Vleys, Nicolas

Vleys, Nicolas, Maler von Brügge, war in Rom Schüler von Maratti, und lebte mehrere Jahre in jener Stadt. Im Jahre 1801 wurde er zu Brügge als Meister aufgenommen.

Sein Sohn Franz war ebenfalls Maler.

  1. Das Transportschiff mit Körn rechts am Ufer bei den Hüt- ten. Ein Mann mit der Garbe steigt die Leiter hinauf, und oben reicht ein anderer Garben ins Haus. Zwei Männer | arbeiten am Ufer. Links unten SD V, H. 3 Z. 11 L., Br. 4 Z. 11 L. Sternberg 4 Thl., Weigel 24 Thl. |

Die gegenseitige Copie ist etwas größer. Das Schiff ist links am Ufer, |

  1. Das Gehölz am Canal von einem Zaun umgeben, an wel- chem man zwei Männer sieht. Links in der Ferne ist ein' Kahn im Wasser, und an einem der Bäume auf der Erd- zunge geht ein Mann im Mantel. Durch die Bäume sieht man Hütten., Links unten S. de V. H. 5 Z., Br. 5 Z. 7 L. Sternberg 10 Thl. Rumohr 54 Thl. Haller 6 fl. 15 kr. Sten-

gel 2 fl. 42 kr. ; |

  1. Der mit Bäumen und Büschen besetzte Hügel, von welchen ein Weg herabführt. Links ruht ein Bauer im Gebüsche, Rechts im Wasser S. de V; H. 4 Z. 9 L., Br. 5 Z. 7 L.

Haller 7 fl. 12 kr. Rumohr 24 Thl. Arndt 3, Thl. '8) Das Wirthshaus in den Ruinen am Flusse, mit Bauern un- ter der Laube, und einer Kutsche mit zwei Pferden. In der 'Mitte vorn sitzt der Eseltreiber, und ein Knabe liegt bei den Ziegen und Eseln. Rechts im Wasser S. de V. H. 6 2 6 L., Br. 10 Z. 3 L. | ' Rumohr 10£ Thl. Weigel 7 und 14 Thl. Sternberg 44 Thl. Haller 9 fl. 3 kr. .

  1. Der Marktflecken, dessen Häuser sich von links her aus- breiten. In der Mitte vorn bettelt der Alte die drei Rei- senden im Wagen an, rechts steht ein Karren an der Thüre der Schenke, und zwei Pferde sind an der Tränke. Links unten am Rande äusserst ein gerissen: S. de Vlieger. E 6 Z. 8 L., Br. 10 Z. 3 L.

Von diesem Blatte kennt Weigel, Suppl. du Peintre gr. veur I. 3, folgende Abdrücke:

I. Aetzdruck vor dem Namen,

II. Die vollendeten Drucke mit dem Namen. Rumohr 15 Tl | Blücher 9'._' Thl. Weigel 7 Thl. Haller 12 fl |

  1. Die Fischer, oder der Fischmarkt bei Schevelingen, reicht und lebendige Composition. Links trägt ein Fischer in } der Hand einen Fisch, rechts sitzen mehrere Weiber a dem Boden, und um den Hügel kommt eine zweispännig Kutsche. In der Ferne sieht man die Barke. Unten am Rande gegen links der Name des Künstlers. H. 6 Z. 6 L. Br. 10 Z. 6 .

In den späteren Abdrücken sieht man die ursprünglich mit der kalten Nadel schwach angedeutete Ferne fast gar nicht mehr, da die feinen Linien ausgedruckt sind. |

Haller (ein Unicum (?) auf chinesisches Papier 25 1, Klep- per 8 Thl. Sternberg 7} Thl. Blücher 5 Thl. /

141—20) Eine Folge von 160 Blättern mit Thieren in Landschaften

  • von ungleicher Grösse. Diese Landschaften findet man selten vollständig, und sie stehen in schönen Abdrücken in hohem Preise. In der Sternberg'schen Auktion gingen 10

zu 20-Thl. weg. Selbst einzelne Blätter werden mit 2 — 3 Thaler bezahlt, besonders erste Drucke. I. Reine Aetzdrucke, vor den Nummern und vor. der Adresse auf dem letzten Blatte. II. Die vollendeten Abdrücke, aber vor den Nummern und vor der Adresse, III. Die Abdrücke mit den Nummern, und mit der Adresse von Justus Danckerts auf dem letzten Blatte, Bartsch kennt nur diese Abdrücke. IV. Die neuen, sehr schwachen Abdrücke. Die Platten sind stark ausgedruckt.

    1. Der Wind- und der Hühnerhund. H. 4 Z. 3 L., Br. 5 Z.
    1. Die beiden Windhunde., H. 4 Z. 7 L., Br. 5 Z. 2 L.
    1. Das Pferd auf der Weide. H. 4 Z. 9 L., Br. 5 Z. 5 L.
    1. Das Pferd vor der Schleife mit dem Fasse. Auf dem Fasse verkehrt V S. 1642. H. 4 Z. 6 L., Br. 5 Z. 6 L.
    1. Die Salafia. Rechts unten S. de V. H. 4 Z. 8 L., Br.
    1. Die Mastschweine. Links oben verkehrt: S. de V. H. 4 Z. 8 L., Br. 5 Z. 7 L.
    1. Die drei Gänse am Ufer des Baches. In der Mitte 1642 S. de V. H. 4 Z. 8 L., Br. 5 Z. 7 L.
    1. Die inquisiten Hähne. Links unten S. de V. H. 4 Z. 9 L., Br. 5 Z. 9 L.
    1. Die Ziegen. In der Mitte unten S. de V. H. 4 Z. 10 L., Br. 5 Z. 7 L.
    1. Der Kettenhund. Rechts unten S. de V., und links oben: Just. Danckers Exc. H. 4 Z. 10 L., Br. 5 Z. 8 L.
  1. Die halbe Figur einer Zigeunerin, rechts am Baume sitzend und nach links gewendet. Sie hält mit dem rechten Arme das auf ihrem Schoosse sitzende kleine Mädchen, welches eine mit Spitzen versehene Krone auf dem Haupte, um den Hals eine Perlenschnur trägt, und über die Brust herab eine Kette mit Medaillon hängen hat. Links in der Ferne ist eine Gruppe von Zigeunern, rechts oben in der Ecke steht: S. VL. f. H. 4 Z. 7 L., Br. 3 Z. 10 L. Brulliot (Dict. d. Mon. II. 25409) sagt, auf dem Blatte stehe S. L. V. J., und es sei nach S. de Vlieger von Sam. Savary gestochen. Wir kennen dieses Blatt, erkannten aber in dem letzten Buchstaben kein J., sondern die Form des damals üblichen kleinen f. de Vlieger, Maler, war im 17. Jahrhunderte im Holland thätig, und beschloss den Rest seiner Jahre in Hamburg. Er malte kleine hi- storische Bilder, und am liebsten halbe Figuren, wie die Evan- gelisten, und andere biblische Charaktere. Diese Bilder sind sehr elegant vollendet, aber in der Färbung von ungefällig bräunli- chem Ton. de V., Maler von Gent, machte seine Studien an der Akademie der genannten Stadt, und erhielt 1827 den zweiten Preis. Er malte Bildnisse und Genrebilder. Unter den ersteren nennen wir seine eigenen von 1838. van der, Hendrick, Maler von Delft, lebte von 1608 — 50, und war Schüler von W. van Vliet. Die Lebensverhältnisse

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