Verkündigung Mariä, ehedem im Kloster San Gallo, dann nach der Zerstörung desselben in S. Jacopo tra' Fossi, wo sich jetzt eine Copie von P. Dandini oder Vannini befindet. Dieses Bild stammt, wie oben bemerkt, aus der mittleren Zeit des Künst- lers, wie das folgende;
Die Verkündigung Mariä mit St. Michael und einem Heiligen in schwarzem Kleide, ursprünglich im Besitze des Kaufmanns Gio, di Paolo. Dieses Bild hat bedeutend nachgedunkelt und gelitten,
und steht dem obigen bei weitem nach.
Die Madonna des heil. Franciscus, ehedem bei den Francis- kanerinnen in der Strasse Pentolini, und 1704 von Ferdinand de' Medici um 20000 Scudi angekauft, Maria steht mit einem Buche in der Linken aufrecht auf einem Fussgestelle, an welchem Harpyen angebracht sind, woher das Bild auch Madonna delle Arpie genannt wird. Das Kind umklammert ihren Nacken, und zu beiden Seiten der Basis sieht man zwei Engel, welche sich an die Füsse der Madonna schmiegen. Rechts steht St. Franz, und links der Evangelist Johannes, angeblich Nachahmung eines Modells von Jacopo Sansovino. In diesem Bilde hat Andrea in Rücksicht der Harmonie und überraschenden Sanftheit des Colo- rits, der Kraft und Klarheit des Helldunkels, der Grazie der Stell- ungen, der Wahrheit des Ausdruckes, und der Sorgfalt der tech- nischen Behandlung das Höchste geleistet. Auf der Basis steht: Avve Sal. Flo, Fab., Ad summü regina trono defertur in altum,
XVII.
Der Streit (Disputa) der vier Kirchenväter über die Dreieinig- keit, im Vorgrunde Magdalena kniend, links Sebastian vom Rü- cken gesehen, in den geöffneten Wolken Gott Vater mit dem Hei- land am Kreuze erscheinend. Dieses berühmte Bild ist aus dersel- ben Epoche wie die Madonna di S. Francisco. Es wurde nach der Zerstörung des Klosters San Gallo nach S. Jacopo tra' Fossi ge- bracht, und zu Anfang des vorigen Jahrhunderts für den Pitti angekauft. In der letzteren Kirche hatte das Bild 1577 durch die Überschwemmung des Arno gelitten, ausserdem würde das Colo-
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