Wael, Cornelis de

Wael, Cornelis de, Zeichner und Maler, geboren zu Antwerpen 1594, war der Sohn des älteren Jan de Wael, und wurde von diesem in den Anfangsgründen der Kunst unterrichtet. Wie lange er später noch in den niederlanden gearbeitet habe, ist unbekannt, man weiss aber, dass Cornelis mit seinem Bruder Lucas nach Italien gegangen sei, und in Genua mehrere Jahre gearbeitet habe. Florio behauptet auch, dass Cornelis zu wiederholten Malen in Rom gewesen sei, aber ohne das Klima ertragen zu können. Dieses lassen wir dahin gestellt, und halten uns an Soprani, welcher von dem Aufenthalte des Künstlers in Genua Kunde hatte. Descamps lässt ihn daselbst 1662 sterben, allein dieser Schriftsteller hat viel- leicht nicht grössere Beglaubigung als Houbracken, welcher be- hauptet, C. de Wael sei noch um 1662 in Rom thätig gewesen. Soprani kennt das Todesjahr des Künstlers nicht.

C. de Wael malte Genrebilder und militärische Darstellungen, besonders Schlachten und Angriffe, in welchen es sehr heftig ger- geht. Der Herzog von Aarschot und König Philipp IV. von Spa- nien erwarben mehrere Gemälde von ihm. Die Gallerie Spinola zu Genua bewahrt Landschaften. In der k. k. Gallerie zu Wien ist ein liebliches Bild von ihm, der Durchgang der Israeliten durch das rothe Meer, kleine Figuren. In der Gallerie zu Cassel sah man einen Marktschreier von vielen Menschen umgeben, und ein zweites Bild, welches zwei raufende Kinder vorstellt, ebenfalls in Umgebung von Menschen. Ein drittes Gemälde dieser Sammlung enthält die Bildnisse des Cornelis und Lucas de Wael, von A. van Dyck gemalt. In der Winklerschen Sammlung zu Leipzig war ein 1654 in Rom gemaltes Bild, welches Reisende vor einer Her- berge zeigt. Die beiden oben erwähnten Bildnisse hat W. Hoefler 1640 radirt. Gaywood copirte dieses schöne Blatt.

Radirte Blätter.

Man schreibt diesem Meister auch Blätter zu, welche sicher und geistreich radirt sind. Es ist indessen nicht nachgewiesen, ob die folgenden alle von ihm herrühren. J. B. de Wael hat einige Blätter nach seinen Zeichnungen radirt. Am Schlusse des Ver- zeichnisses sind Radirungen anderer Meister nach seinen Bildern beigelegt.

  1. Eine Folge von 8 Blättern mit der Dedication: Illmi. D. D. Guilermo van der Straten Venustas hasce imagines C. de Wael amoris ergo dicat. Das Titelblatt mit dieser Schrift stellt einen Brunnen dar, vor welchem sich eine Gruppe von Figu- ren vor dem Nasswerden schützt. H. 4 Z. 3 L., Br. 5 Z. 6 L.
  1. Maskerade, drei Tanzende neben einer Dame.

  2. Die Zigeunergruppe am Feuer.

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