Vergara, D. Ignacio!—- Vergara

Vergara, D. Ignacio!—- Vergara, D. Josef. '9 zählt dieselben namentlich auf, und räumt dem Künstler eine vor- zügliche Stelle ein. Er starb 1753.

Noch berühmter war der jüngere Künstler dieses Namens, welcher zu Alcudia de Carlet geboren wurde. Als der Sohn des Bildhauers Manuel Vergara kam er in jungen Jahren bei sei- nem Onkel Francisco in die Lehre, dann in die Schule des E. Muñoz, und zuletzt nach Madrid , wo er sich durch die Statuen der Heiligen Franz de Paula und Anton, die man in der Kirche von S. Ildefonso sieht, eine k. Pension erwarb. Diese setzte ihn in den Stand, zu Rom unter Filippo Valle seine Studien fortzu- setzen, welche mit mehreren Preisen der Akademie von S. Luca aufgemuntert wurden, Bereits selbst Akademiker erhielt er den Auftrag, den neuen Altar des heil. Julian in der Kathedrale von Cuenca mit Statuen und Basreliefs zu zieren, welche zu den schönsten Arbeiten der neueren Sculptur in Spanien gezählt wur- den. In einem weiteren Kreise wurde er aber durch die colossale Statue des hl. Petrus von Alcantara bekannt, welche er für die St. Peterskirche in Rom ausführte. P. Campana hat dieses bewunderte Werk in Kupfer gestochen. Dann fertigte er das Grabmal des Cardinals Portocarrero in der Kirche des Priorats der Malteser, und die Grabstatuen des Königs Ferdinand VI. und seiner Ge- mahlin Barbara in der spanischen Kirche zu Rom. Auch nach Spanien kamen verschiedene Werke von seiner Hand, wie das Modell der Statue des heil. Ignaz von Loyola, welche später für das Jesuiten-Collegium zu Azpeitia in Metall ausgeführt wurde. Vergara war für die Schönheit der Antike nicht unempfänglich, und wusste seinen Formen Adel und Grazie zu verleihen. Auch seine Gewandung ist in großartigem Style durchgeführt, doch hatte er noch keine Ahnung von der Würde der späteren Plastik in Rom. Er ist noch in der Sphäre des Bernini befangen. In Rom erblindet starb der Künstler 1761 in derselben Stadt.

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