Vianen, Jan van, Zeichner und Kupferstecher , wurde um 1660 in
Amsterdam geboren, und ist vielleicht ein Nachkömmling der oben genannten Goldschmiede. Es finden sich viele Blätter von ihm, theilweise geringe Arbeiten für den Buchhandel. Man darf ihn nicht mit Jan van Vinne verwechseln, wie es geschehen ist. Das Zeichen beider Künstler ist ziemlich ähnlich, aus den Buch- staben J. V V. J. oder F. bestehend. Die Landschaften und die Harlemer Ansichten des van Vinne sind viel geistreicher und zierli- cher, als die Blätter van Vianens. Fussli u. A. legen sie dem letz- teren bei. In Frenzels Catalog der Sternberg'schen Sammlung I. S. 508 und 516 werden zwei Jan van Vianen unterschieden, und der jüngere soll gegen 1675 in Amsterdam geboren worden sein. Wenn das sich so verhält, sind die Thierfabeln von J. van Vianen jun., welche Basan einem unbekannten Alphons van Vianen zuschreibt. Das Todesjahr dieses Künstlers ist unbe- kannt. Folgende Blätter gehören zu seinen Hauptwerken.
Friedrich Wilhelm I. von Preussen, Medaillon mit Verzie- rungen. J. Goere del. J. van Vianen fec., fol.
Simon de Vries. J. van Vianen del. et fec., fol.
Francesco Morosini, Doge von Venedig . J. van Vianen fec., 4.
Joannes Turretin, Pastor von Genf , J. van Vianen fec. 1660, gr. fol.
Das jüngste Gericht, Jan van Vianen inv. et fec., 4.
Der Sieg des Kaisers Constantin über den Maxentius. C. le Brun pinx. J. van Vianen sc., Halma exe. Mit Dedica- tion an Friedrich Wilhelm I. von Preussen. In drei Blät- tern, s. gr. qu. roy. fol.
Der feierliche Einzug des Kaisers Constantin, nach C. le Brun. In drei Blättern, s. gr. qu. roy. fol.
Grosse Allegorie auf die Siege des Admiral Ruyter. Letz- terer steht mit dem Dreizack, hinter ihm ist der Neid, und unten die Darstellung eines grossen Todtenopfers, Jan van Vianen inv. et fecit. In R. de Hooghe's Manier radirt, s. gr. roy. fol.
Die Schlacht zu Romelles den 23. Mai 1716 unter Prinz Eugen. Jan van Vianen inv. et fecit. Schön radirtes Blatt, nebst Plan und Beschreibung, s. gr. roy. fol.
Abraham Lutma hat das Bildniss dieses Meisters gestochen, grosse Büste im Mantel, Hauptblatt, gr. fol. Die Bildnisse der
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