Vidal, Victor, Maler zu Paris , wurde um 1816 geboren, und unter günstigen Verhältnissen herangebildet. Er ist der Maler weiblicher Schönheiten und Neigungen, was ihm oft im hohen Grade gelingt. Man hat von diesem Meister eine Reihe von Bildern, welche Possehlwhite unter dem Titel »Les filles d'Eve« für E. Gambart et Comp. in London in Stahl gestochen hat, fol. Diese Bilder stellen schöne Mädchen in ganzer Figur dar, und jedes trägt auf den Stichen einen willkürlichen Namen. Die eine dieser Tochter der Eva küsst sich im Spiegel, die andere betrachtet das Bildniss des Geliebten, oder mustert den Geldbeutel. Andere schöne Mädchen befriedigen ihre Neugierde, ruhen in Erwartung auf dem Sofa, oder auf dem Bette, und so beleuchtet Vidal das weibliche Etreiben, welches die Schönen nicht gerne zur Schau tragen. Auch in dem Werke: der Kunstverein, mit Text von E. Kauffer, Leipzig 1848 ff. sind von A. H. Payne Bilder nach ihm gestochen, welche aber im Originale wahrscheinlich nicht so manierirt erscheinen, / wie im Stahlstiche. Zwei ideale Frauengestalten sind Nacht und Morgen getauft, die kleine Marie liegt auf dem Sopha, Eustasia ruht am Bette, ein Knabe am Steuerruder ist als Maï des Lebens gedacht u. s. w. Seine Genrebilder enthalten meistens nur Eine Figur, wozu sich manchmal eine zweite gesellt. Dann malt Vidal auch Portraite im Pastell, die sich durch grosse Eigenthümlichkeit der Behandlung, und durch charakteristische Auffassung auszeichnen.
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