Voubert, Remy

Voubert, Remy, Zeichner und Kupferstecher , stammt nach

Florent le Comte aus Troyes in der Champagne , und spätere Schriftsteller lassen ihn zu Paris geboren werden, wo S. Vouet sein Meister war. Poussin spricht in seinen Briefen an M. de Chanteloup von ihm wie von einem Freunde, woraus man schliessen kann, dass Vouibert lange Zeit in Rom lebte. Daselbst erscheint er sicher 1635, im Jahre 1630 und 1643 dürfte er aber in Paris gearbeitet haben, wie aus den Daten seiner Blätter erhel- let. Näheres lässt sich über ihn nicht bestimmen.

Robert-Dumesnil, P. gr. fr. II. 10 ff. beschreibt 20 radirte Blätter von ihm. Einige sind sehr zart behandelt, und haben viel Ähnlichkeit mit jenen von F. Perrier, in anderen sind die La- yen breiter und bieten ein grösseres Korn. In solchen Darstel- lungen erinnert er an P. Scalberge. Die Preise der Blätter sind nicht hoch, da Weigel keines über 4 Thlr. werthet.

*) Einige nennen ihn Wibert oder Wybert, auf seinen Blättern steht aber gewöhnlich Vouibert. 4

  1. St. Paulus heilt in Ephesus einen Besessenen. In umbra tua vivemus in Gentibus. Remy Vuibert inu. et sculp. Pa- risiis 1630. Cum Privil. Regis. H. 12 Z. 2 L., Br. 10 Z. 3 L.

3—16) Die allegorischen Figuren, welche Rafael im Vaticano gedruckt hat, 14 nummerirte Blätter. Rafael Urbinas Pinxit Romae in Vaticano. Remigius Vuibert sculpsit Romae Su- perior. licentia 1635. H. 7 Z. 2—4 L., Br. 4 Z. 6 L.

. Prudentia, 2. Innocentia, 3. Moderatio. 4. Evangelium. 5. Fortitudo, 6. Sapientia. 7. Aeternitas, 8. Ecclesia. 9. Cha- ritas. 10. Paupertas. 11. Comitas. 12. Justitia. 13. Fides. 14. Pax.

I. Vor der Schrift,

II. Mit der Schrift, aber ohne Nummern.

III. Mit Schrift und Nummern, und den Eckwinkeln.

IV. Die Winkel abgerundet.

  1. Adam und Eva. Rafael Urbinas Pinxit Romae in Vaticano. Remigius Vuibert Gallus sculpsit An. 1635. Romae Superior licentia. H. 8 Z. 9 L., Br. 6 Z. 8 L.

I. Mit den Eckwinkeln.

II. Die Ecken abgerundet.

  1. Das Urtheil Salomon's. Rafael Urbinas Pinxit Romae in Vaticano. Remigius Vuibert Gallus sculpsit An. 1635. Romae Superior. licentia. H. 8 Z. 9 L., Br. 8 Z. 8 L.

I. Mit den Eckwinkeln. II. Dieselben abgerundet.

  1. Die göttliche Vorsehung als Leiterin der Weltangelegen- heiten. Rafael Urbinas Pinxit Romae in Vaticano. Remi- gius Vuibert Gallus sculpsit An. 1635. Romae Superior li- centia. H. 8 Z. 9 L., Br. 6 Z. 9 L.

I. Mit den Eckwinkeln. II. Dieselben abgerundet.

  1. Apollo und Marsias, Rafael Urbinas Pinxit Romae in Vati- cano., Remigius Vuibert Gallus sculpsit. An. 1635. Romae Superior, licentia. H. 8 Z. 8 L., Br. 6 Z. 9 L.

I. Mit den Eckwinkeln.

II. Dieselben abgerundet.

  1. Diana und Endymion, Er schläft, und Diana nähert sich ihm. Nach Dominichino ohne Namen des Stechers. Im Rande sechs Verse. Quae toties in tacta Deos —. Chartres exc. H. 9 Z. 6 L., Br. 7 Z. 2 L.

I. Vor den Versen, und mit den Namen des Malers und des Verlegers,

II. Wie oben mit der Schrift,

III. Mit Mariette's Adresse.

  1. Pan und Diana, nach Dominichino. Im Rande sechs Verse: Hic satyrus castae correptus amore Diana —. Ohne Namen des Stechers. Chartres exc. Cum priv. H. 9 Z. 10 L., Br.

Die Abdrücke wie oben Nr. 21.

  1. Latona mit ihren Kindern Apollo und Diana, nach Domi- nichino. Im Rande sechs Verse: Exulerat quendam Latona —. Ohne Namen des Stechers. Chartres exc. Cum priv. H. 12 Z. 3 L., Br. 8 Z. 3 L.

I. Wie oben. * II. Mit der Adresse von Mariette.

  1. Agamemnon im Begriffe die Iphigenia zu opfern, nach Do- minichino. Im Rande sechs Verse: Cum foret immitti jam- jam mactanda Diana —, Ciartres exc. Cum priv. H. 8 Z.

Die Abdrücke wie Nr. 24.

26). Die Marter des heil. Andreas, Quaeritur Andreas cur sit ‚tot verbera — —. Dominichin in et pin. in Roumae Remy Vuibert fecit. Garnier exc. avec priuil. re. christ. H. 11 Z. 2 L., Br. 14 Z. 6 L.

I. Wie oben. II. Mit der Adresse von H. Bonnart,

III. Ohne Adresse.

  1. Die Taufe des heil. Paulus, oder dessen Weihung durch Ananias. Esq. Petrus Berretinus Corton., Pinxit. Ohne Na- men des Stechers. H. 13 Z. 8 L., Br. 9 Z. 4 L.

  2. Die Begräbniss Christi, Possuerunt eum in monumento suo nouo. — Il Poussin Inue. R. V. sculpsit Parisiis 1643. Cum Priuil. Regis Christ. H. 10 Z. 7 L., Br. 14 Z.

  3. Der heil. Andreas, Statue von F. Fiamingho. Marmoream Apostoli Andreae statuam — in templo Vaticano facturus Franc. Querectus (Quesnoy) — — ex argilla gypsoque po- suit. An. Sal. MDCXXIX. super. Permissu. Pl. 14 Z. 9 L., Br. 10 Z. 7 L.

a Nachtrag.

Robert Dumesnil glaubt, der Künstler werde von einigen Schriftstellern irrig Wibert genannt, wir finden jedoch Blätter unter diesem Namen angezeigt. Füssly jun. kennt aber einen Maler Ro- bert Wibert aus der Champagne, nach welchem Chauveau eine Anbetung der Hirten Laetoc en hat. Dieser Wibert dürfte jedoch von unserm Remy Vuibert kaum zu unterscheiden seyn. Die bei- den folgenden radirten Blätter bewiesen demnach gegen Robert- Dumesnil, da statt Vuibert auch Wibert geschrieben steht.

  1. Diana oder Luna auf dem Wagen, nach einem der Bilder Rafael's in der Sala Borgia im Vatikan. R. Wibert f., 4. Dieses Blatt gehört wahrscheinlich zu einer Folge der sieben Planeten.

  2. Moses im Nil gefunden. Wibert juven. et sculp. 1640, qu. fol.

  3. Der Erzengel Michael im Kampfe mit dem Dämon, nach G. Reni, fol.

Dieses Blatt erwähnt Bönard im Cabinet Paignon Dijon- val, Robert-Dumesnil konnte es aber nicht finden.

Vulcanius scheint ein alter etrurischer Künstler von Veji zu heißen,

der zur Classe der Bildner in Thon gehört. Sein Name erhellet aus einer corrupten Lesart des ältesten Codex des Plinius in Bam- berg, dessen 5 letzte Bücher H. v. Jahn verglichen und sie als Beilage der Ausgabe von Sillig gegeben hat. In der Ausgabe des Jetzteren steht nähmlich C. 12. p. 43. $. 147. „Praeterea elaboratam hanc artem (plasticen) Itahae et maxime Etruriae Turianumque a Fregellis accitum, cui locaret Tarquinius Priscus effigiem Jovis in Capitolio dicandam. Fictilem cum fuisse et ideo miniari

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