Waldeck, Friedrich, Zeichner und Maler, machte seine Studien
in Berlin , und unternahm dann eine Reise nach Amerika . Im Jahre 1831 hielt er sich in Mexico auf, wo er mit dem Gouver- nement einen Contrakt schloss, um Palenqua zu bereisen. Er sollte
die Alterthümer des Landes zeichnen, und die Zeichnungen der
Regierung einliefern. Waldeck unternahm die Reise, das Resultat derselben scheint aber dem Lord Kingsborough mehr genützt zu haben, als dem Gouvernement von Mexico. Die Zeichnungen des Künstlers liegen grossen Theils dem Prachtwerke des Lord zu Grunde. Das Ergebniss seiner Reise in Yucatan machte er später in einem eigenen Werke bekannt: Voyage pittoresque et archeo- logique dans la province de Yucatan pendant les annees 1834 — 1836. Paris 1837, ful. Dieses Reisewerk ist dem Lord Kingsbo- rough dedicirt, und kostet colorirt 135 Fr.
Waldeck's Zeichnungen sind von grösster Schönheit, und mi- niaturartig in Aquarell ausgeführt. Die architektonischen Ueber- reste aus der alten mexicanischen Zeit, und die Sculptursachen sind vielleicht von keinem anderen Künstler genauer gegeben wor- den. Die Zeichner für das Werk von Dupaix blieben weit zurück, und auch Nebel kommt ihm nicht gleich. Ein Theil seiner Zeich- nungen ist im grössten Formate, so dass die Sculpturen in Natur- grösse erscheinen. Im Jahre 1846 befand sich der Künstler mit seiner Familie in Paris, wo er, wie überall, seine Reiseerlebnisse mit Münchhausen'scher Virtuosität erzählte.
Waldemann. s. Waldmann.
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