Vischer, Georg (Jörg), Maler zu München , wurde 1625 als Mä- gister aufgenommen, nachdem er vorher das vorgeschriebene Stu- di umacht hatte. Wir wissen dieses aus den alten Papieren der Mälz zunft in München, kennen aber den Inhalt des Probestückes nicht. In der Augustinerkirche zu München waren von einem G. Vische- r zwei Bilder, welche den Tod des Täufers und des Evangelisten J | hannes vorstellen, und 1620 gemalt wurden, was auf unsern Kün- stler nicht passt, so dass wir den Joh. Georg Vischer darunter ver- muthen. Er ist vielleicht jener Georg Vischer, dessen Leben Lipo- wsky, Künstler-Lexikon II. 273, um 1600 setzt. Wir haben bei | einem Künstler dieses Namens auch einen radirten Prospekt zu | München, unter dem Titel: München, die churfürstliche Haupt- und Residenzstadt in Bayern , bezeichnet: Georgius Vischer d | invexit et excudit. Die Stadt ist von Nord-Ost aufgenommen, u | unten ist eine Erklärung, in welcher durch Ziffern auf die Gebäu- fe hingewiesen ist. Diese Erklärung widerspricht aber dem genauen | Schriftsteller. Nr. 7. lesen wir nämlich; Fürstliche Residenz- schloss worin Albrecht Hof hält. Dieser H. Albrecht kann nur der | Fürst Albert VI. sein, welcher 1666 starb, und der Verfertiger kan- daher nicht um 1600 gearbeitet haben. Die Angabe passt kaum | auf unsern Münchener Meister. In keinem Falle aber kann der Georg Vischer oder Fischer | A von Braunau darunter verstanden werden, welcher sich | Landshut niederliess, und 1799 nach München zog. Lipowsky | c. J. 74. bringt ihn irrig mit dem viel älteren Joh. Georg Visch- er in Berührung.
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