Vestier, Jean, Maler, wurde um 1750 zu Paris geboren, und an der alten Akademie von St. Luc herangebildet, welcher er später als Mitglied einverleibt wurde. Er übte Anfangs die Hist.
Miniaturmalerei , und malte Bildnisse in Öel, gründete aber in der Folge seinen Ruf als Miniaturmaler. Seine Porträts sind kräftig behandelt und von charakteristischer Auffassung. Er ging über die konventionelle, kleinliche Manier hinaus, und öffnete eine Bahn, auf welcher die jüngeren Meister Vorzügliches leisteten. G. R. le Villain stach nach ihm das Bildniss des Pfarrers J. Etienne Parent, und Ingouf ein unbekanntes Portrait, Oval kl. 8. Vestier starb zu Paris 1810. Folgendes Blatt ist von ihm selbst in Punktirmanier ausgeführt, Henry Masers de Latude, Prisonnier d'etat. Kniestück, fol. Vestner, Andreas, Medailleur, wurde 1707 zu Nürnberg geboren, und von seinem Vater Georg Wilhelm unterrichtet, welchem er auch in der Folge als Gehilfe zur Seite stand. Nach dem Tode desselben wurde er Medailleur der Stadt Nürnberg. Auch hatte er den Titel eines churfürstlich bayerischen, und bischöflich Würz- burgischen Hof-Cammerraths. Vestner war ein guter Techniker, künstlerischen Geschmack hatte er aber eben so wenig, als sein Va- ter. In der Sammlung berühmter Medailleur, Nürnberg , S. 128, und in der Vorrede von Lochner's Sammlung merkwürdi- ger Medaillen IV. findet man ein Verzeichniss der Werke der Vestner. Andreas fertigte einige Schaumünzen auf Carl Albert von Bayern als Kaiser , welche zu seinen Hauptwerken ge- hören: 1) Auf dessen Wahl 1742, Brustbild. Caesarum Accedit Regis Diadema Corona. 2) Detto, mit Brustbild. Providentia Nu- minis. 3) Auf die Krönung. Coelo Demittitur Alto Corona et Co- ronatus. 4) Detto. Felicitas Imperii Renascens. 5) Detto, mit den Bildnissen des Kaisers und der Kaiserin. Dignissima Maiestatis Et Gratiae Ornamenta. 6) Sterbmedaille von 1745. O Lux Teutoni- cae! Spes O Fidissima. Mit dem Grabmale. Diese Denkmünzen sind in Silber, Kupfer und Zinn ausgeprägt. Vorzüglicher sind die Schega'schen Medaillen. Vestner starb in Nürnberg 1754. Vestner, Georg Wilhelm, Medailleur, geboren zu Schweinfurt 1677, war in Nürnberg Schüler von J. D. Preissler, und übte sich dann unter Leitung des Bildhauers Metzelich im Modelliren. In der Stahlschneidekunst gab ihm Uhl Unterricht, und nach einigen Wanderjahren berief ihn (1702) der Churfürst von Chur in seine Dienste. Er blieb bis 1704 in Trier, und schlug einen Ruf nach Berlin und Weimar aus, trat aber dann in Dienste der Stadt Nürn- berg, für welche er Münzstempel schnitt. Nebenbei trieb der Künstler auch einen Handel mit Lebkuchen, welchen er erst 1728 aufgab, als ihm der Kaiser das Privilegium verliehen hätte, in seinem Hause Schaufännige zu prägen. Schon 1720 wurde der Lebkuchenfabrikant bischöflich Würzburg'scher Hof-Medailleur, und 1732 beehrte ihn der bayerische Hof mit demselben Titel. Ein Verzeichniss seiner Geprägte findet man in den oben im Ar- tikel des Sohnes genannten Werken, und in Lochner's Medaillen- Sammlung IV., Vorrede, ist die Biographie des Meisters abge- druckt. Auf dem Titelblatte sieht man eine seiner besten Medail- len abgebildet, jene auf Friedrich Wilhelm von Brandenburg. In Imhof's Nürnberg. Münzkabinet I. 2. S. 95. wird ihm eine grosse Medaille ohne Revers von 1702, und zwei einseitige Medaillen ohne Schrift und Datum zugeschrieben. Starb zu Nürnberg 1740. Veterano, Andrea, Kupferstecher, lebte zu Anfang des 17. Jahrhun- dert in Coimbra. Von ihm ist das fein gestochene Titelblatt eines
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