Vanni, Michel Angelo Cav., Maler, der Sohn und Schüler des Francesco Vanni, machte sich weniger durch Werke in Oel, als durch die Erfindung der Marmor-Mosaikgemälde bekannt. Gandellini will wissen, auf welche Weise Vanni zu dieser Kunst langte, und er behauptet, dass das Geheimniss mit der Familie Vanni untergegangen sei, was nicht richtig zu seyn scheint, da auch N. Tornioli das Verfahren kannte. Die Farben durchdringen den Marmor so, dass man sogar auf der Rückseite das Bild erkannte. Eine Probe dieser Kunst findet man in S. Giorgio zu Siena , wo Michel Angelo und sein Bruder Raphael ihrem Vater Francesco ein Denkmal setzten. Es diess eine mit Säulen, Festons und Kinderfiguren geschmückte Marmorplatte, auf welcher die Farben incrustirt sind. Auch der Stammbaum der Vanni ist beigefügt. Die Inschrift besagt:
Francesco Vannio — Michael Angelus — novae hujus in petra pingendi artis inventor et Raphael Vanni ejus frater — filii parenti optimo — 1656.
Bei den Olivetanern zu Siena ist ein Oelbild von ihm, welches die heil. Catharina vorstellt, wie sie mit dem Heiland das Gloria chantet. Auch in Sammlungen sollen sich Bilder von ihm finden.
Wir dürften von M. Vanni auch ein radirtes Blatt besitzen, auf welches Brulliot II. Nr. 2 aufmerksam macht, auf die Autorität Mariette's hin, welcher die Buchstaben M, V, S. desselben unserem Künstler beilegt.
Die Herodias mit dem Haupte des Johannes in einer Schüssel, mehr als halbe Figur nach links, wo man oben ein Fenster sieht. Rechts oben sind die Buchstaben M. V, S. In der Mitte steht die Jahrzahl 1610, und links bemerkt man die Buchstaben C. F. V. L. (Cav. F. Vanni Inventor?), H. 9 Z. 5 L., Br. 6 Z. 7 L.
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