Viladomat, D. Antonio

Viladomat, D. Antonio, Maler, geboren zu Barcelona 1678, war der Sohn eines Vergolders, und Schüler des B. Perramon, welchem er nach einigen Jahren völlig gleichkam. Als Jüngling von 20 Jah- ren malte er in der Capelle de la Concepcione der Jesuitenkirche zu Tarragona heilige Darstellungen, welche bereits grossen Beifall fanden. Entscheidend war sein Zusammentreffen mit Ferd. Bibiena, welcher von Erzherzog Carl nach Barcelona berufen wurde. Die- ser Meister gab ihm Unterricht in der Architektur und Perspektive, und von dieser Zeit an brachte Viladomat gewöhnlich Baulichkei- ten in seinen Gemälden an. In seinen Werken bemerkt man grosse Freiheit des Geistes, welcher sich in eigenthümlicher Richtung be- wegte. Er verschmähte die herkömmliche akademische Manier, und schöpfte nur aus der Natur, so dass diese seine eigentliche Leh- rerin ist. Fern von Effekthascherei wählte er zu seinen Gemälden nur wenige, aber gut charakterisirte Figuren aus. Auch seine Fär- bung ist warm und heiter, so dass Mengs die Werke dieses Mei- st ers vor allen auszeichnete, sowohl die historischen Darstellungen, - als die Bildnisse und Landschaften. In den Kirchen und Klö- stern zu Barcelona sind viele Gemälde von Viladomat, und die trefflichsten in S. Francisco, wo er in 20 Blättern das Leben des heil. Franz darstellte. Er beobachtete dabei genau die Physiogno- mie des Heiligen von seinen Jünglingsjahren an bis zum Greisen- alter. Bei den Monjas Junqueras erscheint er als Perspektivmaler von vortheilhafter Seite. Daselbst sind auch zwei Schlachten ge- gen die Mauren in Oel. Andere Bilder sieht man in der Cathe- drale, in St. Maria del Mar, in St. Catarina, in S. Miguel, in Belen, bei den Carmelitern, den Trinitariern, den Capuzinern, im bischöflichen Seminar und im Hospital zu Barcelona. In der Carthause zu Montalegre sind acht Bilder aus dem Leben des heil. Bruno, welche ebenfalls zu seinen Hauptwerken gehören. C. Bermudez zählt die Gemälde dieses Meisters genauer auf. Er starb 1755. Der Grossinquisitor Rodriguez de Laso setzte ihm einen Einkstein,

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