Vinkel, Therese Emilie Henriette

Vinkel, Therese Emilie Henriette, aus, Malerin, ge- boren zu Weisenfels 1784, war die Tochter eines chursächsischen Offiziers, widmete sich mit Vorliebe der Musik und Malerei, und brachte es in beiden Fächern zum Ruhme. Sie spielte die Harfe mit Virtuosität. Dann fertigte sie Copien in Öl nach berühmten Malwerken in der Gallerie zu Dresden, und im Central-Museum zu Paris, wo die Künstlerin von 1807 – 1815 verweilte, und von David begünstigt wurde. Unter ihren Copien rühmte man den Tag nach Correggio, die heil. Magdalena nach demselben, die Madonna della Sedia nach Rafael, Christus mit der Dornenkrone nach G. Reni, die heil. Familien (le Silence) nach Rafael und A. Carracci, das Noli me tangere nach demselben, die Tamburin- spieler nach Tizian, die Madonna mit dem Kinde nach Geminiani, die Madonna mit dem Kinde nach Palma jun., die Herodias und die heil. Cäcilia nach C. Dolce, das Bildniß Rafaels in jungen Jahren, die Söhne des Rubens und dessen zweite Frau, das Bild eines Kriegers nach van Dyck, das Porträt Napoleon's nach Le Breux etc. Auch mehrere schöne Bilder von G. Kügelgen copirte sie, und noch weiter die heil. Familien nach L. da Vinci und Michel Angelo, Johannes in der Wüste als Prediger nach Domini- chino, den Evangelisten Johannes und die heil. Catharina und St. Barbara nach Rafael, den Heiland mit Maria in der Glorie nach J. Stella, den Kopf des heil. Andreas nach Giulio Romano u. s. w. Die Copien dieser Künstlerin belaufen sich an fünfzig, und viele darunter sind mit grösster Treue behandelt,

Im Jahre 1827 zeichnete der Hofmaler Vogel von Vogelstein in Dresden ihr Bildniß. Dass sie auch belletristische Schriftstel- lerin ist, bemerken wir nur nebenbei.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_bly19Wlc3NgC