Verstappen, Martin

Verstappen, Martin, Landschaftsmaler , wurde zu Antwerpen geboren, und von van der Zanden in den Anfangsgründen der Kunst unterrichtet, bis sich P. van Regemorter und H. A. Myin seiner annahmen. Anfangs wählte er die Historienmalerei , und hatte auch schon einige glückliche Versuche in dieser Kunst ge- macht. Als Ommegang seine Vorliebe zur landschaftlichen Darstel- lung näherte. Jetzt unternahm Verstappen Reisen, und kam nach Dresden , wo er unter Klengel's Leitung einige Bilder von Claude Lorrain und Wouvermans copirte. Diese Nachbildungen sind sehr genau, und sie gaben dem Künstler in der Technik Vorschub, so dass von dieser Zeit an (1802) auch seine eigenen Compositionen

Verstappen starb . Vogel von Vogelstein hat 1814 in Rom sein Bildniss gezeichnet und selbes seiner berühmten Portraitsamm- lung einverleibt.

Dieser Künstler hat auch Einiges auf Stein gezeichnet, diese Blätter sind aber selten zu finden. Folgendes radirte Blatt gehört zu den Seltenheiten, und steht im hohen Preise,

  1. Die Spinnerin bei der Herde in einer Landschaft. Sie sitzt mit der Spindel links vorn auf dem Boden, und neben ihr ist das Kind. Rechts liegen zwei Rinde, und zwei andere stehen. Die eine ist vom Rücken gesehen, die andere steht quer vor. Im Grund links erhebt sich ein Berg, und zur rechten Seite sind drei Bäume mit Gebüsch. Die Behand- lung dieses Blattes ist ziemlich hart, und zeigt keine grosse Sicherheit in Führung der Nadel. Es ist ohne Namen und Zeichen. H. 5 Z. 1 L., Br. 4 Z. 6 L.

Ursprünglich war der obere Rand um 18 Linien grösser, und wurde nach dem Probedrucke abgeschnitten. Ein sol- cher Druck ist in einem Auktionsverzeichniss von L. von Montmorillon, München 1843, als Unicum bezeichnet und auf 44 Gulden gewerthet. H. 6 Z. 7 L., Br. 6 Z. 5 L.

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