Veckmanni Nicolaus, — Wedel , Jeremias. die Farben verschmelzen wie durch den Pinsel aufgetragen. Unter seinen kleineren Arbeiten nennen wir die Löpfe von Plato und Aristoteles, welche miniaturartig vollendet sind, so dass der Pinsel Haare und Bart nicht viel weniger malen kann. Von ausgezeichnet- ter Schönheit und Farbenpracht ist ein Hahn nach Hondekoeter, Das bunte Gefieder ist bewunderungswürdig nachgeahmt. Ein an- deres kleines Bild stellt den Isaaksplatz mit der Brücke, der Mar- morkirche und anderen Gebäuden dar, alles in der Zartheit eines Miniaturgemäldes. Eine zweite Ansicht des Lustschlosses Jelagin mit Bäumen gleicht in geringer Entfernung einem brillanten Ölgemäl- de, aber bei voller Harmonie der Farben. Auch die Peterskir- che in Rom stellte er in Mosaik dar. Dann findet man von ihm kleine Landschaften mit Scenen aus dem russischen Volksleben, Thierstücke, einzelne Figuren, Köpfe etc. Einige bilden Blätt- chen für Tabatieren. Im Hamburger Correspondenten 1837, und in der Berlinischen Zeitung 1839 Nr. 105, ist eine ausführliche Würdigung der Copie der Transfiguration, mit einigen biographi- schen Nachrichten von Dr. M. Langenschwarz. Letzterer hatte das Gemälde gesehen, und war von der Schönheit desselben begeis- tert. Weitere Nachrichten verdanken wir dem Fräulein Doris Lembke, der Tochter der Malerin Eleonora Lembke, geb. von Lebrecht. Diese Dame lebt jetzt zu Tiflis in Grusien. Durch ihre Güte sa- hen wir zwei der oben erwähnten kleineren Bilder, die Ansichten des Isaaksplatzes in Petersburg, und des k. Landhauses Jelagin. Diese wunderschönen Arbeiten rechtfertigen das Lob des Dr. Lang- enschwarz, und brachten uns zu der Ueberzeugung, dass Weckler in seiner Kunst unerreicht dastehe.
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