Vanloo, Cesar

Vanloo, Cesar, Landschaftsmaler , der Sohn des Charles Amadeo Vanloo, wurde 1742 in Paris geboren, und von seinem Vater un- terrichtet. Hierauf begab er sich zur weiteren Ausbildung nach Rom , wo er das Fach der landschaftlichen Darstellung ergriff. Zwei Bilder, welche die Nacht und die Morgenröthe darstellen, erwar- ben ihm grossen Beifall, so dass die alte Pariser Akademie sich bemüßiget glaubte, einem Künstler von solchem Rufe die Thore öffnen zu müssen. Von 1800 — 1817 sah man auf den Sa- lons zu Paris Werke von ihm, besonders Winterlandschaften, worin er nach Fiorillo II. 324 die grösste Stärke besass, und alles über- traf, was man bis dahin geliefert hatte; doch wahrscheinlich nur unter dem Horizont von Paris. Gerühmte Bilder sind seine Win- terlandschaft mit dem Schlosse Montcalier bei Turin , die Land- schaft mit den Ruinen einer gothischen Kirche, wofür er 1810 den Aufmunterungspreis von 1500 Fr. erhielt; eine nächtliche Feuers- brunst, ebenfalls ein Preisbild, eine Schneelandschaft bei Mond- schein, die Brücke von Tivoli , die badenden Mädchen im Walde, der erste Herbstschnee, der Frühlingsmorgen, die Grotte des Nep- tun bei Tivoli, das Feuerwerk auf dem Castel S. Angelo u. s. w. Genau beschrieben sind die wenigsten Bilder dieses Meisters, was gerade nicht nothwendig zu seyn scheint. Der Pausanias français p. 444 sagt, wer eine seiner Schneelandschaften gesehen habe, habe sie alle gesehen. In der Composition findet er die Werke dieses Meisters verständig, im Ganzen aber Monotonie, Bau- ernfiguren, Boden, Lüfte scheinen dem Pausanias alle mit glei- chen Pinselhieben gemalt. P. Aubert stach nach ihm eine italieni- sche Landschaft bei Mondschein mit einem Gebäude in Flammen, aquatinta und in Farben.

Vanloo starb zu Paris 1821.

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