Verschuring, Hendrik

Verschuring, Hendrik, Maler, geboren zu Gorcum 1627, war Schüler von D. Goverts und von J. Both, bei welchen er elf Jahre zubrachte, bis er endlich Gelegenheit fand, Italien zu besuchen. Der Künstler verlebte einige Zeit in Rom , besuchte auch Florenz und Venedig , und fertigte eine Menge von Zeichnungen, die in verschiedenen Manieren, doch nach der Mehrzahl ausgetuscht sind. Er zeichnete Statuen , Ruinen und erhaltene Gebäude, Gartenan- sichten, Landschaften und Marinen, Figuren, Pferde und andere Thiere. Diese Blätter sind sehr geistreich behandelt, und dienten dem Künstler als Studien zu seinen Gemälden. Im Jahre 1655 kehrte er ins Vaterland zurück, und machte sich durch eine gross- Anzahl von Bildern bekannt, die eben so lebendig und wahr in der Darstellung, als trefflich in der Färbung sind. Anfangs malte er sogenannte ambocciaden, dann aber meistens Schlachten, Mär- sche, feindliche Ueberfälle und Plünderungen, das ganze Elend des Krieges. Auch Landschaften und architektonische Ansichten mit Figuren und Thieren finden sich von ihm. Alle diese Bilder zeu- gen von einem geistreichen und sehr geübten Künstler . Auf meh- reren Gemälden steht ein Monogramm, welches auf Landschaften nicht mit jenem des H. Swanevelt verwechselt werden darf. Die Buchstaben H. V. sind verschlungen, und das S. schliesst sich an

Stiche nach H. Verschuring.

Das Bildniss des Christoph Wittich, gestochen von A. v. Zylvelt.

Cavallerieangriff bei Ruinen , links ein galopirendes Pferd. H. Verschuring f. 1678, Copie von Basan, breit radirt, qu. fol..

Ein Cavallerieangriff bei einer Ruine. H. W. f. 1678. Ver- schuring. Radirt, kl. qu., fol..

Die Werkstatt des Hufschmieds, gestochen von G. Hoet.

Ein junger Mann im Mantel mit dem Hut rechts an der Säule ein Pferd haltend, dabei zwei Hunde. H. Verschuring ginx. Haens- bergen fecit 1662. Geistreich radirtes und höchst seltenes Blatt, H. 8 Z. 4 L., Br. 6 Z. 7 L. |

Livre de paysages inventés par Vanude (v. Uden) et Verscure (Verschuring) gravés par Soubeyran. A Paris chez Odieuvre, qu. 4.

In dieser Folge von 6 Blättern sind zwei nach Verschuring, hier auch noch Vesevres geschrieben..

Livre de paysages dessinés par Differents grands maîtres et grav- pés par Soubeyran, kl. qu., 4..

Auf einem dieser Blätter heisst der Künstler Vesévres, auf an- deren Verscure.

Eigenhändige Radirungen.

Wir verdanken diesem Meister einige radirte Blätter, welche als geistreich gezeichnete, und mit leichter Hand ausgeführte Skiz- zen zu betrachten sind, und selten vorkommen. Bartsch, P. gr. II 123, beschreibt vier solcher Blätter, welche in hohen Preisen stehen. Jedes der beiden ersten werthet R. Weigel auf 16 Thl.

  1. Die Schlacht. Zwei Reiter verlassen das Schlachtfeld, und fliehen nach links hin. Der eine hat einen Schild, der andere stösst ins Horn. H. Verschuring f. H. 7 Z. 4 L., Br. 5 Z. 5 L.

I. Vor den Ueberarbeitungen mit der Nadel am Halse des

Pferdes, auf welchem der Reiter mit dem Schilde sitzt.

II. Die retouchirten Abdrücke an jener Stelle, wahrschein- lich von Verschuring vorgenommen.

  1. Die Reisenden. Der Mann sitzt im Mantel zu Pferd, und die Frau mit dem Kinde auf dem Esel. Nebenher läuft der Hund. Links auf dem mit Bäumen besetzten Berge sind zwei Bauern. H. Verschuring f. Das Gegengstück zu obi- gem Blatte..

  2. Ein liegender Hund, welcher Flöhe sucht. Links sieht man einen heulenden Windhund vom Rücken. Links vorn am Boden das Monogramm HVS. H. 2 Z., Br. 5 Z. 2 L.

  3. Die drei Hunde. Der stehende Windhund blickt nach links, wo ein Jagdhund liegt, und der andere steht. Wie oben bezeichnet. H. 2 Z. 1 L., Br. 5 Z. 2 L.

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