Vries, Jan Reynout de

Vries, Jan Reynout de, Landschaftsmaler , war Schüler von J. Ruysdael, ist aber ausserdem nur durch eine geringe Anzahl von Gemälden bekannt, welche um die Mitte des 17. Jahrhunderts ent- standen sind. Er malte gewöhnlich einfache Gegenden mit Ruinen, Mühlen, u. s. w. Bilder von gemüthlich ernstem und stil- lichem Charakter. Nur wenige Figuren bilden die Staffage, wenn diese nicht ganz fehlt. Auch Zeichnungen in schwarzer Kreide und Tusch kommen von ihm vor. Die Gallerie des k. Museums in Berlin bewahrt drei Bilder auf Holz von ihm, wovon eine Dorf- gegend mit J. Vries bezeichnet ist. Im Cataloge der Lausberg- schen Sammlung von H. v. Mechel werden ihm sieben Landschaf- ten mit Ruinen und Wasser zugeschrieben, und in jenem des As- sessors Schmidt in Kiel (1800) deren vier bezeichnet.

In eines der beiden Gemälde aus der Gallerie des Cardinals Fesch hatte der Maler Taunay die Herminia bei den Hirten ge- malt; da ihm die Landschaft zu leer schien, und ihm der schöne Sonnenblick nicht genügte. Diese Beleuchtung liebte de Vries, und brachte sie auch zuweilen bei seinen Marinen an. Im Uebrigen sind seine Gemälde meistens im dunklen Tone gehalten. Seine besten Werke beurkunden aber einen seltenen Meister. So kam 1845 zu den drei im Museum zu Berlin vorhandenen Bildern ein viertes hinzu, eine hügelige Landschaft mit Eichen und Vieh, welche von leichtem Impasto und einer so großen Kraft der Färbung ist, dass der Künstler dem J. Ruysdael nahe kommt. Es werden diesem Meister wahrscheinlich auch Gemälde von J. R. Vries zugeschrieben, wenigstens von solchen, welche das Mono- gramm unsers Künstlers nicht genau von jenem Ruysdael's unter- scheiden können. Es besteht aus den Buchstaben JVR., die bei- den ersten Buchstaben so verbunden, dass sie einem grossen Y- ähnlich gleichen. Auf einem Bilde aus dem Cabinet Stein, welches Oester- reich beschrieb, steht die Jahrzahl 1657.

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