Vozmediano, Diego da

Vozmediano, Diego da, Goldschmied in Sevilla , hatte als Künst- ler grossen Ruf, welchen sein Sohn Juan mit ihm theilte. Er fer- tigte 1527 für die Cathedrale ein grosses Kreuz von Bergkristal. und 1528 eine Monstranz mit getriebenen Arbeiten, welche an

Vranckquart, s. Franquart. Vrancx, Sebastian, Maler, war nach der gewöhnlichen Angabe der Sohn des alten Franz Franck, scheint aber nicht zu der Fa- milie Franck zu gehören, weil die Mitglieder derselben im Ver- zeichnisse der Bruderschaft des heil. Lucas zu Antwerpen immer Francken und nie Vrancx sich nennen. Er selbst wurde 1612 als Mitglied eingetragen, was einen sicheren Anhaltspunkt gibt. Die Annahme, dass der Künstler 1573 zu Antwerpen geboren wurde, ist willkürlich, und scheint auf der Aussage des A. van Mander zu beruhen, welcher nur bemerkt, dass Vrancx, der Schüler des Adam van Oort, ungefähr 31 Jahre alt sei. Die erste Ausgabe seines Werkes erschien 1604, und zieht man 31 Jahre ab, so ergibt sich, dass Vrancx vor 1573 geboren wurde, da zur Zeit, als A. van Mander die Nachricht über den Künstler niederschrieb, das Ma- nuscript noch nicht vollendet war. Dieser Schriftsteller sagt, dass S. Vrancx schöne Landschaften, Pferde und historische Bilder (Beelden) gemalt habe. Es kommen aber auch Jagden, Schlachten, Kostümstücke und eigentliche Genrebilder von ihm vor. Einige seiner Werke erinnern an Italien , wo er um Landschäften und Alterthümer zeichnete, so wie Ansichten von Rom . Seine Zeichnungen sind mit der Feder und in Bister, einige in Aquarell ausgeführt. Die Gemälde sind überallhin zerstreut, und theils ver- schollen. Descamps sah in der Carthäuser Kirche zu Brüssel zwei biblische Darstellungen von ihm. Zu wiederholten Malen stellte er das berühmte Duell zwischen dem Lieutenant Lackerbeetken und Briant (1600) in Gemälden dar. An diesem Zweikampf nah- men auch viele andere Offiziere Theil, so dass er als eine kleine Reiterschlacht zu betrachten ist. Im Grunde sieht man Herzogen- busch. In der k. k. Gallerie zu Wien ist eine innere Ansicht der Jesuitenkirche in Antwerpen, mit vielen Figuren und dem Altar- bilde des Rubens, welches Ignaz vorstellt, wie er die Besessenen heilt, bezeichnet: S. Vrancx, H. 11 F. 8 Z. Ein zweites Gemälde des Künstlers in dieser Gallerie zeigt eine Landschaft mit Kriegs- Söldnern, welche Reisewägen plündern, kleine Figuren auf Holz. In der Gallerie zu Dresden wird ihm ein kleines Bild der Versu- chung des heil. Anton zugeschrieben. Das Monogramm VS., wel- ches darauf vorkommt, ist jenes unsers Künstlers, aber von neuer- er Hand beigefügt, so dass die Angabe zweifelhaft bleibt. In der Gallerie zu Schleissheim sind ebenfalls zwei kleine Bilder, welche die vier Elemente vorstellen. Die Gallerie zu Gotha besitzt mehr- ere Schlachtbilder, und in der Hausmann'schen Gallerie zu Han- nover sind die Werke der Barmherzigkeit 1608. Das Todesjahr dieses Künstlers ist in den meisten Werken ent- weder gar nicht, oder falsch angegeben. Einige Schriftsteller las- sen ihn 1609 sterben, 38 Jahre vor seinem Ende. Immerzeel (De Levens der holl. en flam. Schilders etc.) sagt, dass der Künstler 1647 als Quartiermeister und Capitän der Bürgerwacht zu Antwer- pen gestorben sei. In der Carmeliterkirche daselbst ist sein und seiner Frau und Tochter Begräbniss. Die drei Bildnisse, welche sein Monument zieren, sollen von ihm selbst gemalt seyn. A. van Dyck hat ebenfalls sein Bildniss gemalt, welches durch den Stich von S. A. Bolswert bekannt ist. Der Herzog von Buccleugh besitzt das Original.

4 Der arme Lazarus im Hause des reichen Prassers. Composition von 47 Figuren. Sebastianus Vranex Inue. J. Maetham sculp. et excud. H. 14 Z. 11 L., Br. 19 Z. 8 L.

Christus bei den Jüngern in Emaus, Composition von 10 Fi- guren. Die Scene geht im Grunde eines italienischen Gasthofes vor. Im Vorgrunde sind mehrere Gruppen von Trinkern, Spielern, und ein Pferd an der Tränke, S. Vrancx Inuentor. J. Matham sculp, et excud. 1606. Das Gegenstück zu obigem Blatte. Die späteren Abdrücke haben keine Jahrzahl, aber die Adresse von Joh. Hondius.

Der Sturz des Paulus, Composition von 28 Figuren, und En- gel. Sebastianus Vrancxus inuen. Phls. et Jo. Turpin exc. Rom, 1507: Mit Dedication des Stechers Ph. Thomassin an Oliverio Ra- zalio. H. 15 Z., Br. 20 Z. 2 L.

Die zweiten Abdrücke haben die Adresse von Calistus Fer-

y Yantus,

Die Magdalena vor dem Putztische, eine reichgeputzte Hol- Jländerin. Im landschaftlichen Hintergrunde erscheint sie als Büs- serin. P. de Jode sc, et exc., kl. fol.

Der Stolz und die Demuth, zwei Blätter von C. Galle, kl. fol.

Variorum Gentium ornatus. Trachten von Männern und Frauen verschiedener Nationen des 16. Jahrhunderts, 12 Blätter, mit Grup- pen in Landschaften. P. de Jode sc. et exc., kl. fol. C

Das berühmte Duell des Lieutenant Leckerbeetken bei Her- zogenbusch am 5. Februar 1600 mit 21 Reitern zu jeder Seite, Mit Dedication des Kupferstechers Michel Snyders an Baron von Grob- bendoncq, Gouverneur von Herzogenbusch, Seltenes Blatt, qu. fol.

Dieselbe Darstellung. C., Visscher excudebat, qu. fol.

Der Fastnachtsbruder. J. Schmid sc. Viennae, kl. fol.

Die verlarvte Alte, Id, sc., kl. fol.

Diese beiden glänzend gestochenen Blätter enthalten Gruppen in halben Figuren.

Das Innere einer gothischen Kirche, nach dem Bilde im Belvedere zu Wien. Prenner fec, kl. qu. fol.

Dieselbe Darstellung, im Galleriewerke von S. v. Perger bei Haas in Wien.

Schöne Landschaften mit vielen Figuren, die Monate darstel- lend. Matthaeus Merian fecit. B. Caymox exe, qu. fol.

Das Campo vaccino in Rom. Im Vorgrunde viele Figuren, darunter die Atlantiden mit dem geheimnissvollen Korb der Mi- nerva, in der Luft Merkur, J. Matham sc.. et exe,, gr. fol.

Landschaft mit einer Brücke, Gegenstück bei Antwerpen: Tot Ant- werpen. W. Hollar fec. C. Galle exc., kl..qu. fol.

Felsige Landschaft, S. Vrancx.inv. In der Weise von R. Sadeler gestochen, kl. qu. fol.

Plan Ansicht von Osterhuys. W. Hollar sc, C. Galle exc., kl qu. fol.

Kleine Landschaft mit Ruinen, Titel zu einer Folge: Ruinae aliquot sive Antiquitatis Romanae monumenta, W. Hollar fec, 1640 Qu. 12.

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