Vanne, Jan van der

Vanne, Jan van der, Zeichner und Maler, geb. zu Harlem . war Schüler seines Vaters Vincent Laurents, bis er bei J. Hugten- burg Aufnahme fand. Er malte wie dieser Jagden, Pferderennen , militärische Scenen u. s. w., womit er später in England grossen Beifall fand. Van der Vinne lebte einige Zeit in London , und schloss mit J. Wyck Freundschaft, welcher ähnliche Bilder malte, und auch in Landschaften sich auszeichnete. Jetzt fing auch un- ser Künstler an, landschaftliche Darstellungen zu malen, in wel- chen aber gewöhnlich die Staffage vorherrschend ist. Er bracht Jagdscenen hervor, malte militärische Auftritte in Landschaften, und besonders schöne Pferde und andere Hausthiere mit den nöthigen Figuren. Seine Gemälde sind aber selten, häufiger die Zeichnun- gen, die er auf Papier in Bister und Aquarell ausführte, oder auf Pergament mit Tusche behandelte. In Weigel's Zeichenlese sind vier Zeichnungen der letzteren Art beschrieben, Landschaften mit Felsen, Soldaten und Pferden darstellend. In Weigel's Kunstkata- log sind zwei Bisterzeichnungen genannt, reizende Landschaften mit Reitern und Figuren, aus der Gegend von Exeter und Rochester in England. Van der Vinne's Zeichnungen sind meisterhaft, und ste- hen daher in hohen Preisen. In der Gallerie des Belvedere zu Wien ist ein kleines Gemälde auf Holz, ein Knabe mit der Leyr vor einem Hause, und ein zweiter mit der Schellenkappe, der den Triangel schlägt. Im Artikel des Jakob van der Vinne sprachen wir auch von Interioren, die vielleicht von Jan gemalt sind. In der letzteren Zeit seines Lebens übernahm er eine Seidenwaaren- fabrik, und befasste sich wenig mehr mit der Kunst. Starb 1721.

  1. Viehheerde mit Hirten bei einer Hütte, in Potter's Manier radirt, und braun gedruckt. L. v. d. Vinne del., qu. fol.
  2. Eine Folge von 25 Landschaften und Interioren mit Figu- ren, oder vielleicht 2 oder 3 einzelne Folgen. Geistreich radirt, kl. qu. 4. Einige schreiben ihm auch die Folge 21 —26 zu, welche wir im Artikel des Isaak v. d. Vinne erwähnt haben.

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