Vannina, Violante

Vannina, Violante, Kupferstecherin zu Florenz , wird unter die Schü- lerinnen des R. Strange gezählt, welcher um 1760 in Florenz lebte. Sie könnte die Gattin oder Schwester des Kunsthändlers Giuseppe Vanni seyn, in dessen Verlag einige ihrer Blätter erschienen. Die- ser soll selbst in Kupfer gestochen haben. Füssly fand ihm eine Fest des Liebesgottes nach Correggio, und ein Blatt nach Lo- renzo Lippi zugeschrieben. Das letztere soll den Esau darstellen, wie er die Erstgeburt verkauft. Von der Richtigkeit dieser Angabe konnten wir uns nicht überzeugen. Violante hinterliess mehrere schöne Blätter, welche an die Behandlungsweise des R. Strange erinnern. Auch Radirungen finden sich von ihr. Sie starb um 1775.

  1. Hugo Donellus, Rechtsgelehrter, als Titelkupfer für dessen Werke. Lucca 1762, 4.

  2. Marcus Antonius Franceschini, Bonon. pictor etc. Büste in Oval von zwei Kindern gehalten, das Titelblatt zur Gal- lerie Gerini. Franceschini hatte dessen Palast mit Fresken geziert, welche auf 19 Blättern von Lorenzi, Violante Vanni und Bartolozzi gestochen wurden, gr. fol.

  3. Bildniss eines jungen Mannes, halbe Figur mit dem Schwert umgürtet, wie er in der Linken einen Brief hält. Nach A. Allori il Bronzino, für das florentinische Galleriewerk ge- stochen, gr. fol.

  4. Die Madonna della Sedia, nach Rafael. Quem coeli capere etc., Radirt, kl. 4.

  5. Christus am Kreuze, nach An. Carracci, fol.

  6. St. Franz von Assisi, nach Guerino, 4.

  7. Le Loggie della compagnia dell' Scalzo, zwei Blätter nach A. del Sarto, aus dem Verlage von Giuseppe Vanni.

  8. Ein alter Mann und eine alte Frau, die um Almosen hüt- ten, halbe Figuren, 4.

  9. Eine Ornithographie, mit radirten und colorirten Kupfern, nach Füssly um 1770 herausgegeben.

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