Verbeyen, Jan Hendrik

Verbeyen, Jan Hendrik, Maler, geboren zu Utrecht , hatte schon in früher Jugend entschiedene Neigung zur Kunst, kam aber, durch ungünstige Verhältnisse gedrängt, erst in seinem 21. Jahre bei einem Ornamentenmaler in die Lehre. In dieser Lage war von der höheren Kunst keine Rede, und Verheyen verdankte es daher sich selbst, was er im Zeichnen und in der Perspektive leistete. Im Jahre 1810 sah der Professor Bleuland zu Utrecht eine von ihm gezeichnete Aurikel in einem Glas mit Wasser, und die- ser Gelehrte ging ihm von nun an mit Rath und Unterstützung an die Hand. Jetzt fand Verheyen Gelegenheit, gute Gemälde zu studiren und Zeichnungen darnach zu nehmen, was auf seine wei- tere Ausbildung den wohlthätigsten Einfluss hatte. Hierauf zeich- nete er Landschaften und Gebäude nach der Natur, und ähnliche Darstellungen malte er in Oel. J. van der Heyden und van der

Ulft waren hierin seine Vorbilder. Die Staffage entnahm er un- mittelbar der Natur. Doch erst 1816 trat er auf der Kunstausstel- lung zu Amsterdam mit Gemälden auf; diese Bilder waren aber bereits so gediegen, dass man sich wunderte, wie ein Mann in solcher Lage zu dieser Ausbildung gelangen konnte. Von dieser Zeit an war der Ruf des Künstlers entschieden, und jedes Bild fand neue Lobredner. Seine Ansicht des Fischmarktes in Utrecht wurde 1818 dem Besten gleichgeachtet, was die neuere Kunst in dieser Art geleistet hatte. Die Anzahl seiner Werke ist bedeutend, und man findet deren sowohl in holländischen Sammlungen, als im Auslande. Mehrere stellen Ansichten von Amsterdam, Utrecht, und von anderen Städten und Schlössern Hollands dar. Auch Land- schaften mit Vieh findet man von ihm. Verheyen malte die Thiere eben so gut, als die menschlichen Figuren, so dass nicht allein

die Architektur das Hauptverdienst des Gemäldes bildet. Die Zahl der architektonischen Bilder ist aber vorherrschend.

Verheyen war noch 1845 thätig.

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