Vegni, Leonardo Massimo de, Zeichner und Architekt , wurde um 1740 zu Chigniano im Gebiete von Siena geboren, und von Ant. Buonfigli unterrichtet. Er machte sich besonders durch eine Erfindung bekannt, auf welche ihn der Niederschlag der Min- eralwässer des Bades S. Filippo brachte. Man findet da eine Steinart, welche gepulvert zum Abguss von Basreliefs, Medail- lonen, und sogar von Statuen gebraucht werden kann, da sie die Weisse und Härte des Marmors erhält. Später setzte er auch Far- ben zu, so dass seine Abgüsse farbige Marmore nachahmen. In der florentinischen Sammlung sind einige Bildwerke aus dieser Masse, zwei Basreliefs nach der Antike, und Ugulino nach einer Bronze von Perino da Vinci. Im Jahre 1761 richtete er über diese Erfindung ein gedrucktes Sendschreiben an Dr. Gaetano Monti
und die von ihm selbst radirte Karte der Stadt Bagdad bei. In früherer Zeit übt'ge in Rom seine Kunst, wo er auch verschiedene architektonische Risse fertigte. Ferner verdanken wir Ihm eine neue Ausgabe des Manuale d'Architettura von Branca, welches er mit eigenhändigen Blättern vermehrte. Nach Siena zu- rückgekehrt, beförderte er eine architektonische Abhandlung des F. di Giorgio auf der Bibliothek der genannten Stadt zum Druck, welche 1772 mit Kupfern von Vegni erschien. Vegni war Mitglied mehrerer Akademien, und starb 1782 mit dem Rufe eines tüchtigen Künstlers.
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