Vigneron, Pierre Roch

Vigneron, Pierre Roch, Maler und Lithograph, geb. zu Vos- non (Aube) 1780, war Schüler von Gautherot und Gros in Paris, und besuchte dann die Akademie in Toulouse , wo er jetzt zum Erwerb Portraite in Miniatur malte, und überdiess die Bildhauerei zum Hauptzwecke machen wollte. Eines seiner Basrelief, Aristi- des mit der Scherbe vorstellend, welche ihm ein Mann zur Auf- zeichnung seines Namens überreicht hatte, wurde mit einem Preise beehrt. Dann erhielt Vigneron auch noch mehrere Preismedaillen, da er ein vielfach gebildeter Künstler ist. Im Jahre 1812 kehrte er wieder nach Paris zurück, wo er jetzt viele Portraite malte, und auch durch andere Darstellungen sich auszeichnete. In seinen Bildern herrscht Wahrheit, und bei grosser Lebendigkeit der Phan- tasie dennoch so viel Einfachheit, dass sich seine Werke vor vielen anderen Erzeugnissen der nach Effekt haschenden französischen Schule durch Mass und Besonnenheit auszeichnen. In einigen seiner Bilder ist ein rührender Gedanke malerisch eingekleidet, und sie sind es namentlich, welche ihn im weiteren Kreise bekannt machten, da sie durch den Stich und die Lithographie verbreitet wur- den. Zu seinen schönsten Bildern gehören: Die Vorbereitung zum Hochzeitsfeste (Gall. Orleans) 1817, Christoph Columbus und Fer- dinand Cortez, fasst lebensgroße Figuren in der Gallerie des Her- zogs v. Decazes 1810, das Duell, der Soldat als Bauer. (Mus. zu Lille ) 1822, die Mutter von Elend gezwungen, ihre Kinder zu ver- lassen (Gall. Orleans), der Deserteur, welchen vor dem Erschiessen der Hund noch liebkoset (Gall. Choiseul) 1822, die kleinen Köche 1824, das verlassene Kind (Gall. Lebrun) 1820, das Begräbnis

Die Bildnisse der verbündeten Monarchen, der französischen Prinzen, und anderer hohen Personen, die beim Einzuge Lud- wig XVIII sich in Paris befanden, ein Blatt mit 36 Portraiten, gest. von F. Ligeron (Lignon?), gr. fol.;

Le convoi du pauvre, gest. von Jazet, qu. fol.

Le duel. gest. von Jazet, fol.

L’execution militaire, gest. von Jazet, fol. Lithographien von Vigneron, Die Lithographie verdankt diesem Meister bedeutende Fort- schritte, indem er darauf hinwirkte, wirkliche Kunstprodukte zu liefern. Die Zahl seiner Blätter ist sehr gross,

  1. Louis Philipp Roi des Français, fol.;

  2. Eine Folge von 112 Bildnissen berühmter dramatischen Künst- lern und Künstlerinnen, wie Talma, Mlle. Mars, Mlle. Ta- glioni, P. Courrier etc., alle nach dem Leben gezeichnet, fol.

  3. Eine kleinere Sammlung von Bildnissen berühmter Bühnen- künstlers, fol.

  4. Gallerie Medicale, Portraite berühmter Aerzte, mit Biogra- phien von Dr. Toin, 8 Lieferungen zu 4 Blättern, aus En- delmann's Verlag, fol.;

  5. Le joueur ruiné. Ein vornehmer Geschäftsmann, welcher in Verzweiflung die Spuren seiner Spielsucht zu vertilgen sucht, gr. qu. fol.;

  6. Einige Blätter für die malerische Reise in Brasilien von M. Rugendas, 13 Lieferungen, fol.

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