Veith, Hans Martin, Zeichner und Maler, geb. zu Schaffhausen 1650, lag zehn Jahre in Italien den Studien ob, und trat dann zu Venedig in Dienste des Fürsten Radzywill, welchen er nach Warschau begleitete. Später kehrte der Künstler wieder in die Heimath zurück, und starb zu Schaffhausen 1717.
Veith malte Bildnisse, biblische und mythologische Darstel- lungen, welche im Geschmacke der venetianischen Schule behan- delt sind, und einen Künstler von Talent verrathen. In der Samm- lung des Dekan Veith zu Schaffhausen, welche 1835 veräußert wurde, waren zwei Gemälde von ihm, welche dem Künstler einen Rang unter den besten seiner Zeit anweisen. Das eine stellt Sa- lomons Urtheil dar, ein figurenreiches Architekturbild , welches die Jahrzahl trägt. Das zweite zeigt in einer reichen Landschaft Herkules auf dem Scheidewege, und bildet anscheinlich den Pen- dant, da die Bilder gleich gross sind. H. 34⅔ Z., Br. 19½ Z. Die Handlung auf dem ersten Gemälde ist ernst und lebendig, jene auf dem zweiten geht etwas ins Lüsterne. Die nackten Göttinnen bieten alles auf, um den Helden zu gewinnen, und der Tanz von Faunen und Bacchantinnen ist verführerisch. Uebrigens findet
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_QbZVVTX7ctMC/