Vilcot, Edelsteinschneider von Lüttich , hielt sich längere Zeit in Paris auf, und ging beim Ausbruch der Revolution nach Erfurt, wo ihn der Coadjutor von Dalberg in seine Dienste nahm. Er bossirte Bildnisse in Wachs, machte sich aber noch mehr durch seine Arbeiten in Steatit (Speckstein) bekannt. Dieser wurde im Feuer gehärtet, gefärbt und geschnitten, wodurch er glänzend wie Achat wurde. Einige Cameen haben die Farbe des Onyx. Carl von Dalberg gab darüber eine Schrift heraus: Die Brauchbarkeit des Steatits zu Kunstwerken des Steinschneiders. Erfurt 1800. Vildé, Mlle. Claire, Miniaturmalerin zu Paris , trat um als Künstlerin auf. Sie malt Bildnisse in Miniatur, auch Copien nach älteren Meistern. Vilenburg, Gerhard, Landschaftsmaler und Kunsthändler in Am- sterdam, wurde 1673 verbannt, und ging dann nach England , wo er für P. Lely Draperien und landschaftliche Partien malte. Starb in England um 1690. Vilery s. Villery. Viligelmi s. Wiligelmus. Villa, Francesco, wird von Latuada unter die geschickten Per- spektivmaler Mailands gezählt. Er malte im herzoglichen Palaste daselbst, dann im Saal des Lustschlusses Mirmirola, in der Car- thause zu Pavia etc. Villa-Amil, Genaro Perez de, Zeichner und Maler von Ma- drid, wurde um 1810 geboren, und an der Akademie der genannten Stadt herangebildet. Bei ihm paarten sich Talent und Fleiß, und daher hatte er schon in jungen Jahren den Ruf des vorzüg- lichsten Künstlers seines Faches. Er malte Landschaften, Marinen, und mit besonderer Meisterschaft Architekturbilder. Die alten spa- nischen Baudenkmäler, sowohl in äußerer als innerer Ansicht, ga- ben ihm reichen Stoff zu malerischen Darstellungen. Seine Bilder sind auch mit Staffage versehen, die theilweise reich und glän- zend ist. Wir verdanken diesem Meister auch ein Werk über spanische Baudenkmäler, so wie über malerische Landschaftspartien dieses Landes, welches nebst Laborde's grossem Werke eine Haupt- quelle über die Architektur Spaniens ist. Es erschien unter folgen- dem Titel: L'Espagne artistique et monumentale, vues et descrip- tions des sites et des monumens artist. le plus notables de l'Espagne, avec des dessins et des notices sur les usages, les moeurs, les armes et les costumes des epoques qui peuvent le plus intéresser l'histoire de l'art. — Directeur artist. Don Gen. Perez de Villa-Amil, Redacteur du texte Don Patricio de la Escosura. Paris 1842 — 45 Dieses Prächtwerk in 14 Lieferungen mit 2 Bänden Text enthält mächtige Lithographien von V. Adam, Arnout, Asselineau, Bache- lier, Bayot etc., gr. fol. Villa-Amil, Juan de, Maler, der Bruder des obigen Künstlers, gehört ebenfalls zu den vorzüglichsten neueren spanischen Meı- stern. Er malt Landschaften und Architektur. Villacco, Errardo, s. Jacopo Degaro da Como in den künftigen Zusätzen. Er vollendete die von diesem begonnene berühmte Brücke
D. Nicolas de, Maler, stammte aus einer vornehmen Familie in Murcia, und widmete sich aus Liebe der Kunst. Anfangs hatte er einen unbedeutenden Meister, dann aber nahm sich Diego Velasquez seiner an, unter dessen Leitung er grosse Fort- schritte machte. Hierauf verlebte er einige Jahre in Rom, und zeichnete sich als Maler in dem Grade aus, dass ihn der König auf Empfehlung des D. Velasquez zum Hofmaler ernennen wollte. Villacis liebte aber das Geräusch des Hofes nicht, und zog es vor, in stiller Ruhe der Kunst zu leben. Es finden sich in den Palä- sten zu Murcia mehrere Werke von ihm, wenige aber in öffent- lichen Gebäuden. Im Kloster S. Domingo sind heiligenbilder von ihm, und in der Capilla mayor des Klosters de la Trinidad sind Fres- ken von seiner Hand. Er malte einen Altar mit der Dreieinigkeit, und wollte die ganze Capelle mit Darstellungen zieren, woran ihn der Tod hinderte. Man sieht noch vier Bilder aus dem Leben des heil. Blasius, Bilder spanischer Könige, und Portraits von Zeitge- nossen in ganzen Figuren. C. Bermudez beschreibt diese Werke genauer. Dann waren auch mehrere Briefe von Velasquez und Villacis vorhanden, welche nach Madrid kamen. Der Künstler
Wadiego, Francisco de, verzierte 1520 mit Diego de Arroyo die Chorbücher der Cathedrale von Toledo mit Miniaturen, wel- che nach ihrer ganzen Frische erhalten sind. C. Bermudez erfuhr dieses aus dem Archive.
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