Van Veen, G. und O. — Vaenius, Jan de, Bildhauer, geb. zu Gent 1754, war Schüler seines Onkels F. Temmerman, und begab sich dann nach Paris , wo er Anfangs Modelle für Gold- und Silberarbeiter fertigte, nach wel- chen mehrere Gefässe für die Prinzessinen ausgeführt wurden. Hierauf begab er sich nach London , wo er fünf Jahre verweilte, bis er 1787 von einem Handlungshause den Auftrag erhielt, in Ita- lien die schönsten antiken Werke zu copiren. In Rom fand der Künstler an dem Herzog von Aremberg, an M. d'Agincourt und an Th. Hope warme Gönner, welche die Vortheile erkannten, wel- che de Vaere durch das Studium der Werke der römischen und griechischen Plastik gewonnen hatte. Von dieser Zeit an war sein Glück entschieden, den er vor vielen seiner Zeitgenossen in Wahr- heit verdiente. Durch Hope erhielt er die Mittel zur Erledigung seiner Aufträge, und als die französische Revolution in Rom den
wo mehrere seiner Hauptwerke, sind, Untä°diesm nennen wir das Monument der Gattin des Sir Edward Lockyer in der St. Andreaskirche zu Plymouth mit einem Basrelief im anti- ken Style, und dann die allegorische Gruppe im Frontispice des Asssekuranzgebäudes in Salisbury , abgebildet in de Bast's Annales du salon de Gand pl. 45 und 75. Im Jahre 1811 kehrte er nach Gent zurück, wo er der Akademie mehrere seiner Skizzen und Modelle vermachte. Die Gesellschaft der schönen Künste ernannte ihn zum Zeichen der Würdigung seiner Verdienste zum Direktor ; der Künstler verlebte aber die letzten Jahre seines Lebens in ei- ner ehrenvollen Unabhängigkeit auf seinem Landgute an der Lys,
und starb 1824. Vallard, Pierre Antoine Augustin, Maler, geb. zu Paris 1777,
war Schüler von Regnault, und befolgte als solcher nicht die strenge Richtung, in welcher sich David gefiel, welcher die Antike und das republikanische Alterthum apothéosirte. Vallard studirte zwar ebenfalls die plastischen Werke, und in seinen besten Bildern kommt er David nahe, er begnügte sich aber meistens mit dem Gliedermaße, und wann es galt, Kraft und Energie des Ausdruckes und der Bewegung zu erzielen, verfiel er nicht selten in theatralische Übertreibung. Es finden sich aber auch schöne und werthvolle Gemälde von ihm, besonders unter seinen kleineren historischen Darstellungen und Genrebildern, welche trefflich colorirt und fleis- sig behandelt sind. Einige seiner Werke sind in ständigen Galle- rien. Das grosse Bild, welches den Tod des Bernard Duguesclin vorstellt, und 1800 zur Ausstellung kam, ist in Rennes, bekannt durch den Umriss bei Landon, Annales XIV. Nr. 35. Der Pausanias francais p. 255 gibt ihm keineswegs ein ehrenvolles Zeugniss. Im Museum zu Dijon ist ebenfalls ein grosses Gemälde, Iphigenie und Orestes vorstellend, und umrissen bei Landon. In St. Marguerite zu Paris ist ein 13 Fuss hohes Bild, welches St. Margaretha vor- stellt, wie sie der Vater verstösst, In der Orleanischen Grabkapelle zu Dreux ist der Tod des heil. Ludwig, und in St. Ambros zu Paris dieser Heilige, wie er einen arianischen Priester vor der Wuth des Volkes rettet. Im Jahre 1819 malte er im Auftrage des Mini- steriums für die Stadt Pau ein grosses Bild: Heinrich IV. in Notre- Dame, am Tage seines Einzuges in Paris. Eine grosse Anzahl von anderen Gemälden verzeichnet Gabet im Dictionnaire des artistes de l'ecole francaise, darunter Darstellungen aus der alten und mit- telalterlichen Geschichte, und Genrebilder. Im Jahre 1824 restaurirte er einen Theil der Malereien in den Gallerien des Schlosses zu Versailles, und in der Gallerie der Diana in den Tuilerien, Dann decorirte er auch Kirchen und Paläste in Oel und Fresco. Zu sei- nen letzteren Arbeiten gehören etliche Darstellungen aus dem Le- ben Napoleons, und Scenen aus der Julirevolution von 1830. Der Künstler war Hofmaler des Herzogs von Orleans, und starb um 1840.
Migneret stach den Tod des Moliere, eines der schönsten Bilder des Meisters, Ein anderes schönes Bild: Le chien de l'hospice, ist ebenfalls durch Kupferstich bekannt, so wie der Blinde mit dem Hunde (le chien et l'aveugle).
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