Vazquez, A., s. Juan Vazquez. Vazquez, Augustin und Amaro, Brüder, hatten um in
Sevilla als Maler Ruf. Man weiss indessen nur, dass sie alte Ge- mälde des dortigen Domes restaurirten, .
Vázquez, Alonso, Maler von Ronda in Spanien . War in Sevilla Schüler von Antonio Arévalo, und huldigte durch diesen der Kunst- weise des berühmten Luis de Vargas. In seiner Jugend malte er viele Seidentapeten in Wasserfarben, wodurch er sich grosse Pin- selfertigkeit erwarb. Hierauf studierte er die Fresken des Cesare Arbasia in Cordoba, so wie jene des Pablo de Cespedes, was aus seinen Werken hervorgeht, welche sich durch Richtigkeit der Zeich- nung und durch Grossheit der Form empfehlen. Im Jahre 1608 verzierte er mit anderen Meistern das prachtvolle Trauergerüste, welches die Stadt Sevilla am Todestage Philipp II. errichten liess. Palomino schreibt ihm auch ein Bild des heil. Isidor in der Ca- thedrale zu, welches aber nie existierte, da diesem Heiligen weder ein Altar noch eine Capelle geweiht war. Im Franziskanerkloster zu Sevilla waren Freskomalereien von ihm, die er mit A. Morena ausführte. Sie wurden vernichtet, um an jener Stelle den Bildern des Domingo Martinez Platz zu machen. Über der Thüre des Klosters S. Pablo zu Sevilla ist nun ein Medaillon mit dem Bilde des heil. Luis Bertran von ihm in Fresco gemalt. An der Kirche der Trinitarios calzados zu Sevilla ist ein Altar von ihm, mit einem Medaillon von Stein, in welchem Vázquez die Geburt Christi malte. Im oberen Räume stellte er die Verkündigung der Engel an die Hirten dar, alles in Fresco ausgeführt. Im gros- sen Kloster la Merced calzada malte er mit Pacheco im Grossen das Leben des heil. Ramon in Öel, und in der Sakristei daselbst sieht man mehrere schöne Bilder in halber Figur, darunter eine Magdalena, Maria mit dem Leichname des Sohnes, und St. Franz von Assisi. Im Dome zu Sevilla werden ihm die Bilder eines klei- nen Altares am Eingange neben dem Thurme zugeschrieben. In einem Medaillon stellte er die Himmelfahrt Maria dar, und zu den Seiten malte er die halben Figuren eines heil. Bischofs und des heil. Diego. Den Sockel zierte er mit kleinen historischen Bildern, welche sehr zierlich behandelt und schön colorirt sind. Im Palaste des Herzogs von Alcala war zu Palomino's Zeit ein berühmtes Bild des Lazarus, der am Tische des Reichen bettelt. Vázquez besass gründliche anatomische Kenntnisse. Seine Figu- ren sind Ausdrucksvoll, und besonders täuschend sind die Gewän- der von Sammt dargestellt. Auch Blumen und Früchte, so wie andere Beiwerke malte er trefflich. Palomino lässt diesen Künstler 1650 im 71. Jahre sterben; er war aber schon viele Jahre vor dem Erscheinen des Werkes von Pacheco (1649) nicht mehr am Leben, wie C. Bermudez behauptet,
Vázquez, B., s. Juan Vázquez,
Vázquez, Diego, Bildhauer, hatte um die Mitte des 16. Jahrhun- derts in Sevilla Ruf. Von ihm sind die Ornamente des gothischen Hauptaltares im Dome daselbst, welcher von 1552—57 herge- stellt wurde.
Um 1622 lebte ein Künstler dieses Namens in Valladolid. Er fertigte den Hochaltar der Kirche in Malpartida, welcher mit Bas- reliefs und Ornamenten prangt.
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