VOLKMARDT, Albert, Maler zu Berlin , begann seine Studien an der Akademie daselbst, und machte sich um durch Bildnisse be- kannt. Er zeichnete solche mit farbigen Stiften, und machte auch deren in Oel. Später widmete er sich auch der Thiermalerei,
Völker, Wilhelm, Maler, geboren zu Wertheim am Main 1812, besuchte bis zum 16. Jahre das Gymnasium daselbst, auf dessen Bänken er aber lieber zeichnete. Auch in den Erholungsstunden zog er Kunstbeschäftigungen vor, so dass seine Bestimmung immer klarer wurde. Endlich fand er an den Fürsten Carl und Constantin von Löwenstein-Wertheim grossmüthige Gönner, durch deren Un- terstützung Völker an der Akademie in München seine weitere Ausbildung verfolgen konnte. Von 1834 an unternahm er auch mehrere Reisen ins bayerische Hochland und nach Tyrol, wo ihm die Bewohner und die grossartige landschaftliche Scenerie reiche und interessante Studien boten. Aus jener Zeit stammen schöne Zeichnungen in Aquarell , und Genrebilder in Oel, welche grossen Beifall fanden, und theils durch den Ankauf der Kunstvereine in verschiedene Hände übergingen. Die Mehrzahl blieb in München im Besitz von Kunstfreunden. Ein bewundertes grosses Gemälde ist jenes, welches ein schönes Oberländermädchen vorstellt, wie es mit dem Kahn über den stürmischen See gekommen ist, um den Kapuziner abzuholen, der dem sterbenden Vater die letzte Wegzähe- rung bringen soll. Den Paterschrecken im Bewusstseyn seiner Pflicht, die Wellen und der drohende Sturm nicht, nur der Messner sträubt sich in das enge Fahrzeug zu steigen, in welchem das schöne Kind mit Sehnsucht der Abfahrt harrt. Diess ist eines der treff- lichsten Werke, welche die höhere deutsche Genremalerei 1843 — hervorgebracht hat. Es wurde vom Kunstverein in Karlsruhe an- gekauft. Ein späteres Gemälde in grösserer Dimension stellt die Flucht einer Familie vor der Plünderung des Feindes dar. Völker hat auch viele Carrikaturen gefertigt, in welchen er sehr glücklich ist. Nach seinen Zeichnungen sind deutsche Volks- geschichten, welche in der Brömerschen Handlung zu Frankfurt erschienen, mit Holzschnitten illustrirt. Auch radirte Blätter fin- den sich von ihm,
Völlering, Gustav, Zeichner und Maler zu Berlin, wurde um 1805 geboren. Es finden sich viele Portraitzeichnungen von ihm, theils in farbigen Stiften. Auch Bildnisse in Oel malte dieser Künstler.
Völksmayer, Landschaftsmaler, war um 1700 in der Schweiz thä- tig. Seine Bilder sind mit Figuren und Thieren staffirt. Auch Tondsteinlandschaften und Marinen kommen vor.
Völlinger, Joseph, Maler und Lithograph von Eichstädt, machte seine Studien auf der Akademie in München, und verlebte dann einige Jahre in Karlsruhe. Er malte Bildnisse und historische Dar- stellungen. Dann war er einer der ersten Künstler, welche in
Völlinger starb zu München 1846 im 56. Jahre.
- Anna Boleyn, Gemahlin Heinrich VIII. von England, nach 1.
- Holbein, fol.
Judith mit dem Schwerte und dem Haupte des Holofernes, nach L. Cranach's Gemälde im Cabinete des Hofzahlmeisten Burkhart in Carlsruhe. Mit zwei Tonplatten, gr. fol.
Die Madonna del Lago, nach Leonardo da Vinci, fol.
Der heil. Christoph, nach Hemling, mit Tonplatte, gr. fol.
Die Kreuzabnemmung, nach Daniello da Volterra, Gegen- stück zu Oeri's Trauung der Maria nach Rafael, s. gr. fl
Die Vereinigung der beiden protestantischen Kirchen, nach einem allegorischen Bilde von Winterhalter, fol.
Der Tod Napoleon's, nach H. Vernet, gr. fol.
Das Grab Napoleon's auf St. Helena, nach Gerard, gr. fol.
Die Apotheose Napoleon's, nach H. Vernet, gr. fol.
Die Landschaft mit der pissenden Kuh, nach P. Potter's berühmtem Bilde aus der Gallerie in Cassel, jetzt in St. Peters- burg, gr. qu. fol.
Völlmger, LEOPOLD, Maler, geboren zu München 1810, der Sohn des obigen Künstlers, erhielt seinen ersten Unterricht in Carlsruhe, und begab sich dann zur weiteren Ausbildung nach München. Er widmete sich der historischen Darstellung, ohne das höhere Genre
' auszuschliessen. Im Jahre 1850 brachte der Kunstverein zu Mün- chen eine geistreiche Zeichnung zur Verloosung, welche den ver wunschenen Frosch nach Grimm's Märchen vorstellt.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_QbZVVTX7ctMC/