Vanucci, Andrea, genannt A. del Sarto |
mit dem kleinen Johannes, nach Hirt, Kunstbemerklmngen S. 190, ein Werk aus der zweiten Periode des Künstlers, In Rom , In der Gallerie Barberini ist eine heil. Familie aus Andrea's zweiter Manier, Nachahmung der Gaddischen bei Gaddi-Poggi in Florenz. Maria sitzt mit dem Kinde, und daneben ist Joseph. Der übertrieben lächelnde Johannes des Gaddischen Bildes fehlt. Auf einer Copie derselben Sammlung kommt er aber vor. In der Gallerie Sciarra ist ein Bild der Madonna mit dem Kinde zwischen St. Joseph und St. Petrus Martyr. Die Gallerie Colonna hat ein kleines, anmuthiges, und sorgfältig vollendetes Bild der Madonna mit dem Kinde und dem jungen Johannes. In der Gallerie Fesch wurde bis eine schöne heil. Familie gezeigt, welche an die in Dresden erinnert. Im Palast Borghese findet man zwei Bilder der Madonna mit dem Kinde und dem kleinen Johannes, wovon
- eines in etwas an Puligo erinnert. Alle diese Bilder stammen aus der zweiten Periode des Künstlers. Ein Schulbild könnte die hl. Jungfrau im Palaste Corsini seyn. Daselbst ist auch eine Copie des zerstörten Frescobildes im Tabernakel vor dem Thor Porta bei Florenz , dann ein Tobias mit dem Engel; aus del Sarto Schule. In der Sammlung des Lucian Bonaparte. war ein kleines Bild der Leda, ein vorzügliches Werk. In der Gallerie Falconieri war ein Bild der Madonna von mehreren Heiligen umgeben, welche in den Besitz des Lord Kinnaird kam. Palmaroli hat dieses Bild restaurirt.
Turin . In der k. Gallerie sieht man eine heil. Familie, über deren Aechtheit wir keinen Aufschluss geben können. Der Marquis Tancred von Barolo erwarb in Florenz ein schö- nes und interessantes Bild der Madonna mit dem Kinde und dem
kleinen Johannes, welches in einzelnen Theilen unvollendet ist.
Wien.
In der k. k. Gallerie des Belvedere sieht man folgende Werke von Andrea:
Eine heil. Familie aus der zweiten Epoche des Meisters, Maria und Elisabeth vorstellend, wie sie die beiden Kinder vor sich hin- halten, die mit einander im Gespräche sind. Der eine der beiden Engeln im Grunde bläst die Flöte, Durch Zeit und Menschen- hände hat dieses Bild gelitten.
Maria in einer Landschaft auf dem Felsen sitzend mit dem Kinde auf dem Sessel, neben ihr Joseph auf den Reisesack ge- lehnt. Dieses Bild wird dem Andrea zugeschrieben, ist aber un- verbürgt.
Duke Pieta aus dem Servitenkloster in Florenz 1510, Der Leich- nam liegt auf einem hingebreiteten Leintuche, ohne Spur des Todesschmerzes auf dem schönen Antlitz; Ein Engel unterstützt ihm das Haupt, und ein zweiter hält den Schwamm. Hinter der Gruppe kniet in Thränen die himmlische Mutter. Bezeichnet: And. Sar. Flo. Fac.
Der junge Tobias mit dem Fische links zur Seite des Engels mit seinem Hunde, und rechts als Begleiter St. Laurenzius mit dem Buche. Im Vorgrunde kniet der Stifter des Gemäldes, und aus der Luft schaut Christus mit dem Kreuze herab. Die Ent- stehungszeit dieses Bildes ist unbekannt. Zeichnung und Stellung der Figuren sind gleich herrlich, das Colorit hat kaum seines Gleichen, indem es so glänzend und durchsichtig ist, als wäre auf dem weissen Grunde lauter Lasurfarbe angewendet.
In der Gallerie des Grafen Fries war eine anmuthige heilige Familie aus der zweiten Periode des Meisters, bekannt unter dem Namen der Madonna di Fries. Die Mutter, neben einem Fels- stück sitzend, hält das Kind auf dem Schoosse, welches den ent- blössten Rücken zeigt, den Kopf aber nach aussen wendet. Zur Seite ist Johannes. Dieses Bild ging in den Besitz des Herrn Artaria in Wien über.
Stiche nach Werken dieses Meisters. Weibliches Bildniss in reicher Kleidung, jenes der Lucrezia del Fede in der florentinischen Gallerie, halbe Figur, im Grunde Aussicht durch's Fenster. Gest. von P. A. Pazzi, gr. fol.
Die Bilder aus der Parabel vom Weinberge, im Garten des Servitenklosters zu Florenz grau in Grau gemalt, aber jetzt Ruine, gest. von C. Robertus, qu. fol.
Derselbe Gegenstand kleiner, H. Coock exc., kl. qu. fol.
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