Vollevens, Johannes. — Vollmann

Vollevens, Johannes. — Vollmann, Joh. Lor. Meister , Er malte Landschaften mit Figuren und Thieren. Manchmal brachte er biblische Staffage an, so wie Gebäude und Ruinen. In seinen besten Arbeiten steht er seinem Mitschüler Dietrich wenig nach, Starb zu Dresden 1769 im 61. Jahre, G. M. Heilmann stach eine Landschaft nach ihm, qu. 4. } Ein anderer Künstler dieses Namens war um 1778 Zeichenmeister einem Gymnasium zu Breslau . Vollevens, Johannes, Maler, geboren zu Gertnidenberg 1640 war Schüler von Nicolaus Maas, und stand dann acht Jahre unter Leitung des Jan de Baan, welchem er Draperien und Beiwerke maltte, und auch Bildnisse copirte. Von 1672 an arbeitete er als selbstständiger Meister, und malte von dieser Zeit an eine Menge von Bildnissen, welche noch immer an die gute holländische Schule erinnern. Zu seinen früheren Portraiten gehört jenes des Prinzen von Curland, welches so schön befunden wurde, dass sich alle Offiziere seines Regiments von Vollevens malen liessen. Auch den Grafen von Nassau, und viele andere hohe Personen malte er. Das Familienbildniss des englischen Gesandten Scheltan hat lebens- grosse Figuren, Vollevens starb im Haag . Bei van Gool und Descamps findet man sein Bildniss, Vollevens, Johannes, der Sohn des Obigen, wurde im Haag 1635 geboren, und hatte ebenfalls als Bildnissmaler Ruf. Er war Hofmaler der Prinzessin Staathalterin von Ostfriesland , der Wittwe des Jan Willem von Oranien. In Stadeck sind die Bildnisse dieser Für- stin und ihres Hofes von ihm gemalt. Er malte aber auch noch viele andere hohe Personen, da Vollevens als van Dyck seiner Zeit galt. Im Jahre 1735 wurde er Mitglied der Akademie im Haag, und 1748 Decan derselben. D. Coster hat das Bildniss des Theo- logens L. T. Pielat nach ihm gestochen, fol. Sein eigenes Bildnis findet man bei van Gool 11. B. Vollgold, Friedrich Alexander Theodor, Erzgiesser, Model- leur und Ciseleur zu Berlin, wurde um 1790 geboren; und an der Akademie daselbst herangebildet. Er machte reissende Fortschritte, besonders im Modelliren, so dass er zuletzt diese Kunst zur Haupt- aufgabe seines Lebens machte. Als Graveur lieferte er viele Stem- peln zu Verzierungen für Gold- und Silberarbeiter, wozu er junge Künstler heranbildete. Dann finden sich Basreliefs, Büsten, Sta- tuetten, Figuren verschiedener Art, und Thiere von ihm, theils in Modellen, theils in Erz und Eisen gegossen. Er modellirte viele Bildnisse nach dem Leben, selbst jene des Königs, der Königin, des Prinzen von Preussen, und anderer hohen Personen. Die Bü- sten der königlichen Familie kommen auch in Eisen gegossen vor, ungefähr lebensgross. Vollgold ist Modellmeister der k. Eisen- giesserei, und seit 1843 auch Mitglied der Akademie in Berlin. Vollmann, Johann Lorenz, Landschaftsmaler, geboren zu Mühl- hausen in Thüringen 1767, widmete sich auf der Universität in Halle der Theologie, machte aber auch in der Zeichenkunst solche Fortschritte, dass ihm als Prediger der Magistrat von Mühlhausen die Einrichtung einer Zeichenschule anvertraute. Er malte Land- schaften in Wassertarben und in Oel, besonders Ansichten um Mühlhausen. Starb um 1820.

1810 mehrere Preise erhielt, sollte als Geschenk der Eidgenossen

das Rathhaus in Stanz zieren; es wurde aber so viel hin und her geschrieben und gesprochen, dass sich die Sache sehr in die Länge zog. Lips hatte inzwischen das Bild in Kupfer gestochen. Vollmar malte auch noch mehrere andere historische Darstellungen in Oel, besonders aus der Schweizergeschichte; den grössten Theil seiner Werke machen aber die Landschaften in Gouache aus, welche fortwährend eine Erwerbsquelle des Künstlers waren. Doch fin- den sich auch Landschaften in Oel. Die Bilder dieser Art haben viel Poesie in der Auffassung, und sind von grosser Wirkung, nur vermisst man in einigen jenen zauberischen Luft, den die immer bewegte Atmosphäre über alle Gegenstände der freien Natur ver- breitet. Die meisten Gemälde Volmar's sind breit behandelt und von lebendiger Färbung, so dass sie erst in einer gewissen Ent- fernung die gehörige Wirkung machen. Seinen Wohnsitz hatte er in Bern. Im Jahre 1806 vom grossen Rathe des Cantons Frey- burg als Bürger zu Ueberstorf naturalisirt, genoss er das allge- meine schweizerische Bürgerrecht. Er war auch Professor an der Kunstschule in Bern.

Das Hauptwerk des Künstlers, der Abschied des seel. Nico- laus von der Flüe von seiner Familie, ist von H. Lips gestochen.

Zwei Kriegsscenen, der Sieg des Erzherzogs Carl über Jourdan, und jener Massena's über die Russen bei Zürich sind von F. X. Vollmar im Umriss radirt und ausgemalt,

Dann finden sich zwei seltene Aquatinta-Blätter von Vollmar's eigener Hand. Sie enthalten Scenen aus der Schweizergeschichte, sind aber nicht ganz vollendet, 4°, fol.

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