Vianelli, N., Zeichner und Maler in Neapel , machte sich um 1830 rühmlichst bekannt. Es finden sich ausgezeichnete Aquarellen und Sepiazzeichnungen von ihm.
Vianen, Adam van. | Zeichner und Goldschmied von Vianen bei Utrecht, der Bruder Paul's, hatte den Ruf eines geschickten Künst- lers. Er fertigte Zeichnungen und Modelle für Gold- und Silber- arbeiter, und lieferte schöne getriebene Werke, die gewöhnlich mit grotesken Darstellungen geziert sind. Er arbeitete um 1610—30 in Utrecht, und hatte in den letzteren Jahren schon einen gleichna- migen Sohn zum Gehülfen, welcher vollkommen in der Weise des Vaters arbeitete, so dass man ihre Bildwerke kaum unterscheiden kann. Sie werden in holländischen Cabinetten aufbewahrt. Dla- bacz (böhmisches Künstler-Lexikon) nennt auch einen trefflichen Silberarbeiter, Namens Alexander van Vianen, welcher um 1610 am Hofe Rudolph's II. in Prag arbeitete. Er beruft sich dabei auf Sandrart (Akademie S. 342.) und Dobrowsky (bühmische Literatur I. 203.) Wenn je ein Alexander van Vianen gelebt hat, so müsste es der Vater des Adam seyn, welcher ebenfalls Goldschmied war. Eine Anzahl von Zeichnungen und Modellen, dieses' Meisters sind in Kupfer gestochen. Auf den Blättern steht das Monogramm AV. oder das Name desselben. Das Werk erschien im Verlag des Christoph oder Christian van Vianen, welchen man für einen Sohn Adam's hält. Es hat den Titel: Modelles artificiels de divers vaisseaux d'argent et autres capricieuses, inventees et desseignees du renomme Adam de Vianen, et grav. en cuivre par Theo« fore de Guessel (Th. van Kessel) ä Utrecht, 3 Theile mit 52 Blättern und dem Bildnisse des Meisters, fol. Sein Bildniss ist höchst ma- lerisch radirt und sehr selten. Er ist in halber Figur mit dem Hammer am Fenster dargestellt, Bezeichnet: Joh. Smith pinx. Theodor v. Kessel fec. aqua forti." Christ. v. Vianen excud., fol. Es kommen auch ziemlich kräftige Gegendrücke vor, die ebenfalls selten sind. Ueber ein anderes Bildniss $. Paul's van Vianen, Dann werden ihm selbst 13 sehr seltene radirte Blätter mit Vasen und anderen silbernen Gefässen zugeschrieben. Mit dem Zeichen des Meisters, fol. Anderwärts wird der Künstler mit A. van Vinne verwechselt. Vianen, Alphons, nennt Basan einen Kupferstecher, welcher 1630 in Rimini geboren wurde. Er soll 1704 in Amsterdam eine Folge von Darstellungen aus den Aesopischen Fabeln, und 1728 die Blät- ter zu einem Werke über die römischen Landschaften (?) gesto- chen haben, Diese Angabe scheint nicht richtig zu seyn. Wir möchten den Jan van Vianen darunter vermuthen, welcher eben- falls Thierfabeln gestochen hat. Vianen, Barthold, Maler, war um 1606 tätig, und kommt viel- leicht mit dem im Artikel des Goldschmids Paul van Vianen er- wähnten Maler Pieter van Vianen in Beziehung. Joseph Burde stach nach ihm eine Landschaft mit Gebäuden, zwischen welchen eine hölzerne Brücke von einem Berge zum andern führt. Unten sieht man einige Figuren. Barthold van Vianen fecit: 1606. Jos. Burde fec. Skizze, kl. 4. Burde stach auch die Skizze einer ber- gigen Landschaft, ohne Namen des Malers, vermuthlich nach dem genannten Künstler. Vianen, Christian van | Goldschmied, wahrscheinlich der Sohn des Adam van Vianen, lebte längere Zeit in England. Walpole hält ihn für einen Nürnberger, und sagt, er habe für die St. Georgen-Capelle in Windsor grosse silberne Leuchter und Kir- chengeräth gefertigt, welche mit getriebenen Arbeiten versehen
Anderwärts wird ein Christian van Vianen als Silberschmid genannt, beide aber sind wahrscheinlich Eine Person mit jenem
Christian van Vianen, welcher das Kupferwerk des Adam van Vianen in Utrecht verlegt hatte.
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