Vries, Paulus Vredeman de

Vries, Paulus Vredeman de, Maler, der Sohn des Hans Vrede- man de Vries, wurde 1554 zu Antwerpen geboren, und von sei- nem Vater unterrichtet, welchem er helfreich zur Seite stand. C. van Mander sagt, dass er für Kirchen, Dome und andere Gebäude perspektivische Darstellungen sehr fleissig in Oel gemalt, und ver- schiedene Länder und Städte besucht habe. In Prag arbeitete er für den Kaiser Rudolph II. C. van Mander erwähnt eines Bildes, welches in Perspektive einen Corridor mit der Durchsicht auf ei- nen Hof vorstellte, und die Bewunderung des Kaisers erwarb, da dieser bei einem Besuche im Arbeitszimmer des Künstlers durch diesen Corridor abgehen wollte. Das Gemälde muss also von gros- ser Ausdehnung gewesen seyn. Immerzeel lässt diesen Künstler sterben, allein er war nach van Mander noch 1604 bei der Herausgabe eines architektonischen Werkes seines Vaters thätig. Seine Werke sind sehr selten, oder sie liegen vielleicht unbekannt in einer Rüstkammer. In der Sammlung des Grafen Sternberg war eine geistreiche, flüchtig aufgefasste Zeichnung, mit der Feder um- risen und ausgetuscht. Sie stellt ein mit Thürmen befestigtes holl- ländisches Stadtthor und eine Brücke dar. Simon Frisius that eine ähnliche Darstellung radirt, qu. 8.

Gestochen nach ihm kennt man fünf Blätter Perspektiven mit den fünf Säulenordnungen, und mit Figuren, welche die fünf Sinne

vorstellen, Just; Sadeler et Hondius excud., qu. fol. Es gibt auch Copien von diesen Blättern. — | . N Dann hat dieser Künstler Theil an einem Werke seines Va- ters: Architectura bestehende in vyf-manieren van Edificien, als ” Thuscana, Dorica etc. 1606, door Henr. Hondius, qu. fol. Viel- leicht gehören obige Blätter in dieses Werk.

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