Visser Bender, Johannes Pieter, Zeichner und Kupferstecher wurde 1765 zu Harlem geboren, und von W. Horstink in den Anfangsgründen unterrichtet. Hierauf übte er sich unter Leitung von Jz. de Wit Jansz. in der Kupferstecherkunst, und gelang in kurzer Zeit zu Ansehen. Visser Bender ist als Zeichner und Stecher zu rühmen. Er zeichnete Landschaften, Genrestücke und viele kleine Portraitfiguren, so wie sie ihm in seiner Stadt vor- kamen. Diese Zeichnungen sind sehr charakteristisch aufgefasst und geben ein vollkommen ähnliches Bild. Auch in der Malerei war er erfahren. Es finden sich aber nur ein Paar Bildnisse, ne- ben seinem eigenen, welches unvollendet blieb. Der Künstler starb , betrauert von allen, die ihn kannten. Bei längerem Leben hätte er sicher noch Ausgezeichneteres geleistet. In R. v. Eynden's Geschiedenis etc. II. Bl. D. 4. ist das Bildniß des Meisters nach einer Zeichnung desselben.
Die Blätter dieses Künstlers sind sehr schön und malerisch be- handelt.
Das Bildniß von Jz. de Wit Jansz., malerisch radirt, 8.
Der Sommer und Winter, zwei Blätter nach Zeichnungen von G. Cats, von Visser-Bender und J. de Wit gestochen.
Landschaft mit Vieh, nach einem Gemälde von A. van Velde radirt, das letzte Blatt des Künstlers.
Die Zerstörung der Rapenburg zu Leyden 1807, von Vis- ser gezeichnet, dann von ihm und J. de Wit gestochen.
Ansicht der Ruine der Abtei zu Rhijnsburg, von der We- st- und Nordseite, von Visser und P. Barbiers gezeichnet und gestochen 1812.
Zwei Jäger in der Stube, der eine vor dem Tische sitzend, während ihm ein Junge ein Glas Wein darreicht, nach einem Gemälde von W. Hendricks.
De Bloemmarkt. — De Aardbeienmarkt, der Blumen- und Erdbeerenmarkt zu Amsterdam, zwei kleine Blätter nach Zeichnungen von J. Cats, qu. 12.
Eine Ansicht am großen Hauptthor zu Harlem, 1809, von ihm selbst gezeichnet und gestochen.
Ein Stier, und ein Kuhkopf, zwei Blätter nach Zeichnungen von P. J. van Os.
Zwei Ansichten der malerischen Ruine des Schlosses Breda- derode bei Harlem, nach eigener Zeichnung. Diese Platten blieben unvollendet, da der Künstler schnell starb. Es finden sich nur einige schöne Aetzdrücke.
J. de Wit,
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