten, selbst im späteren Drucke, da die Plat- ten zu Grunde gegangen sind. Aufgeätzt wurden dieselben nicht, nur mit der kalten Nadel oder dem Stichel sorgfältig retouchirt. H. 5 Z. 2. 5—0 L., Br. 7 Z. 0—0 L. Sternberg 64 Thl., Arndt 12 Thl.

    1. Der Platz vor dem Wirthshause links des Blattes. Mehr- ere Figurengruppen beleben den Platz,
    1. Die Ruinen einer italienischen Stadt. Bei der Brücke sieht man die Schafherde, und an der Fontaine sind vier Männer mit einem Steine beschäftigt. Links oben: Antonio! Waterloo,
    1. Die beiden Brücken. Links auf der Höhe ist das Dorf, und der Fluss kommt vom Mittelgrunde her. Am Hause | links führt eine Treppe hinab. An der unteren Stufe spricht ein Mann mit dem sitzenden Weibe, und in geringer Ent- fernung ist die Brücke. Die andere sieht man im Grunde, wo ein Mann auf dem Wege den Esel treibt. Links oben: Antonio Waterloo in. et f.
    1. Die ruhenden Reisenden auf dem Wege. Der Mann mit dem grossen Korbe sitzt an der Seite des Weibes. In einiger Entfernung geht ein Mann mit dem Hunde nach dem Hintergrunde zu. Rechts auf dem Felsen ist ein grosses Ge- bäude, altes Mauerwerk. Oben links: Antonio Waterloo / in. et f.
    1. Die grosse Wald-Allee am Hügel links, in welcher zwei Männer gehen. Rechts ein Fluss mit Bäumen am Ufer,
    1. Das grosse Thor in der alten Mauer zwischen den Häu- sern. Unter dem Thore steht ein Mann bei dem Weibe, und auf der Treppe trägt eine Frau die Vase auf dem Kopfe, Links auf dem Wege sind drei andere Figuren mit einem Hunde.
    1. Die zwei steinernen Brücken, wovon die eine vom Stadt- thor aus über den Fluss führt, und zwei Reiter trägt. Von der zweiten Brücke in der Ferne sieht man nur drei Bogen.
    1. Die Kuhheerde an der steinernen Brücke. In der Mitte vorn am Flusse lehnen sich zwei Männer an Bäume, und ein dritter steht vor ihnen. Links oben: Antoni Waterlo in. et fe.
    1. Die kleine Mühle im Gehölz. Vor der Thüre steht ein Mann, und eine hölzerne Brücke führt nach dem Hügel gegenüber. Links vorn beladet ein Mann den Esel, und oben steht: Antoni Waterlo in. et fe. et ex. Das schönste Blatt der Folge.
    1. Der Falkenier und der Jäger am Fusse des waldigen Hügels. Rechts bildet der Fluss einen Wasserfall. Links oben: Antoni Waterlo in. et fe.
    1. Die unter den beiden Bäumen ruhenden Jäger mit ihren Hunden. Unter den Bäumen am Flusse sieht man eine Hütte, und nach rechts im Grunde einen Kirchthurm.
    1. Das Waldende am Bach, und das Dorf auf dem Berge. Am Wege sitzen zwei Weiber mit dem Hund, und vor dem Dorfe weidet die kleine Schafheerde. Links oben: An- toni Waterlo in. et fe.
  • Probedruck. In diesem kommen mehrere Stellen vor, welche Waterlo noch überarbeitete. Man kennt diese Sel- tenheit an den beiden Bäumen in der Mitte vorn. Jener zur Linken hat die dürren Aeste nicht, welche in den spä- teren Abdrücken nach unten aus dem Stamme kommen.

107.—112) Folge von 6 schönen Landschaften, links unten num- merirt. H. 8 Z., Br. 10 Z., 4—6 L. Von allen diesen Blättern kommen Probedrücke vor.

    1. Der Eingang in den Wald über die hölzerne Brücke, welche gegen links über den Fluss führt. Im Vorgrunde links ist ein grosser Baumstamm, und weiter zurück stehen zwei hohe Bäume. Rechts in der Ferne zeigt sich ein Dorf, Rechts unten: Antoni Waterlo fe.
  • Probedruck, vor vielen Ueberarbeitungen. Vor den dür- ren Aesten, der eine oben auf dem Baumstamm, der andere oben an dem ersten einzeln stehenden Baume nach rechts.

vor den Wasserpflanzen zwischen dem Schilf und der ersten; der beiden Enten. In den schlechten Abdrücken ist der Baumstamm links am Rande ganz retouchirt, 108) 2. Das Gehölz am Wege mit den verschnittenen Bäumen, in der Nähe der drei grossen Bäume rechts vorn. Links vorn ist eine Partie ähnlicher Schnittlinge. Der breite, Weg geht von der ersten Waldpartie her nach dem Vorgrund über die linke Hälfte desselben. Rechts unten am Rande: Antoni Waterloo fe.

  • Der Probedruck hat eine so zarte Needlearbeit, dass Waterloo dieselbe später nicht durchhin mit dem Stichel in » Uebereinstimmung bringen konnte. Man kennt den ersten Druck an dem Baume, welcher sich in Mitte des Blattes bei der Ecke des Zaunes erhebt. Er hat die kleinen Aeste nicht, welche rechts am Stamme bis zu den kleinen Blättern unten rechts und links an den Wurzeln herabhängen,
    1. Der Mann und die Frau, welche den Bach durchwaten, während ein anderer am Ufer die Schuhe auszieht. Links vorn erheben sich zwei grosse Bäume, und weiter hin ist Gehölz. Links unten am Rande: Antoni Waterloo fe.
  • Probedruck, Vor den zweiten Strichlagen an den heißen | Figuren, am Erdhügel, am isolirten Baume hinter dem sitzenden Manne, und vor den kleinen dürren Aesten oben an dem ersten grossen Baum zur Linken, welche man in den späteren Drücken oben im Blauen bei den Wolken sicht.
  1. Der Bauer mit der Schaufel, welcher mit dem sitzenden Schäfer spricht. Daneben weiden vier Schafe, am Hügel ist Waldpartie, und links im Grunde sieht man eine Gültte unter Bäumen. Links unten am Rande: Antoni Wa- terloo f.
  • Probedruck. Vor den kleinen dürren Zweigen am Ende des ersten Astes des zweiten grossen Baumes rechts, welcher oben nach der Mitte hinreicht, wo der Himmel weiss ist; vor den Kreuzstrichen an dem Stamme mit zwei dürren Aesten rechts vorn, und links auf dem beschatteten Terrain.
    1. Der rufende Mann mit dem Hunde rechts im Walde, Nach dem Grunde zu sieht man einen Mann in halber Fi- gur, welcher nach dem Walde zu geht, der sich über die ganze Breite des Blattes ausdehnt. Links vorn steht ein grosser Baum. Unten steht: Antoni Waterloo fe. — * Probedruck vor mehreren Ueberarbeitungen. Der Mann mit dem Hunde fehlt,
    1. Die beiden Männer im Hohlwege im Walde, der eine in 113 halber Figur, der andere bis an die Brust sichtbar. Der Weg geht rechts von der Höhe herab, und in der Ferne links sieht man die Stadt. Rechts unten: Anton Waterloo fe.
  • Probedruck vor der Ueberarbeitung mit dem Stichel. — 113) Folge von 6 grösseren Landschaften, rechts unten von 1—6 nummerirt, H. 8 Z.53—51., Br. 10 Z.2—8L Es finden sich Probedrücke, welche höchst selten vor- kommen. Zwischen diesen und den Abdrücken von den aufgeätzten Platten, liegen die guten alten Abdrücke, und jene von den schon bedeutend ausgedruckten Platten.

Sternberg 11 Thl. Ackermann 6# Thl. Arndt 6 Thl, Schwarzenberg 3 Thl.

    1. Die grosse Linde vor der Schenke rechts an der Strasse, Auf der Bank unter derselben sitzt ein Mann mit dem Fell- eisen, und ein anderer geht in die Schenke. Auf dem Wege nach dem Grunde zu sieht man einen Reiter mit einem Kna- ben zu Fuss, Links unten am Rande: Anthonius Waterloo “ invenit et fecit.
  • Probedruck. Die Ferne links ist ganz wenig mit dem Stichel überarbeitet. Links im Grunde ist ein Theil des durchschnittenen Terrain nur mit einer einfachen Lage be-

schattet, während in den gewöhnlichen Abdrücken Kreuz- striche den Schatten bilden. Bei Weigel 16 Thl.

    1. Die Bäuerin mit dem Kinde auf der kleinen Brücke links am Gehölz. Im Mittelgrunde sitzt ein Mann mit dem Weibe unter den beiden Bäumen auf dem Hügel. Links unten im Rande: Anthonius Waterloo fecit.
  • Probedruck von der ganz zärt geätzten Platte. Die beiden kleinen Bäume im Grunde rechts am Rande des Blattes haben keine Blätter. Waterloo retouchirte dann die Platte mit der Schneidnadel und dem Stichel, um sie ergie- biger zu machen.
    1. Der Kreuz- und Querweg durch den Wald. Links vorn sind grosse Bäume, und rechts vorn am Wasser erheben sich ebenfalls zwei starke Bäume. Im Hohlwege des Mittel-

grundes geht ein Mann mit dem Bündel am Stocke über die Achsel, und im Grunde sieht man zwei andere Figuren. Links unten im Rande: Anthonius Waterloo invenit et fecit. — * Probedruck von der rein geätzten Platte. Die Figuren zeigen sich nicht.

    1. Der Bauernhof bei Bäumen am Wasser mit einem groß- sen Thor am Zaune. Rechts im Kähne fischt ein Bauer mit der Angel. Links unten im Rande: Anthonius Waterloo invenit et fecit.
  • Probedruck von der geätzten Platte, ohne Anwendung des Grabstichels. Der verstümmelte Baum rechts vorn ist ohne Blätter, und hat nur Aeste, wo der Kahn sich im Wasser zeigt. Gegenüber sieht man oben am Ufer des Was- sers nur zwei Weiden und einen hohen Baum, während sich in den späteren Abdrücken noch ein vierter Stamm zeigt.
    1. Der Reiter beim Zaun rechts am Gehölz. Links zeigt sich ein Kornfeld, und im Mittelgrunde steht zwischen zwei kleineren ein grosser Baum. Rechts vorn reichen zwei verwachsene Bäume bis an den oberen Rand. Links unten im Rande: Anthonius Waterloo invenit et fecit.
  • Probedruck von der schwach geätzten Platte. Der Rei- ter und das Pferd sind undeutlich, so dass eine Retouche mit dem Stichel nothwendig war. Der Name des Künstlers fehlt.
    1. Der schlafende Hirt auf dem Hügel am Walde. Er liegt am Zaune, und in einiger Entfernung weidet die Heerde. Links vorn ist ein hochstämmiger Baum, an welchem der Weg vorbei führt. Links unten im Rande: Antonius Wa- terloo inventor et fecit.
  • Probedruck von der geätzten Platte. Der hohe Baum

119 — 124) Die Capitalfolge der 6 Landschaften in die Höhe.

  • Von Nr. 122 — 123 dieser Blätter kennt man bisher Probedrücke, in welchen nur geringe Nachhülfe mit dem Sticheln zu bemerken ist: Sie sind daher nicht so vollendet, als die gewöhnlichen alten Abdrücke, welche viel kräftiger im Drucke erscheinen, als diese seltenen Ätzdrücke. Gegenüber haben sie einen bewunderungswürdigen Silberton. Weigel werthet Nr. 122 auf 12 Thl. Die Ätzdrücke aus der Rival'schen Sammlung galten 107 Fr. Die gewöhnlichen alten Abdrücke, welche mit dem Stichel zart vollendet sind, werthet Weigel auf 15 Thl. In der Ru- mohr'schen Auktion galten sie 13½ Thl., bei Arndt 6½ Thl. etc. II. Die späteren Abdrücke kommen von den aufgeätzten Platt- ten, und stehen in geringerem Preise. Wüsste man nicht schönere, so würden auch diese Blätter noch für vorzüglich gelten.
    1. Die grosse Mühle, eines der schönsten und seltensten Werke des Meisters. Die Mühle mit Strohdach steht rechts bei Bäumen am Bache. Im Vorgrunde rechts erhebt sich ein grosser Baum. Links am Baume bei der Capelle geht eine Bäuerin mit rundem Hute in Begleitung eines Knaben. In der Ferne sieht man Häuser und eine Windmühle. Rechts unten: A. Waterloo fecit. H. 10 Z. 0 L., Br. 8 Z. 6 L. Arndt 3½ Thl. Hösel 23 Thl. Weigel 14 Thl.
    1. Die beiden Männer und der Hund am Bache. Rechts breitet sich der Wald aus, und links vorn wäscht der Bauer die Füsse im Bache. Rechts neben ihm steht ein Mann mit dem Stocke, und der Hund trinkt aus dem Bache. Links oben: A. W. inv. et fec. H. 10 Z. 2 L., Br. 8 Z. 7 L.
    1. Der bekleidete Mann mit dem Knaben auf dem Stege. Links ist ein Berg mit Bäumen, an welchem der Fluss hinführt. Auf der Brücke gehen die beiden Figuren, und der Hund läuft voraus. In der Mitte unten: A. W. inventor
    1. Die ruhende Mutter mit drei Kindern am Waldwege. Links ist das Dorf, von welchem der Weg herkommt. Unter den hohen Bäumen am linken Rande sieht man zwei Bauern vom Rücken, und gegen rechts bemerkt man die Gruppe mit dem Weibe und den Kindern. Rechts unten in der Ecke: A. W. fec. H. 10 Z. 7 L., Br. 8 Z. 7 L.
    1. Die beiden Reisenden im Walde ruhend. Bei den zwei hohen Bäumen im Mittelgrunde führt der Weg vom her, und dreht sich dann nach rechts. Gegenüber sitzen die zwei Männer am Gebüsch, und zwischen den zwei grossen Bäumen bemerkt man einen Reiter mit zwei Jagdhunden. Links oben: A. W. fec. H. 10 Z. 6 L., Br. 8 Z. 9 L.
    1. Die kleine Brücke über den Bach am Walde. Der Fluss mit Bäumen am Ufer kommt vom Grunde her, und nimmt dann die ganze vordere Breite ein. Rechts am Wasser steht

ein verkrüppelter Baum mit zwei Gipfeln, und drei andere Bäume reichen bis an den oberen Rand. Im Grunde zeigt sich eine Kirche mit spitzigem Thurm. Links unten: A. W. fec. H. 10 Z. 6 L., Br. 8 Z. 8 L.

stellungen, Hauptblätter des Meisters, von 1 — 10 nummerirt.

  • Von Nr. 129 kennt man einen Probedruck von der ge- ätzten Platte, und vielleicht kommen auch von den übr- igen Blättern solche einfache Aetzdrücke vor.
  1. Die alten Abdrücke, welche leicht mit dem Grabstichel über- gangen sind, und in vollkommener Harmonie stehen. Kigal 105 Fr. Arndt 171 Thl. Sternberg 4 Thl. 1 Gut überätzte Abdrücke von weniger Harmonie, welche durch die starke Retouche mit dem Stichel gestört wurde. Weigel 3 Thl. Einsiedel 23 Thl.
    1. Alpheus und Arethusa. Links oben: Antonie Waterloo in. et f. H. 10 Z. 7 L., Br. 8 Z. 9 L.
    1. Apollo und Daphne. Unten rechts am Steine: A. W. F. und links oben: Antonio Waterloo in. et f. H. 10 Z. 8 L.,
    1. Merkur und Argus. Links oben: A. W. in. et f. H. 10 Z. 8 L., Br. 8 Z. 11 L.
    1. Pan und Syrinx. Links oben: A. W. in. et f., und zum zweiten Mal rechts unten im Wasser, H. 10 Z. 71 L., Br. 8 Z. 11 L.
    1. Venus und Adonis in Umarmung. Links oben: A. W. in.
    1. Der Tod des Adonis. Er liegt neben den beiden Hunden. Links oben: A. W. in. et f., H. 10 Z. 8 L., Br. 8 Z. 11 L.

131 — 136) Folge von 6 Landschaften mit biblischen Darstellun- gen. Ohne Nummern, Hauptblätter des Meisters, welche in schönen alten Abdrücken selten vorkommen.

  • In der Rigal'schen Sammlung waren vermuthlich von allen 6 Blättern Probedrücke, oder Abdrücke von den ge- ätzten Platten, bevor Waterloo mit dem Stichel hineingear- beitet hatte. Im Cataloge sind aber nur von drei Blättern bestimmte Angaben. R. Weigel sah nur von Nr. 130 einen Probedruck. Die Blätter bei Rigal gingen um 72 Fr. weg.

Die ersten vollkommenen Abdrücke sind an mehreren Stellen, wo die Aetzung schwach war, mit dem Stichel re- touchirt, und kräftig im Ton. Später wurden die Platten einer weiteren Retouche unterworfen, wodurch die Abdrü- cke ein roheres Ansehen erhielten, und schwärzer wurden. Folgende Preise möchten für die Güte der Abdrücke mass- geltend seyn, doch ist in den Catalogen nicht immer be- stimmt angegeben, von welcher Beschaffenheit die Drucke waren. R. Weigel 30 Thl. Sternberg 16 Thl. Arndt 20 Thl. Rumohr (Nr. 131, 134 und 136) 194 Thl. Schwarzenberg — 16 Thl. 131) 1. Die Abreise der Hagar, Abraham begleitet sie vom Hause weg, und Ismael geht voraus. Rechts unten am Rande: A. W. f. in. H. 10 Z. 9 L., Br. 9 Z. 2 L. 132) 2. Hagar in der Wüste vom Engel auf die Quelle aufmerk- sam gemacht. Unten am Hügel, wo Hagar sitzt: A. W. f. et in. H. 10 Z. 9 L., Br. 9 Z. 1 L. 133) 3. Der Prophet Juda vom Löwen getödtet. In der Ferne der Esel. Rechts unten am Rande: A. W. f. in. H. 10 Z. 9 L., Weigel werthet dieses sehr seltene Blatt auf 5 Thl.

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