Vecchio, Pietro della

Vecchio, Pietro della, Maler von Venedig , stammte aus der Fa- milie der Muttoni, und wurde von Varotari unterrichtet. Seine Vorbilder waren aber die älteren venetianischen Meister, die er so gut nachzuahmen wusste, dass mehrere seiner Werke für Gio- rgione, Tizian und Tintoretto genommen wurden. In den Kirchen zu Venedig findet man Altarbilder von ihm, welche ein genaues Studium der Natur, und einen lebendigen Sinn für Farbe verrath- en. Unter den manierirten Arbeiten seiner Zeitgenossen er- scheinen die seinigen noch immer als Produkte der Nachblüthe der guten Zeit der Kunst. Einige haben jedoch nachgedunkelt. Von besonderem Interesse sind seine Staffeleibilder, welche in

Giorgione's und M. A. da Carravaggis Weise Spieler, Wahrs sager, Soldaten, und andere kräftige Gestalten vorstellen, welche gewöhnlich in aufbrausendem Charakter erscheinen, als sonderbar aufgeputzte Renomisten. Die Bilder dieser Art sind sehr lebendig und geistreich aufgefasst, und von grosser Gluth der Farbe. Auch schöne Bildnisse finden sich von ihm, meistens mit Beiwerken, welche diesen Gemälden den Charakter von Genrebildern geben. Auch historische Staffeleibilder bewahrt man in Gallerien von die- sem Meister. In jener zu Dresden sieht man fünf Gemälde von della Vecchia, und im Belvedere zu Wien sind drei, darunter das Kniestück eines schwarzbärtigen Kriegers, welcher den Degen zieht, angeblich das Bildniss des Ritters Bayard. Dann war Pietro auch als Restaurateur berühmt, woher er den Beinamen della Vecchia erhalten haben soll. Richtig ist, dass seine Bilder im Charakter viel älter erscheinen, als sie sind.

P. della Vecchia heirathete die Malerin Clorinde Regnier, und st. zu Venedig 1678 im 73. Jahre, wie Bassaglia behauptet. Nach andern starb er erst 1608. Gestochen nach uns kennen wir fol- gende Blätter:

Der das Schwert ziehende Krieger, das oben genannte Bild im Belvedere, gest. von L. Vorsterman jun., kl. fol.

Eine reich gekleidete Frau mit einem Knaben, nach dem Bilde im Belvedere, gest. von L. Vorsterman jun., kl. fol.

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