Voiriot oder Voiriot, Peter, s. Voiriot. Voiriot, Guillaume, s. G. Voiriot,
Völk, Johann Georg Bartolomäus, Maler, geboren zu Och- senfurt am Main 1747, machte seine Studien an der Akademie in Augsburg , wo damals der Frescomaler Günther Direktor war. Später stand er unter Leitung des Malers Fesch, und copirte meh- rere Köpfe nach Rembrandt, Rubens, van Dyck u. s. w. Dadurch erlangte Völk Übung im Malen, und bald hatte er den Ruf ei- nes geschickten Bildnissmalers. Er führte seine Bilder sehr fleißig aus, ungefähr in der Weise des B. Denner. Auch historische Dar- stellungen und Landschaften finden sich von ihm. Völk ließ sich 1770 in Würzburg nieder, und starb daselbst 1815.
Völk, Carl und Ferdinand, Maler, die Söhne des Obigen, be- suchten die Akademie in Dresden . Sie malten Bildnisse in Oel, Pastell und Miniatur. Von Ferdinand finden sich auch historische Darstellungen und Genrebilder. Er lebte lange zu Ratibor in Schle- sien, und starb um 1825. Carl übte seine Kunst in Ungarn .
Völckel, Gottfried Wilhelm, Blumenmaler , geb. zu Berlin 1775, war Schüler von Joh. Friedrich Schulze an der k. Porzellan-Manu- ufaktur, und Nachfolger desselben als Direktor dieser Anstalt, wel- che unter seiner Leitung zu großem Glanz gelangte. Durch seine Bemühungen hat sich eine solide Schule für das Fach der Blumen- malerei gebildet, welche auch in der Ornamentik Vorzügliches leistet. Zu den lieblichsten Erscheinungen gehören aber die Schmelz- malereien Völckel's. Doch finden sich auch viele Bilder in Oel von ihm, die seinen Namen der Nachwelt überliefern. Er malte Blumen und Früchte mit allem Glanze und aller Fülle jenes duftigen und saftigen Lebens, welches aus der Natur quillt. Seine Compositionen sind höchst sinnreich, und das, 3. ist so meisterhaft durchgeführt, dass das Auge immer den wohl- gefälligsten Anziehungspunkt findet. Mehrere seiner Gemälde sind von ziemlicher Größe und von reicher Zusammensetzung, andere
von kleinem Umfange. Auch einzelne Blumen malte er, aber immer ausserordentliche Erscheinungen in der Natur, wie eine Lilie mit 205 völligen Blumen, eine monströse Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) etc. Manchmal stellte er verschiedene Arten desselben Genus dar, z. B. Rosen, welche im Gemälde ein Jardinet nach der Natur bilden. Der König von Preussen und andere Fürsten erwarben mehrere Bilder dieses sinnigen Meisters.
Völker wurde 1811 ordentliches Mitglied der Akademie zu Berlin, und dann Professor an dieser Anstalt. Im Jahre 1847 feierte er sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum. Bei dieser Gelegenheit erhielt er der König das Prädikat eines geheimen Hofrathes, das er schon 1830 mit dem rothen Adler-Orden beschenkt wurde. Der König von Hannover verlieh ihm den Guelfenorden. Im Jahre 1857 starb der Meister. Sein Bildniss ist in der bekannten Portraitammlung des Hofmalers Vogel von Vogelstein in Dresden.
Völker, Friedrich Wilhelm, Blumenmaler, der Sohn des obigen Künstlers, wurde 1758 zu Berlin geboren, und an der Akademie daselbst unter Leitung des Vaters herangebildet, dessen Talent auf ihn übergegangen ist. Er malte ebenfalls für die Porzellanmanufaktur in Berlin, welche mehrere Prachtgefässe von ihm besass. Dann ist aber auch die Zahl seiner Bilder in Oel sehr bedeutend, welche in Blumen- und Fruchtstücken bestehen. Seine Gruppen von Blumen sind von reicher Farbenpracht, zarten Hauchen, und die Weintrauben, Äpfel, Birnen, Pfirsiche u. s. w. von täuschender Wahrheit. Seine Blumen erscheinen in Körben, Vasen, Gläsern und Schalen auf Tischen und Platten, und das Obst, Vögel und Insekten bilden eine wunderschöne Darstellung, wenn nicht Pomona's Geschenk die Hauptsache ist. Auch einige Stilleben und Volksscenen hat der Künstler in seiner früheren Zeit gemalt, seine Blumen- und Fruchtstücke sind aber vor allem ein dankbares Andenken. Der König von Preussen besitzt einige seiner Werke. Dr. Fr. W. Völker wurde 1839 Zeichenlehrer am Gymnasium zu Berlin.
Völker, Otto Hermann Emil, Landschaftsmaler, wurde 1811 zu Berlin geboren. Anfangs für die höhere Gartenkunst bestimmt, trat er 1830 als Schüler des berühmten Rochette in die Landschaftsklasse der Akademie seiner Väterstadt, machte von 1833 an mehrere Studienreisen in Deutschland, und ging 1837 auf ein Jahr mit königlicher Unterstützung nach Italien. Völker hatte bereits vor seiner Abreise mehrere Bilder geliefert, die als Werke des jungen Künstlers nur noch nicht jene sichere Meisterhand boten, welche später so schöne und lebendig aufgefasste Bilder schuf. Ausgezeichnet fand man aber bereits die Darstellung der italienischen und schweizerischen Natur, wovon einige energischerer Wirkung sind. Auch in Tyrol entlehnte er zahlreiche Bilder, wie seine Ansicht des Unter-Innthales bei Avelich, die Ansicht von Innsbruck u. s. w. An diese Gemälde schliessen sich dann wieder einige Bilder aus der Heimath, die selbst unter dem italienischen Himmel für ihn den Reiz nicht verloren hatten. Im Jahre 1842 ging Völker mit seiner Familie das zweite Mal nach Italien, und hatte zunächst vom Hofe den Auftrag, die Aussicht auf dem Soracte von der Höhe zwischen Narni und Otricoli aus zu malen. Dieses herrliche Bild, welches auf der Ausstellung in Berlin zu sehen war, öffnet auch den Blick auf die Tiber und das Sabinergebirge. Ein anderes Gemälde
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