Waldherr, Johann, Zeichner, geboren zu Albaching (Bayern ) 1770, war Schüler von Professor Seidel in München, und bereits ein * tüchtiger Zeichner, als er sich mit dem Kunsthändler F. Halm as- sociirte. Später übernahm er die Kunsthandlung , fuhr aber fort, Zeichnungen zu liefern, die in ihrer Art vortrefflich sind. Er zeichnete Bildnisse und historische Darstellungen sehr zart mit schwarzer Kreide. Starb zu München .
Michael Waldmann war 1632 bereits Hofmaler des Erzherzogs Leopold, und schritt 1645 zur zweiten Ehe. Er starb als Hofmaler des Erzherzog Ferdinand Carl von Tyrol. Sein gleichnamiger Sohn war ebenfalls Maler. Von dem älteren Waldmann ist das Hoch- altarblatt bei den Franziskanern in Hall. Andere Bilder sind von beiden Künstlern gemeinschaftlich ausgeführt. In der Sammlung zu Leopoldskron ist sein eigenhändiges Bildniss. L. Heckenauer stach nach ihm die Reinigung Mariä. G. A. Wolfgang stach Theo- sen nach seinen Zeichnungen, so wie ein Denkblatt auf den Arzt Cammerländer.
Caspar Waldmann, der Sohn des jüngeren Michael Waldmann, malte den Plafond der Mariahilfkirche zu Innsbruck in Fresco. In der Spitalkirche daselbst ist ebenfalls ein Frescobild von ihm, und andere Arbeiten dieser Art sieht man im Kloster zu Wiltau. Be- sonderen Beifall erwarb er sich durch seine Darstellung des Gigan- tensturzes im Palaste des Grafen Tannenberg in Schwaz, dieses Ge- mälde ging aber 1810 durch Brand zu Grunde. Auch in der Hof- kapelle zu Brixen, in der Frauenkapelle zu Neustift, in den Schlössern zu Dietheim und Mühlen sind Bilder in Oel und Fresco von ihm. B. Kilian stach nach ihm das Bildniss des römischen Königs Joseph II., und G. A. Wolfgang das Portrait des seeligen Peregrinus. Er starb 1720.
Johann Paul und Joseph Waldmann malten 1711 den Herkules- Saal in der alten Burg zu Innsbruck, und erregten solche Zufrie- denheit, dass man ihnen zu den bedungenen 380 fl. noch 20 fl. Gratifikation gab. Joseph malte auch das Hochaltarbild im Spitale zu Innsbruck, und für Privatpersonen Staffeleibilder. Der Kupfer- stecher Heiss in Augsburg stach mehrere seiner Zeichnungen in Kupfer. Von Bodenehr haben wir ein grosses Blatt in schwarzer Manier, welches die Maria von Weissenstein mit den Ordensstif- tern der Serviten vorstellt. Dieses Blatt hat die Jahrzahl 1741. Bald darnach starb der Künstler. Er war der Meister des Malers J. F. Schor.
Johann Paul lebte in Wien unter Kaiser Leopold, und starb in Prag.
Um 1629 lebte zu Frankfurt ein Kupferstecher Joh. Philipp Waldmann.
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