Voys, Ary de

Voys, Ary de, Maler, wurde 1641 zu Leyden geboren, und von N. Knüpfer in den Anfangsgründen unterrichtet, bis er in die Schule des Malers Abr. van den Tempel trat. Ary (Heinrich) muss schon früh im Zeichnen große Übung erlangt haben, wenn er jener A. de Voys ist, von welchem Rathgeber (Annalen der nie- derländischen Kunst, S. 124) eine Zeichnung von 1649 erwähnt, deren Schönheit aber fast einen älteren Künstler vermuten lässt, wenn nicht de Voys selbst früher geboren wurde, als man gewöhn- lich angibt. Er kam indessen als Maler früh zu Ansehen, da er fleissig nach der Natur studirte, und eine höchst geistige Manier sich anzueignete. Er malte Porträts , Historien, Genrebilder und Landschaften . Diese Bilder sind zart ausgeführt und von großer Klarheit und Wärme der Färbung. Doch sind seine Werke selten, da er sich nach seiner Verheirathung einem schwelgerischen Leben ergab, und dreizehn Jahre von dem Vermögen seiner Frau zehrte. Endlich war er gezwungen, die Palette wieder zur Hand zu neh- men, und nach kurzer Übung stand er wieder auf der Höhe sei- ner Kunst. Seine Bilder sind immer schön und geistreich, meister- lich im klaren Tone durchgeführt. Sie wurden daher von jeher theuer bezahlt. Auf der Auktion des Braamcamp'schen Cabinets galten seine kleinen Stücke 3—400 fl. Eine Landschaft mit einem Jäger, der mit dem Hunde am Fusse eines Baumes sitzt, wurde um 1200 fl. für die Galerie im Haag angekauft. Im Museum zu Amsterdam ist ein schönes Gemälde mit Fischern. In der Galerie des Grafen F. de Robiano zu Brüssel waren bis 1835 zwei vortreff- liche Bilder von diesem Meister, das Portrait eines Mannes mit

Das Todesjahr dieses Künstlers ist unbekannt. Gestochen nach ihm kennen wir folgende Blätter:

Den Kaufmann in seinem Cabinet, nach dem Bilde im Louvre, gest. von Abram, Musce Napoleon, fol.

Ein holländischer Soldat. Ary de Vois pinxz. A. H. Riedel fec. Schön radirt, 4. ;

Die halbe Figur eines Mädchens mit der Rose in der Hand. W. Verschuring fec. 1686. In schwarzer Manier, 4.

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