Wadina, Eduard, Maler zu Gent, wurde um 1820 geboren. Es finden sich Genrebilder von ihm, gewöhnlich ländliche Szenen in landschaftlicher Umgebung.
Wächter, Georg. Kupferstecher, s. G. Wächter. Wächter, Georg Christoph und Johann Georg, Medailleurs von Heidelberg , erlernten Anfangs die Goldschmiedekunst , brach- ten es aber in der Folge als Stempelschneider zu Aseben. Der Erstere, geb. 1720, war Schüler von J. Dassier in Genf , und wurde dann 1770 Hofmedailleur in Mannheim. Sein Bruder Johann Georg, geb. 1724, fand in St. Petersburg eine Anstellung, fertigte da Medaillen zur Geschichte des k. russischen Regenten- hauses. Auch Georg Christoph schnitt 1762 in Mannheim schön schönen Stempel zur Krönungsmedaille der Kaiserin Catharina, welche in Joachim's Münzkabinet IV. Tab. 29 abgebildet ist. Von einem der Wächter ist auch die Preismedaille der k. Akademie St. Petersburg, mit dem Bildnisse der Kaiserin von 1765. J. Ver-
hier schnitt dazu den Revers. Im Jahre 1771 wurde Georg Chri- stoph als Hof-Medailleur nach der russischen Hauptstadt berufen, wo die beiden Wächter mehrere Schaumünzen auf die Kaiserin und auf Grosse des Reiches fertigten. Von G. Ch. Wächter haben wir auch eine Medaille auf Voltaiıre von 1760, mit der stolzen Um- schrift: »Il eot aux nations le bandeau de Verreur«, Diese Legende fand Anstoss, und die Censur liess nur wenig Exemplare in die Welt gehen. Im Jahre 1770 wurde daher ein neuer Stempel ge- schnitten.
Diese beiden Künstler starben vor 1780.
Wächter, Georg Friedrich Eberhard von, Historienma- ler, wurde 1762 zu Bahlingen bei Tübingen geboren, und sollte als der Sohn eines Geheimrathes im Leben über dem Künstler ste- hen, wesswegen ihn der Vater auf die hohe Carlsschule schickte. Eberhard musste da fünf Jahre mit den Cameral-Wissenschaften sich herumplagen, bis er endlich einsah, dass er zum Künstler, und nicht zum Beamten geboren sei. Die Zeichenkunst hatte er von jeher mit Vorliebe gepflegt, als Jüngling von 17 Jahren ging er aber nach Paris, um das Malen zu erlernen. Allein die Revo- lution trieb ihn zum Glück bald nach Rom, wo damals Carstens noch lebte, und dieser Meister war es, dessen Fussstapfen Wäch- ter folgte. Er studierte mit ihm die Meisterwerke der alten Kunst, und suchte in den Geist derselben einzudringen. Zahlreiche Com- positionen liefern den Beweis, wie sehr dieses dem Künstler gelun- gen ist. Anfangs liebte er auch vornehmlich antike Gegenstände, Gestalten der griechischen Fabel- und Heroenwelt, und dann auch biblische Charaktere, in welchen sich ein großartiger Gedanke ausprägen liess. Er verdankt es namentlich der Würde und dem Adel seiner Gestalten, dass sein Name schon früh mit Ruhm ge- nannt wurde, und dass er auch noch neben den Meistern jener jüngeren Generation glänzt, welche als die Restauratoren der neueren deutschen Kunst eingezeichnet sind. Wächter übte auf einige sogar einen belebenden Einfluss, besonders in Wien, wohin er sich aus Italien begab, da auch in Rom die Zeitereignisse der Kunst störend entgegentraten. Er bildete in Wien mit Conrad Eberhard den Uebergang zu der nächsten Kunstepoche, und regte besonders einige Schüler Füger's zu einem höheren geistigen Le- ben an. Doch waren es nicht so fast die Gemälde, welche den Meister zu frühem Ansehen verhalfen, sondern vielmehr die Zeich- nungen und Cartons. In diesen Werken spricht sich eine Fülle von großartigen und poetischen Gedanken aus, Geist und Gemüth wird auf gleiche Weise befriediget. Doch behandelte er die Farbe bis auf seine spätere Zeit immer nur als ein untergeordnetes Mo- ment, und auch der Technik widmete er erst in den vorrücken- den Jahren die gehörige Sorgfalt. Mehrere seiner Darstellungen erinnern unwillkührlich an das Basrelief. Sein Streben ging auf Intention, die Darstellung der Idee, den Ausdruck des ihr innen- wohnenden Gedankens. Hierin ist Wächter groß, und von die- ser Seite wird ihm sein Ruhm nicht genommen. Er ist aber lyrischer Natur, erstrebte nie eine grosse dramatische Wir- kung. Das Cholerische ist ihm ferne, und Affekt darf man daher in seinen Compositionen nicht suchen. Daher möchten auch seine späteren, in Färbung und Behandlung vollkommneren Gemälde vielen nicht modern genug erscheinen. Zu seinen früheren Werken gehören ausser einigen mytho- logischen und romantischen Zeichnungen, wie die Scenen aus Oberon, kleine Gemälde mit biblischen Darstellungen, welche in
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