Volkertz, Dirk (Theodor)

Volkertz, Dirk (Theodor), Kupferstecher , ist wahrscheinlich der Sohn des Volkert Claasz. Auch Dirk Volkert Coornhaert könnte darunter verstanden werden.

Gemälden aus jener Zeit (1834) gehört jenes mit dem guten Hirten,

welcher eben so gut gezeichnet, als schön colorirt ist. Auch der Ausdruck ist der biblischen Idee vollkommen entsprechend. Noch größeren Beifall erwarb ihm 1835 ein Bild zweier Kinder, Frithiof und Ingeborg betitelt. Diese jugendlichen Figuren erscheinen im frischesten Leben der nordischen Dichtung, und sind in schlichter

Wahrscheinlichkeit dargestellt. Im Jahre 1838 brachte er neben seiner le-

bensgroßen Figur der Jungfrau von Drachenfels eine Scene aus Faust (Faust's und Wagner's Spaziergang), welche neben anderen ein bedeutendes Talent für scenische Darstellungen beurkundete. Dieses entwickelte er in den folgenden Jahren noch mehr, so dass jetzt Volkhart's Gemälde zu den schönsten Erzeugnissen der Düsseldorfer Schule gehören. Seine späteren Bilder sind als frappanter, lebensfrischer Ausdruck der Zeit zu betrachten, in wel- cher die Handlung vorgeht, wodurch die Erinnerung an die Bühne benommen ist, vor welche er in den früheren Gemälden dieser Art den Beschauer versetzt. Eigenthümliche Vorzüge besitzt bereits ein Bild von 1841, welches die Ermordung des Sängers Rizzio in Gegenwart der Maria Stuart zum Gegenstande hat. Gruppirung, Zeichnung und Färbung beurkunden hohe Meisterschaft, und in den Costümen ist die Zeit genau berücksichtigt. Ein Bild von er- greifender Wirkung ist jenes der Maria Stuart, wie sie nach dem Abschied von ihren Dienern zum Tode geht. Die unglückliche Königin hat aber diesen bereits überwunden; Sie drückt das elfen- beinerne Crucifix an ihre Brust, und während eine warme Blässe das schöne Angesicht bedeckt, ist ihr strahlender Blick aufwärts

gewandt dem Himmel zu. Schön ist das Colorit und die ganze Auffassung, ohne Einwirkung der Bühne aus dem Gefühle geflossen. Ein anderes Gemälde, welches man mit dem genannten 1844

auf der Kunstausstellung zu Berlin bewunderte, stellt die halbe

Figur der Königin am Schaffot dar. Dann findet man auch treff- liche Zeichnungen von diesem Künstler, gewöhnlich romantische Darstellungen, welche auch ohne Farbe die angenehmste Augen- weide geben.

Für die Bilder und Lieder, den zweiten Band von Reinick's Liedern eines Malers, radirte Volkhart nach J. G. von Herder's Dichtung Heinrich und Catharina, Düsseldorf 1843, gr. 4.

Allmann, Kupferstecher, ist uns durch folgendes Blatt bekannt: Landschaft im Geschmacke Poussin's, Constantin del., qu. fol.

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